Massenmarkt und trotzdem hohe Qualität Samsung Semiconductor Europe ist dem Channel treu

Redakteur: Heidi Schuster

Im Gespräch mit IT-BUSINESS verriet Frank Ihlenfeldt von Samsung Semiconductor Europe Details zur Channel-Strategie und warum das Unternehmen kein Partnerprogramm anbietet.

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ITB: Samsung Semiconductor Europe ist ein koreanisches Unternehmen. Oft kommt es zu Kommunikations-Problemen, wenn sich der Firmenhauptsitz im Ausland befindet. Wie ist das bei Samsung?

Ihlenfeldt: Unsere Kommunikation mit Korea hat sich in den vergangenen Jahren sehr verbessert. Wir können etwa den Channel früh über Produktneuheiten informieren. Aufgrund dieser engen Zusammenarbeit ist es auch möglich, Produkte noch vor der Markteinführung zusätzlich in Deutschland unabhängig testen zu lassen. So stellen wir sicher, dass die Festplatte oder das Laufwerk unserem Qualitätsstandard entspricht.

ITB: Warum hat Samsung Semiconductor Europe kein Channel-Programm?

Ihlenfeldt: Da Samsung Semiconductor Europe europaweit agiert und wir vertriebstechnisch anders aufgestellt sind als der Mitbewerb, müsste das Programm auch eine ebensolche Reichweite haben. Speziell in Deutschland würde sich eine Einführung aufgrund des engen Fachhändlernetzes lohnen, doch im restlichen Europa ist der Markt anders aufgestellt. Signifikante Unterschiede gibt es beispielsweise bei der Preisstrategie – ein Punkt unter vielen, der die Einführung eines einheitlichen Fachhandelsprogramms erschwert. Langfristig gesehen wäre die Entwicklung eines Programms für den Channel sehr zu begrüßen, da wir bisher nur den Distributionskanal nutzen.

ITB: Warum sollten Reseller Samsung-Festplatten verkaufen?

Ihlenfeldt: Bei internen Festplatten und Laufwerken sind wir generell eher auf den Massenmarkt ausgerichtet. Gleichwohl liefern wir in allen Produktbereichen hohe Qualität und Zuverlässigkeit. Test- und Preis-Leistungs-Siege unserer Festplatten und Laufwerke bestätigen dies immer wieder. Das ist auch unser Anspruch: Wir scheuen uns nicht vor dem Vergleich mit Mitbewerbern. Genau deswegen lassen wir unsere Produkte gern von der Presse testen. So erhalten Kunden ein exaktes Bild und eine Einschätzung unserer Produktpalette aus unabhängiger Quelle.

ITB: Dennoch ist Samsung manchmal etwas hinterher, was Technologie-Neuheiten betrifft. Warum?

Ihlenfeldt: Nichts ist schlimmer als ein enttäuschter Kunde, der durch ein fehlerhaftes Produkt das Vertrauen in die Marke verliert. Wir bringen unsere Produkte erst auf den Markt, wenn diese auch ausgereift sind und verschiedene Test-Szenarien durchlaufen haben. Zudem hat sich dann schon ein Markt gebildet, auf dessen Basis wir dem Fachhandel ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten können. Allerdings haben wir zum Beispiel am Ende des Jahres 2010 mit unserer MP4-Serie und auch auf der CeBIT mit neuen Festplatten-Prototypen gezeigt, dass wir bei Innovation und Neuentwicklungen von Komponenten in vorderster Front stehen.

ITB: Welche Fokus-Produkte hat Samsung derzeit im internen Storage-Bereich?

Ihlenfeldt: In der Desktop-Sparte, also was die 3,5-Zoll-Festplatten betrifft, ist es aktuell die F4 Eco Green, im 2,5-Zoll-Bereich die MP4 mit 7.200 Umdrehungen sowie die M7E-Serie. Das Fokus-Produkt im optischen Bereich ist unser BD-Combo-Laufwerk mit Blu-ray.

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