USV-Hersteller zertifiziert sich als VMware Technology Alliance Partner Online USV schützt virtualisierte Server unter VMware
Als erster Hersteller von unterbrechungsfreien Stromversorgungen (USVs) hat sich die Online USV-Systeme AG als Technologiepartner von VMware zertifiziert. Die USVs des Unternehmens schützen damit auch offiziell mit VMware virtualisierte Serversysteme.
Anbieter zum Thema
Auch virtualisierte Server benötigen physikalischen Schutz. Der USV-Hersteller Online USV-Systeme hat seine Lösungen deswegen für die virtualisierten Serversysteme unter VMware zertifizieren lassen.
Virtuelle Systeme bedürfen einer physischen Maschine, um überhaupt zu existieren. Dort können sie isoliert nebeneinander betrieben werden. Die USV versorgt dabei zwar nur das reale Gerät mit »sauberem« Strom, muss jedoch das Management des gesamten Systems, das heißt inklusive der gesamten Virtualisierungsschicht im Auge behalten. Kommt es zu einem Stromausfall, werden sowohl physische als auch virtualisierte Server in frei konfigurierbarer Reihenfolge innerhalb der zur Verfügung stehenden Überbrückungszeit ordnungsgemäß heruntergefahren.
Die Shutdown-Routine umfasst dabei auch das geordnete Speichern von Daten und das Beenden von Anwendungen. Ein SNMP-Adapter bildet hierfür die physikalische Schnittstelle, die logische Schnittstelle wird über die RCCMD-Software (Remote Console Command) angesteuert. Gegenüber konventioneller USV-Managementsoftware, so der Hersteller, läuft die Kommunkation der RCCMD-Software mit dem Serversystem rein ereignisgesteuert.
Das Programm wird zunächst auf dem VMware-ESX-Server und auf jedem virtuellen Server installiert. Zwar lassen sich auch mit Hilfe des ESX-Servers virtuelle Server herunterfahren, aber RCCMD verwaltet diesen Prozess speziell in Abhängigkeit zur Überbrückungszeit.
Laut Sven O. Spitzley, Produktmanager bei Online USV-Systeme, wurden vor der Zertifizierung umfangreiche Feldversuche durchgeführt. »In der Praxis ist die RCCMD-Software schnell implementiert.« RCCMD arbeitet mit unbegrenzt vielen virtuellen Servern zusammen und unterstützt ESX 3.x, VMware-Server und Workstation. Eine Server-Lizenz für die Software kostet rund 60 Euro (UVP). Der Hersteller empfiehlt dazu den Einsatz einer Doppelwandler-USV vom Typ Xanto RT, deren Überbrückungszeit auf bis zu 120 Minuten skalierbar ist.
(ID:2010599)