Neue Anforderungen für IT-Security Sicherheitsstrategie: Das sollte man wissen – Teil 2

Von Barbara Gribl 2 min Lesedauer

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Cyberbedrohungen verändern sich in rasantem Tempo und betreffen heute jeden. Auch der Fachkräftemangel stellt dabei eine enorme Herausforderung dar. Der Channel arbeitet Hand in Hand und Sicherheit hat nun Priorität.

Neuer Sommer, neue Bedrohungslage, neue Regeln: Für die Sicherheitsstrategie sollte man für die Zukunft einiges wissen. (Bild:  Dilok - stock.adobe.com)
Neuer Sommer, neue Bedrohungslage, neue Regeln: Für die Sicherheitsstrategie sollte man für die Zukunft einiges wissen.
(Bild: Dilok - stock.adobe.com)

Der MSSP-Markt (Managed Security Service Provider) boomt. Viele Unternehmen holen sich Unterstützung via Managed-Service-Partner. Unternehmen, vor allem kleine und mittelständische (KMU), möchten sich weiterhin um das Tagesgeschäft kümmern können und kennen sich mit Security zu wenig aus. Dies weckt Umsatzchancen bei Marktteilnehmern. Der Umstieg und Aufbau des MSP-Marktes ist auf Herstellerseite nicht immer leicht. „Wer einsteigt, muss zunächst die Rahmenbedingungen definieren. Zu diesen gehören beispielsweise Leistungsbeschreibungen, Lizenzen, Laufzeiten, Haftungen und NDAs. Wichtige Punkte, die im Vorfeld eindeutig zwischen Kunde und Anbieter geklärt werden müssen“, erklärt Markus Vogt, Cybersecurity-Manager bei Ingram Micro. „Es ist ein ganz neues Geschäftsfeld, das man da aufzieht“, bestätigt auch Christoph Harvey, Marketingchef bei ADN.

IT-Gesetze passen sich Bedrohungslage an

Neue IT-Gesetze treten in Kürze in Kraft, was die Prävention in Sachen Sicherheit nicht nur aus technologischer, sondern auch aus rechtlicher sowie organisatorischer Sicht spannend macht. Auch Cyberversicherungen stellen höhere Ansprüche. Unternehmen kommen um eine ausgeklügelte Sicherheitsstrategie nicht herum. Vor allem das IT-Sicherheitsgesetz 2.0 und die EU-NIS-2-Richtlinie beschäftigen die Kunden derzeit. NIS2 muss dabei spätestens im Oktober 2024 in allen Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt sein – das ist in gut einem Jahr, die Zeit rennt.

Diese Lösungen sind gewinnversprechend

KI-basierte EDR- und XDR-Lösungen sind stark nachgefragt, genauso wie zentrale E-Mail-Security-Lösungen sowie Awareness-Trainings. Somit wird der MDR-Markt immer größer. Eine gute Gelegenheit für Channelpartner, das Portfolio durch MDR zu erweitern – äußert Hersteller Sophos. Das Unternehmen selbst bietet auch einen MDR-Service an. Praktisch für die Kunden ist hier ein automatisiertes Rund-um-die-Uhr-Threat-Monitoring, wodurch man sich zusätzliches Personal spart. Gartner zufolge werden 50 Prozent der Unternehmen bis zum Jahr 2025 MDR-Services nutzen.

Zur Detektion und Reaktion auf Cyberangriffe müssen die Unternehmen allerdings auch bereit sein, mehr in die Sicherheit zu investieren. Der IT Security Economics Report von Kaspersky zeigt, dass Unternehmen die zunehmend komplexe IT-Infrastruktur und der Mangel an Fachwissen sowie an Sicherheitsspezialisten zu schaffen macht.

Deshalb möchten viele Unternehmen in den kommenden drei Jahren einen größeren Teil ihres IT-Budgets – bis zu acht Prozent – in Cybersicherheit einfließen lassen.

Kai Schuricht, Senior Incident Response Specialist im Global Emergency Response Team bei Kaspersky

Zum Dienstleistungspaket gehört mittlerweile nicht mehr nur die technische Ausführung, sondern auch Expertise und Beratung. Nicht zu vergessen, raten zahlreiche Experten immer häufiger zu: Backup, Backup und nochmal Backup. Und auch hier ist Knowhow das A und O. IT-Dienstleister können das gefragte Expertenwissen in bare Münze verwandeln.

Konsolidierungen prägen den Markt

Sowohl auf Distributions- als auch Anbieterseite tut sich einiges, was Zusammenschlüsse und neue Markenauftritte betrifft. Bekannte Beispiele sind die Übernahme der Nuvias Gruppe durch Infinigate oder die strategische Partnerschaft von Ionos und G Data für SMB-Kunden mit dem Label „Made in Germany“.

Mehr zum Blickfang von IT-Security 2023 finden interessierte Leserinnen und Leser in der Printversion des Channel Guides „IT-Security“ oder im E-Paper.

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