Interview mit Harald Nuij, EMEA-Chef bei Pax8 Pax8 investiert stark in den europäischen Markt

Von Mihriban Dincel 3 min Lesedauer

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Tausende Partner und kontinuierliche Neuzugänge: Pax8 wächst schnell – auch in EMEA. Harald Nuij, Chef der Region, erklärt im Interview mit IT-BUSINESS, wie Pax8 wächst und MSP bei der Transformation zu Managed Intelligence Providern unterstützt.

Harald Nuij, Chief Executive Officer EMEA bei Pax8(Bild:  Pax8)
Harald Nuij, Chief Executive Officer EMEA bei Pax8
(Bild: Pax8)

IT-BUSINESS: Herr Nuij, wie entwickelt sich Pax8 in der EMEA-Region?

Nuij: Wir verzeichnen ein enormes Momentum. Unser Partnerökosystem umfasst mittlerweile über 8.000 MSP und IT-Systemhäuser, mit 150 bis 200 Neuzugängen monatlich. Das spricht für sich. Besonders in Deutschland haben wir zusätzlich investiert und unser Team auf rund 30 Kollegen ausgebaut. Seit August sind wir auch in der Schweiz aktiv und konnten bereits den dritten Mitarbeiter dort begrüßen. Wir verfolgen dabei eine durchdachte Lokalisierungsstrategie: Zentrale Services wie Solution Engineers und technischen Support organisieren wir regional übergreifend. Sobald wir jedoch lokalen Bedarf erkennen, starten wir mit Vertriebsteams vor Ort. In deutschsprachigen Märkten haben wir besonders den Wunsch nach sprachlicher Nähe wahrgenommen – dem kommen wir gerne nach.

IT-BUSINESS: Welche Bedeutung hat EMEA für den Gesamtkonzern?

Nuij: Pax8 wurde 2012 in den USA gegründet. In Europa sind wir durch strategische Akquisitionen gewachsen: 2021 übernahmen wir Wirehive in Großbritannien und Resello in den Niederlanden und Deutschland – meine ehemalige Firma. Hinzu kamen Unternehmen in den baltischen Staaten. Viele unserer europäischen Kollegen bringen jahrelange Branchenerfahrung mit, teilweise länger als Pax8 selbst existiert. Da wir in EMEA noch nicht den Marktanteil wie in den USA haben, wachsen wir hier aktuell schneller. Amerika bleibt unser größter Markt – das möchte ich natürlich ändern. Events wie die Beyond in Berlin oder jetzt in Amsterdam zeigen unsere Motivation, massiv in den europäischen Markt zu investieren.

IT-BUSINESS: Wie erreichen Sie dieses Wachstum strategisch?

Nuij: Unser Ziel ist es, allen MSP und MIP in der Region die besten lokalisierten Dienstleistungen bieten zu können. Das lässt sich nicht von einem auf den anderen Tag erreichen. Daher machen wir keinen Sprint, sondern einen Marathon. Wir analysieren jeden Markt genau: Wo gibt es Wachstum? Wo sind Partner bereit für moderne Aufstellung? Darauf basieren unsere Investitionsentscheidungen. Uns ist wichtig: Sobald wir in einem Markt aktiv sind, bieten wir qualitative Leistungen. Wir haben es nicht eilig.

IT-BUSINESS: Sind europäische Partner bereit für die Transformation zum Managed Intelligence Provider (MIP)?

Nuij: Im Juni haben wir in Denver das „Warum“ der MIP-Transformation erklärt. Mit dem MIP Playbook liefern wir jetzt das „Wie“. In den vergangenen drei Monaten haben wir MSP befragt, ob unsere Konzepte ihren Herausforderungen und denen ihrer Endkunden entsprechen. Die Antwort war durchweg positiv. Aber sind alle ready? Nein. Manche Unternehmen haben andere Prioritäten, unterschiedliche Ziele oder nicht die nötigen Kapazitäten. Die Transformation von MSP zu MIP bedeutet zunächst, selbst „Kunde eins“ zu sein, zu experimentieren und KI-Agenten aufzubauen. Aber wir arbeiten mit vielen modernen, zukunftsorientierten Partnern, bei denen dieses Thema Resonanz findet.

IT-BUSINESS: Gibt es regionale Unterschiede im MIP Playbook?

Nuij: Nein, es handelt sich um ein standardisiertes Playbook. Wir sind überzeugt, dass diese Revolution weltweit stattfindet und sich von Region zu Region ausbreitet. Regional unterschiedliche Ansätze sehen wir derzeit nicht als notwendig an.

IT-BUSINESS: Wie positioniert sich Pax8 im Distributionsmarkt?

Nuij: „Positionierung“ ist das falsche Wort. Wir unterscheiden uns fundamental: Wir sind Cloud- und KI-only, kein Hardware-Geschäft. Das bedeutet maximalen Fokus. Wir bringen MSP, MIP, Hersteller und Endkunden in einem echten Marketplace zusammen. Die Kombination aus Academy, Professional Services, Solution Consultants und Solution Engineers plus die Kraft unseres Ökosystems macht uns aus. Hinzu kommt der menschliche Faktor: Es geht nicht nur um Technologie, sondern um die Basis für tiefgehende Zusammenarbeit.

IT-BUSINESS: Ist der Faktor Mensch mit über 8.000 Partnern noch managebar?

Nuij: Das braucht Planung und Prioritäten. Genau das ist mein Job. Wir wollen sowohl innovationsfreudigen Partnern die nötigen Ressourcen für ihre Transformation bieten als auch diejenigen unterstützen, die diesen Schritt noch nicht angegangen sind.

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