Studie: KMU Digital Pulse 2025 Schweiz: KI-Assistenten werden zur KMU-Suchmaschine

Von Agnes Panjas 3 min Lesedauer

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Die Studie „KMU Digital Pulse 2025“ von Localsearch und der Hochschule Luzern zeigt auf: Suche und Buchung von KMU-Dienstleistungen in der Schweiz wandern in KI-Systeme. Wer in ChatGPT und Co. nicht auftaucht, verliert Sichtbarkeit – und Geschäft.

Wie finden Kunden in der Schweiz zu KMU-Dienstleistungen? Mit KI-Assistenten. Diese Antwort gibt die aktuelle Studie „KMU Digital Pulse 2025“.(Bild:  Canva / KI-generiert)
Wie finden Kunden in der Schweiz zu KMU-Dienstleistungen? Mit KI-Assistenten. Diese Antwort gibt die aktuelle Studie „KMU Digital Pulse 2025“.
(Bild: Canva / KI-generiert)

KI entwickelt sich rasant, eröffnet neue Möglichkeiten und bringt tiefgreifende Veränderungen mit sich. Dieser digitale Wandel macht auch vor kleinen und mittleren Unternehmen nicht Halt, wie die aktuelle StudieKMU Digital Pulse 2025“ von Localsearch und der Hochschule Luzern zeigt. Diese macht deutlich, dass sich die Informationssuche und Buchung von KMU-Dienstleistungen zunehmend in KI-basierte Systeme verlagert. Fehlende Präsenz in ChatGPT und Co. kostet dann nicht nur Sichtbarkeit, sondern auch Aufträge.

Laut der Studie „KMU Digital Pulse 2025“ zeigen sich über drei Viertel der Bevölkerung (77 %) offen gegenüber neuen digitalen Technologien wie KI-gestützten Anwendungen. Doch es bleibt nicht bei der Offenheit: Konsumenten setzen KI-Tools bereits in erheblichem Ausmaß ein, um gezielt nach Dienstleistungen von KMU zu suchen.

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Die Art und Weise, wie Menschen nach Dienstleistungen von KMU suchen, verändert sich grundlegend. KI-basierte Systeme werden zunehmend zur KMU-Suchmaschine.

Stefano Santinelli, CEO von Localsearch

KMU-Suche: KI so relevant wie Social Media

Wenn die Schweizer Bevölkerung ein KMU sucht und noch keinen Anbieter kennt, greift die große Mehrheit zwar nach wie vor zuerst zu Suchmaschinen (80 %). Doch bereits 13 Prozent der Befragten starten ihre KMU-Suche direkt mit KI-Tools wie ChatGPT oder Copilot – und umgehen damit klassische Suchmaschinen. Damit liegt KI auf dem gleichen Niveau wie Social Media. Besonders ausgeprägt ist die KI-Nutzung zur erstmaligen Suche nach KMU bei den 18- bis 29-Jährigen mit einem überdurchschnittlichen Anteil von 21 Prozent. Mit zunehmendem Alter nimmt die Nutzung ab: bei den 30- bis 44-Jährigen liegt sie bei 16 Prozent, bei den 45- bis 59-Jährigen bei 12 Prozent und bei den 60- bis 79-Jährigen bei 6 Prozent.

Jeder Zweite will künftig KI zur KMU-Suche nutzen

Die zunehmende Bedeutung von KI bei der Suche nach KMU wird in der aktuellen und in der erwarteten zukünftigen Nutzung deutlich. Laut der Studie „KMU Digital Pulse“ haben in den vergangenen zwölf Monaten bereits knapp 20 Prozent der Schweizer Bevölkerung entsprechende Anwendungen genutzt, um sich über Dienstleistungen von KMU zu informieren.

Am deutlichsten zeigt sich die zunehmende Bedeutung von KI bei der geplanten zukünftigen Nutzung zur Suche nach KMU-Dienstleistungen: Von den bisherigen Nutzern, die bereits KI dafür eingesetzt haben (19 %, siehe Abbildung 2), geben fast acht von zehn (78 %) an, dies künftig häufiger tun zu wollen. Diese hohe Bereitschaft ist über alle Altersgruppen hinweg ähnlich ausgeprägt; die Unterschiede zwischen den Altersgruppen sind statistisch nicht signifikant.

Aufgrund dieser Ergebnisse zu KI kann davon ausgegangen werden, schließt die Studie darauf, dass auch zukünftig rund die Hälfte der Schweizer Bevölkerung (50 %) KI nutzten wird, um sich über Dienstleistungen von KMU zu informieren. Die Studie veranschaulicht, dass KMU auch über KI-Assistenten gefunden werden müssen, wenn sie kein wertvolles Kundenpotenzial vergeben wollen. Ein vollständiges Unternehmensprofil auf verschiedenen Plattformen in Kombination mit optimierten Inhalten ist somit nicht nur für die klassische Suchmaschinen-Suche entscheidend – es verbessert auch die Sichtbarkeit bei Suchabfragen über KI-Tools wie ChatGPT oder Copilot.

Digitale Sichtbarkeit endet nicht bei der Suchmaschine. Im KI-Zeitalter entscheidet die Präsenz in intelligenten Systemen wie ChatGPT darüber, ob ein KMU überhaupt wahrgenommen wird – oder im digitalen Schatten bleibt.

Stefano Santinelli, CEO von Localsearch

KI verändert nicht nur die Suche – sondern auch die Buchung

Neben der Informationssuche zeigt sich auch ein wachsendes Interesse an KI-gestützten Buchungsprozessen: 39 Prozent der Befragten können sich vorstellen, künftig Termine über sprachbasierte KI-Assistenten wie Siri, Alexa oder ChatGPT zu vereinbaren. Die altersspezifische Analyse zeigt bis zu den 59-Jährigen konstante Werte: 40 Prozent (18- bis 29-Jährige), 43 Prozent (30- bis 44-Jährige), 42 Prozent (45- bis 59-Jährige). Erst bei den 60- bis 79-Jährigen fällt der Anteil deutlich auf 29 Prozent.

Die Erwartung der Kundschaft ist eindeutig: Dienstleistungen müssen online buchbar sein. KMU, die diesen Schritt nicht gehen, verlieren Sichtbarkeit, Vertrauen und letztlich Umsatz – zugunsten digital besser aufgestellter Mitbewerber.

Stefano Santinelli, CEO von Localsearch

CEO Santinelli schlussfolgert zudem: „Die Zukunft ist digital, die Suche ist KI-gesteuert – und die Zeit zum Handeln ist jetzt. KMU, die ihre Online-Präsenz nicht aktiv gestalten, verlieren nicht nur Marktanteile, sondern den Zugang zur digitalen Kundschaft. Wer heute nicht sichtbar ist, wird morgen vergessen.“

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