10. Okta Businesses at Work Report Sicherheitsrisiko Unternehmens-Apps

Von Ira Zahorsky 2 min Lesedauer

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KRITIS-Unternehmen meldeten 2024 insgesamt 769 Cybersicherheitsvorfälle an das BSI – ein Anstieg um rund 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 80 Prozent aller Cyberangriffe seien dabei auf kompromittierte Online-Identitäten zurückzuführen.

Biometrische Authentifizierungen und Authenticator Apps verdrängen das Passwort.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Biometrische Authentifizierungen und Authenticator Apps verdrängen das Passwort.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Die digitale Transformation der Unternehmen wird zunehmend von zwei Haupttrends bestimmt: Cybersicherheit und effektive Zusammenarbeit. Wie der aktuelle Okta Businesses at Work Report 2025 zeigt, stellen Sicherheits- und Kollaborations-Apps zusammen 60 Prozent der meistgenutzten Unternehmensanwendungen dar. Die durchschnittliche Anzahl eingesetzter Apps: mehr als 100. Während Tech-Startups durchschnittlich 42 Apps einsetzen, nutzen Großunternehmen im Schnitt 247 verschiedene Anwendungen. Besonders stark wächst die App-Nutzung in der APAC-Region mit einem Anstieg von 12 Prozent, getrieben vor allem durch Südkorea und Japan.

Die Sicherheit der zunehmend komplexen IT-Landschaften wird dabei zur zentralen Herausforderung, denn gleichzeitig spitzt sich auch die Bedrohungslage zu. Die Entwicklung in Deutschland ist besonders besorgniserregend. Während laut Report im Vorjahr nur 0,2 Prozent der Authentifizierungsversuche als Bedrohung eingestuft wurden, gehört Deutschland nun mit 6,2 Prozent zu den am stärksten angegriffenen Ländern. Im internationalen Vergleich wird die Zahl laut Okta nur von den USA mit 6,4 Prozent getoppt. Auf den Plätzen 3 und 4 folgen die Niederlande (5,8 %) und Großbritannien (5,1 %). Die Region Asien-Pazifik verzeichnet zwar ebenfalls steigende Bedrohungsraten, liegt aber im internationalen Vergleich noch deutlich zurück.

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Biometrie und Authenticator-Apps lösen Passwörter ab

Bei den Authentifizierungsmethoden ist ein deutlicher Wandel zu sehen: Unsichere Faktoren wie Sicherheitsfragen oder SMS-Codes werden zunehmend durch biometrische Verfahren und sichere Authenticator-Apps ersetzt. Bei der Nutzung biometrischer Authentifizierung liegt Deutschland im internationalen Vergleich vorne. Etwa jede fünfte passwortlose Authentifizierung wird hier durch biometrische Daten abgesichert. Eine Studie zeigt, dass bei 49 Prozent der deutschen Unternehmen die Nutzung biometrischer Authentifizierung vom Arbeitgeber vorgeschrieben wird.

Bei den am schnellsten wachsenden Apps dominieren demnach auch Sicherheitslösungen die Top 3, gleichzeitig bleiben Kollaborationstools geschäftskritisch – ein Indikator dafür, dass Unternehmen nach einer Balance zwischen Sicherheit und Produktivität suchen.

„Schutz digitaler Identitäten von essenzieller Bedeutung“

Für die kommenden Jahre prognostiziert Okta eine weitere Zunahme von Sicherheitsmaßnahmen sowie einen verstärkten Einsatz KI-gestützter Kollaborationstools. Auch automatisierte Workflows sollen an Bedeutung gewinnen. Identity Management wird bei der Unternehmenssicherheit zunehmend wichtiger, während klassische Passwörter mittelfristig als überholt gelten dürften. „Angesichts der Tatsache, dass 80 Prozent aller Cyberangriffe auf kompromittierte Identitäten zurückzuführen sind, ist der optimale Schutz digitaler Identitäten von essenzieller Bedeutung“, macht Goetz Walecki, Director Solutions Engineering CEE bei Okta, deutlich. Er rät: „Unternehmen sollten den Schutz von Identitäten zur obersten Priorität machen, um ihr Geschäft abzusichern.“

Okta Businesses at Work Report 2025

Die Ergebnisse des Reports zieht Okta aus den anonymisierten Daten von über 19.000 Okta-Kunden und mehr als 7.000 Anwendungen.

Der englischsprachige Report kann nach Registrierung kostenfrei heruntergeladen werden.

Download des Reports

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