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IT-Zeitmaschine Simone Blome-Schwitzki vertraut auf Moore‘s Law

Autor: Michael Hase

In der Rückschau von Also-Geschäftsführerin Simone Blome-Schwitzki wurde vor fast einem Vierteljahrhundert die Cloud geboren. Wearables, Edge Computing, fortschreitende Automatisierung und autonomes Fahren werden nach ihrer Erwartung das kommende Jahrzehnt bestimmen.

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Simone Blome-Schwitzki, Sprecherin der Geschäftsführung bei Also Deutschland, erwartet signifikant messbaren Nutzen durch neue Technologien.
Simone Blome-Schwitzki, Sprecherin der Geschäftsführung bei Also Deutschland, erwartet signifikant messbaren Nutzen durch neue Technologien.
(Bild: Also)

Was kommt Ihnen spontan in den Sinn, wenn Sie an die IT in den vergangenen 25 Jahren denken?

Blome-Schwitzki: 1996 bekam die Software mit dem sperrigen Namen „Basic Support for Cooperative Work“ (BSCW) den Europäischen Software-Innovationspreis. Die Cloud war geboren – und sie kam aus Deutschland, von der damaligen Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung (GMD), heute Teil der Fraunhofer-Gesellschaft. Cloud Computing definiert seither nicht nur die Geschäftsmodelle ganzer Industrien neu, sondern hat über Nacht vollkommen neue Global Player hervorgebracht, deren Marktdurchdringung sowohl im B2B- als auch im B2C-Umfeld alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. Vor diesem Hintergrund gewinnt der Einsatz von Cloud-Plattformen auch für unser Business zunehmend an Relevanz. Die Entwicklung unseres Also Cloud Marketplace und unserer Solutions-Plattformen für IoT, Cybersecurity und Virtualisierung stehen für unseren Wandel vom reinen Distributor zum Technologie Provider – er wäre ohne die Wolke undenkbar.

Welche Zukunftsvision schwebt Ihnen für die IT in zehn Jahren vor?

Blome-Schwitzki: Das Moore‘sche Gesetz hat in den vergangenen Jahrzehnten neue Technik schnell sehr viel günstiger gemacht und damit auch dafür gesorgt, dass neue Erkenntnisse und Erfindungen überall besser zugänglich und verfügbar werden. Dennoch erleben wir im täglichen Leben technischen Fortschritt momentan vor allem in der Mediennutzung, der Telekommunikation und bei Dienstleistungen. Doch das wird sich ändern. Denn die Erfahrung zeigt: Es braucht Zeit, bis große Technologieschübe tatsächlich signifikant messbaren Nutzen generieren. Und das wird in diesem Jahrzehnt geschehen. Das reicht von Wearables, die das Smartphone zumindest ergänzen oder sogar ganz ablösen, intelligentem Edge Computing zur besseren Steuerung von Prozessen und Anlagen, weiter fortschreitender Automatisierung und bis hin zum autonomen Fahren. Als Technologie Provider verstehen wir uns dabei als Enabler, um aus technischem Fortschritt Realität werden zu lassen und damit spürbaren Nutzen zu generieren.

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 Michael Hase

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Chefreporter