Insolvenz erreicht auch die Nortel-Niederlassungen in Europa Nortel GmbH in europäisches Insolvenzverfahren einbezogen
Nach den Insolvenzanträgen in den USA und Kanada, haben auch die Niederlassungen in Europa entsprechende Anträge gestellt. Die deutsche Nortel-Tochter in Frankfurt/Main wird in ein europäisches Insolvenzverfahren einbezogen, das in Großbritannien geführt wird.
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Wie das Insolvenzgericht in Frankfurt/Main mitteilte, wurde nun auch für die Nortel GmbH mit Sitz in Frankfurt »ein Administrations-Verfahren und damit ein Hauptinsolvenzverfahren im Sinne von Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 1346/2000 eröffnet«. Zu gemeinsamen Insolvenzverwaltern wurden Alan Robert Bloom, Alan Michael Hudson, Stephen John Harris und Christopher John Wilkinson Hill bestellt, die jeweils geschäftsansässig sind c/o Ernst & Young LLP, 1 More London Place, London, SE1 2AF, England (Tel. 0044 207 951 2000, Fax 0044 207 951 1345). Sie sind Verwalter im Sinne des Art. 2 lit. B der Verordnung (EG) Nr. 1346/2000.
Nortel beschäftigt in Deutschland rund 500 Mitarbeiter. Neben dem Hauptsitz in Frankfurt/Main gibt es weitere Standorte in Bonn, Friedrichshafen, München und Stuttgart.
Um finanziell wieder auf die Beine kommen, will Nortel sich auf Kernbereiche konzentrieren und einen Wandel vom Hardware- zum Service-Anbieter durchlaufen. Das hatte der Geschäftsführer von Nortel Deutschland, Wim te Niet, bereits im September im Interview mit unserem Schwesterportal www.IP-Insider.de angekündigt. Im Rahmen dieser Konsolidierungsstrategie hat sich Nortel inzwischen beispielsweise vom Wimax-Markt verabschiedet. Kooperationspartner Alvarion hat bekanntgegeben, dass die erst im Sommer 2008 geschlossene Vertriebsabkommen von Nortel jetzt gekündigt worden sei.
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