Check Point Ransomware Report 2024 Ransomware-Rekord

Von Ira Zahorsky 2 min Lesedauer

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Weltweit stiegen die Ransomware-Attacken vergangenes Jahr um 11 Prozent. Welche Branchen und Länder am häufigsten angegriffen werden und welche neuen Trends es gibt, verrät der Ransomware Report 2024 von Check Point.

Ransomware-Attacken nehmen weiter zu, doch die Art der Erpressung wandelt sich.(Bild:  darkfoxelixir - stock.adobe.com)
Ransomware-Attacken nehmen weiter zu, doch die Art der Erpressung wandelt sich.
(Bild: darkfoxelixir - stock.adobe.com)

5.414. Das ist die Zahl der Ransomware-Angriffe, die 2024 bekannt gemacht wurden. Wohlmerklich: Bekannt gemacht! Dazu kommen unzählige andere Attacken durch Phishing, Social Engineering usw. Das BSI gibt die erpresste Lösegeldsumme für 2024 mit 1,1 Milliarden US-Dollar an. Auch hier dürfte die Dunkelziffer wesentlich höher sein. Zwar wurden große Ransomware-Netzwerke wie Lockbit lahmgelegt, doch kaum ist ein Loch gestopft, entstehen weitere.

Gegenüber 2023 stellten die Experten von Check Point einen Anstieg cyberkrimineller Banden um 40 Prozent von 68 auf 95 fest. „Der Erfolg neu auftauchender Ransomware-Gruppen zeigt, wie dringend notwendig es für Unternehmen geworden ist, ihre Abwehrmaßnahmen zu verstärken. Sich ausschließlich auf reaktive Maßnahmen zu verlassen, ist nicht mehr praktikabel“, warnt Adi Bleih, Security Research bei Check Point External Risk Management.

Zu den in Q4/2024 weltweit am häufigsten attackierten Branchen gehören Dienstleistungen (451 Angriffe), Einzelhandel, Produktion, Baugewerbe, Finanzunternehmen, Gesundheitsunternehmen, Bildungsinstitutionen, Technologieunternehmen, Behörden und der Automobilsektor.

Die Länderliste führen die USA mit 936 bekannten Angriffen in Q4/2024 an. Grundsätzlich sei die Zahl der Zwischenfälle in Europa und Deutschland zwar gesunken, dennoch liegt die Bundesrepublik im Vergleichszeitraum mit 46 Attacken auf Platz 4.

Bei der Auswertung des Reports konnten die Check-Point-Experten zwei Trends feststellen. Viele Ransomware-Gruppen fokussieren sich auf den reinen Datenklau samt Erpressung, ohne Verschlüsselung. Dies erfordert geringere Aktivitäten und so können die Cyberkriminellen der Entdeckung durch Sicherheitslösungen besser entgehen. „Die Verlagerung von der verschlüsselungsbasierten Erpressung zur Datendiebstahlserpressung bringt neue Herausforderungen mit sich. Eines bleibt jedoch gleich: Die Notwendigkeit, den Datenschutz, die Überwachung und die schnelle Erkennung von Bedrohungen den Gegebenheiten anzupassen und zu verbessern, denn so, wie sich Ransomware verändert, muss auch die Verteidigung umgebaut werden“, ist Omer Dembinsky, Data Research Group Manager bei Check Point, überzeugt.

Außerdem kommt Ransomware as a Service immer mehr „in Mode“. Hacker-Banden vermieten ihre Schadprogramme an unerfahrenere Kriminelle gegen eine Provision. Hierzu nutzen die Ransomware-Banden zunehmend durchgesickerten Code offizieller Programme, um Ransomware-Programmierungen zu entwickeln.

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