Technologische Neuheiten beschleunigen das Business – und vergrößern die Angriffsfläche. Netapp erweitert sein Cyber-Resilienz-Angebot: Der „Ransomware Resilience Service“ soll nun auch Datenschutzverletzungen im Enterprise-Storage erkennen.
Beim Thema Cyber-Resilienz sollte man dringend am Ball bleiben. Schnell kommt es zu Datenschutzverletzungen. Mit neuen Funktionen und ergänzten Features will sich Netapp genau in diesem Bereich stärker positionieren.
KI-Innovationen, Datenmodernisierung, Cyber-Resilienz und Cloud-Transformation sind Herausforderungen, die Unternehmen derzeit beschäftigen. Keine leichte Aufgabe. Was ihnen hilft, ist eine zuverlässige und gleichzeitig effiziente Dateninfrastruktur. KI und Investitionen in die neue Technologie sind zwar schön und gut, allerdings vergrößern sich mit ihr auch die Angriffsflächen.
Netapp ist spezialisiert auf intelligente Dateninfrastrukturen und kündigt nun neue Cyber-Resilienz-Funktionen an. Der Anbieter erweitert seinen Ransomware Resilience Service, der neben der bisherigen Ransomware-Erkennung zwei neue Funktionen integriert: Unternehmen sollen dadurch Datenschutzverletzungen in Enterprise-Storage-Umgebungen erkennen können. Darüber hinaus sollen die Funktionen sie dabei unterstützen, unternehmenskritische Daten mithilfe isolierter Recovery-Umgebungen sicher wiederherzustellen.
„Unsere neuen KI-gestützten Funktionen können bereits die ersten Anzeichen potenzieller Versuche von Datendiebstahl identifizieren. Dadurch erweitern sie unsere bestehenden Funktionen zur Erkennung von Ransomware-Angriffen auf strukturierte sowie unstrukturierte Daten. Der Storage bildet damit die letzte Verteidigungsinstanz, um die wertvollen Daten unserer Kunden zu schützen“, erklärt Gagan Gulati, Senior Vice President und General Manager Data Services bei Netapp, hierzu.
Das sind die Updates
NetApp Ransomware Resilience (früher NetApp Ransomware Protection Service) mache es leichter und schneller, ONTAP-Workloads vor Ransomware-Angriffen zu schützen und sie bei Angriffen wiederherzustellen. Dafür seien weder tiefgreifende Sicherheitskenntnisse noch umfangreiche Schulungen erforderlich. Der neue, verbesserte Service gewährleiste orchestrierte, Workload-spezifische Ransomware-Abwehr für File- und Block-Storage, gesteuert über eine zentrale Managementoberfläche.
Erkennung von Datenverstößen
Des Weiteren umfasst Netapp Ransomware Resilience nun auch die Erkennung von Datenschutzverletzungen. Eine KI-gesteuerte Funktion soll anomales Benutzer- und Dateisystemverhalten als Frühindikatoren für potenziellen Datendiebstahl und Angriffsversuche identifizieren. Nach Erkennung alarmiert Ransomware Resilience den Kunden automatisch über seine SIEM-Lösung (Security Information and Event Management) und stellt ihm forensische Daten zur Verfügung. Die „proaktive“ Identifikation von Sicherheitsverletzungen erlaube es Netapp-Kunden, die weitere unbefugte Übertragung sensibler Daten zu blockieren und Cyber-Bedrohungen zu stoppen. Eine umfangreiche unbefugte Datenexposition soll somit verhindert werden können.
Isolierte Recovery-Umgebungen
Schließlich führt Netapp Ransomware Resilience zudem in isolierte Recovery-Umgebungen ein, die eine sichere und Malware-freie Wiederherstellung von Workloads gewährleisten sollen. Diese Umgebungen nutzen tiefgreifende, proprietäre KI-gestützte Scans, um betroffene Daten sowie den Zeitpunkt der Veränderung präzise zu identifizieren. Der Service führt den Kunden schrittweise durch den Workload-Wiederherstellungsprozess, um die letzten sicheren Datenstände schnell und problemlos sowie frei von Malware wiederherzustellen. Gleichzeitig werde eine erneute Infektion verhindert.
Um ein Storage-System effektiv von Ransomware-Angriffen zu schützen, bieten sich neben Backup/Disaster Recovery und Verschlüsselung vor allem Object Lock und WORM an. Das gelingt nicht nur im eigenen Haus, sondern auch in der Hybrid-Cloud.
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