Definition Was ist Cybercrime?

Von Agnes Panjas 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Cybercrime ist die englische Bezeichnung für Computerkriminalität. Hierzu gehören beispielsweise Computerbetrug, das Ausspähen von Daten, Datendiebstahl oder der Ausfall von Firmenservern durch Hackerattacken aus dem Internet.

Cyberkriminalität ist global, skalierbar und oft hochprofessionell organisiert – mit eigenen Märkten, Dienstleistern und arbeitsteiliger Rollenverteilung.(Bild:  Canva / KI-generiert)
Cyberkriminalität ist global, skalierbar und oft hochprofessionell organisiert – mit eigenen Märkten, Dienstleistern und arbeitsteiliger Rollenverteilung.
(Bild: Canva / KI-generiert)

Cybercrime (Cyberkriminalität) bezeichnet Straftaten, bei denen digitale Systeme, Netzwerke oder Daten im Mittelpunkt stehen – entweder als Ziel des Angriffs oder als Tatmittel. Dazu zählen unter anderem das Eindringen in Computer und das Ausspähen von Informationen, die Verbreitung von Schadsoftware (z. B. Ransomware), die Überlastung von Diensten (DDoS), Identitätsdiebstahl und Online‑Betrug (Phishing, Zahlungsbetrug), der Handel mit gestohlenen Daten sowie die Verbreitung illegaler Inhalte. Cybercrime kann Einzelpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen treffen und ist häufig grenzüberschreitend organisiert.

Welche Motive stecken hinter Cybercrime?

Die Motive reichen von finanzieller Bereicherung über Spionage bis zu politischer Einflussnahme. Die Folgen sind finanzielle Schäden, Betriebsstörungen, Datenverlust, Reputationsschäden und in kritischen Bereichen auch Beeinträchtigungen der öffentlichen Sicherheit. Prävention umfasst technische und organisatorische Maßnahmen wie Updates, starke Authentifizierung, Backups, Schulungen und Monitoring. Da Täter oft international agieren und digitale Spuren leicht verwischen, sind Zusammenarbeit von Betroffenen, Dienstleistern und Behörden sowie klare Melde‑ und Reaktionsprozesse entscheidend, um Risiken zu senken und Vorfälle wirksam zu bewältigen.

Welche Arten von Cyberkriminalität gibt es?

  • Computer-bezogene Delikte von Cyberkriminalität richten sich direkt gegen Systeme. Dazu zählen unbefugter Zugriff und Hacking sowie das Ausspähen von Daten. Ein zentrales Mittel sind Schadprogramme wie Viren, Würmer, Trojaner, Spyware und Keylogger bis hin zu Remote-Access-Trojanern. Ransomware verschlüsselt Daten, um Lösegeld zu erpressen. Ebenfalls verbreitet sind DDoS-Angriffe, die Onlinedienste durch Überlastung lahmlegen, sowie Sabotageakte gegen IT-, OT- und ICS-Umgebungen, etwa in der Produktion oder Energiewirtschaft.
  • Zu den Computer-gestützten Betrugsdelikten zählen Phishing, Smishing und Vishing sowie Business Email Compromise (CEO-Fraud). Häufig sind außerdem Identitätsdiebstahl, Account-Übernahmen und SIM-Swapping. Im Zahlungsverkehr treten E‑Commerce-Betrug, Kreditkartenmissbrauch und Online-Banking-Betrug auf. Hinzu kommen Anlage- und Romance-Betrugsmaschen, vermeintlicher Tech-Support, Erpressung bis hin zu Sextortion. Zunehmend werden Deepfakes und Voice-Spoofing für Täuschung und Social Engineering eingesetzt.
  • Daten- und Eigentumsdelikte umfassen Datendiebstahl – von Kundendaten und Zugangsdaten über Geschäftsgeheimnisse bis zu geistigem Eigentum. Ebenso relevant sind Datenmanipulation, Angriffe über die Lieferkette (Supply Chain) und das Einschleusen von Backdoors. Im Bereich des Urheberrechts treten Raubkopien, Software- und Produktpiraterie auf.
  • Infrastruktur- und Netzwerkdelikte betreffen den Aufbau und Betrieb von Botnetzen und den Missbrauch kompromittierter Systeme, Kryptomining auf fremder Hardware (Cryptojacking) sowie DNS- oder BGP-Hijacking, Man-in-the-Middle-Angriffe und den Missbrauch offener Proxys oder sogenannter Bulletproof-Hostings. Ziel sind dabei kritische Infrastrukturen wie Gesundheit, Energie und Verkehr.
  • Inhalte- und Kommunikationsdelikte schließen die Verbreitung illegaler Inhalte, Terrorpropaganda und – je nach Rechtslage – Volksverhetzung bzw. Hassrede ein. Auch Cybermobbing, Stalking und Doxing (das Veröffentlichen persönlicher Daten) sowie Verleumdung und Erpressung mit kompromittierendem Material sind verbreitet.
  • Eine wichtige Rolle spielen auch Darknet-Märkte und „Crime-as-a-Service“: Auf Darknet-Marktplätzen werden Daten, Malware, gefälschte Dokumente sowie Drogen und Waffen gehandelt. Dienstleistungen wie Ransomware-as-a-Service, Phishing-Kits, Initial-Access-Broker und Geldwäsche-Netzwerke senken die Einstiegshürden.

Cybercrime mithilfe von KI

Cybernangriffe sind seit Langem eine gravierende und hartnäckige Gefahr. Durch den Einsatz von KI wird sie noch ausgefeilter – und damit umso beunruhigender. Cyberkriminelle nutzen KI, um ihre Taktiken zu verfeinern und Angriffe zu professionalisieren. Dabei können sich Cyberangriffen mit KI zwei Ziele verfolgen:

  • Zum einen nutzen Angreifer KI als Werkzeug, um Attacken effizienter, glaubwürdiger und skalierbarer zu machen.
  • Zum anderen werden KI-Systeme selbst zum Ziel, etwa durch Manipulation ihrer Daten oder Funktionsweise.

(ID:45139689)

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung