KI-Boom treibt Speicherpreise nach oben
Speicherdürre im IT-Channel

Von Klaus Länger 7 min Lesedauer

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Der KI-Boom trocknet den Markt für DRAM, Grafikspeicher und SSDs weiter aus. Das treibt die Preise massiv nach oben. Wird sich das in absehbarer Zeit wieder ändern? Und welche Auswirkungen hat das auf den IT-Channel?

Die Aussicht auf kurzfristig wieder sinkende Speicherpreise ist nur eine Fata Morgana. Da sind sich alle unsere Ansprechpartner im IT-Channel einig.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Die Aussicht auf kurzfristig wieder sinkende Speicherpreise ist nur eine Fata Morgana. Da sind sich alle unsere Ansprechpartner im IT-Channel einig.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Die großen KI-Rechenzentren der Hyperscaler und der LLM-Entwickler wie Meta oder Elon Musks xAI saugen Arbeits-, Massen- und Grafikspeicher auf wie der trockene Wüstenboden einen Regenguss. Das beschert den Herstellern von DRAM und NAND Rekordumsätze. Für Systemhersteller und IT-Channel bringt die Dürre im Speichermarkt allerdings rasant gestiegene Preise.

Die Marktforscher von Trendforce haben für das vierte Quartal 2025 bei DDR5- und DDR5-SDRAM einen Preisaufschlag von etwa 45 bis 50 Prozent ermittelt und für NAND-Flash eine Steigerung von bis zu 38 Prozent. Für das erste Quartal 2026 gehen sie sogar von einer Verdoppelung bei DRAM und etwa 60 Prozent Aufschlag für SSDs aus.