Hannover Messe 2024 Nokia MX Grid: KI und ML ganz nahe an der OT-Datenquelle

Von Klaus Länger 2 min Lesedauer

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Mit MX Grid stellt Nokia eine Lösung für Far-Edge-Computing vor, mit der Daten dezentral und ganz nahe an der Datenquelle verarbeitet und analysiert werden. Sie basiert auf drahtlos angebundenen Micro-Edge-Geräten mit einem KI-fähigen Software-Stack.

Mit MX Grid von Nokia soll die Qualitätskontrolle in der industriellen Fertigung durch die Kombination aus Echtzeit-Video-Feeds und KI/ML-Verarbeitung verbessern.(Bild:  Kampan - stock.adobe.com)
Mit MX Grid von Nokia soll die Qualitätskontrolle in der industriellen Fertigung durch die Kombination aus Echtzeit-Video-Feeds und KI/ML-Verarbeitung verbessern.
(Bild: Kampan - stock.adobe.com)

Mit MXIE hat Nokia auf der Hannover Messe eine OT-konforme Industrial-Edge-Lösung mit KI/ML-Verarbeitungsfunktionen für Unternehmen vorgestellt. Sie soll eine Datenvorverarbeitung am Netzwerkrand zur Verbesserung von Produktivität, Effizienz und Agilität ermöglichen. MX Grid soll als weiterer Teil der Nokia One-Plattform die Verarbeitung von OT-Daten ein Stück näher an Datenquellen heranrücken und so die Effizienz des OT-Betriebs in Unternehmen steigern sowie Intelligenz in bestehende OT-Assets bringen.

Verteilt und hypervernetzt

„Wir beobachten in der industriellen Technologie einen signifikanten Trend zur dezentralen Verarbeitung, wobei Rechen- und KI/ML-Funktionen auf Geräte in der Nähe der OT-Datenquelle verlagert werden. In den kommenden Jahren erwarten wir eine stetige Zunahme dieser vernetzten Edge-Knoten, die die eigentliche Grundlage der industriellen Digitalisierung bilden“, stellt Anna Ahrens, Principal Research Analyst, Manufacturing Technology bei OMDIA, fest. Mit MX Grid hat Nokia eine dezentrale KI/ML-Verarbeitungsplattform entwickelt, die diesen Trend aufgreift. Sie nutzt einen Pool orchestrierter, rechenfähiger Feldgeräte, Nokia nennt sie Micro-Edges, die mit einem mit spezialisierten, KI-fähigen Software-Stack ausgestattet sind und sich in unmittelbarer Nähe zu den Maschinen oder anderen Datenquellen wie etwa Kameras befinden. Diese Micro-Edge-Geräte sind laut Nokia über private, drahtlose Netze oder ein zuverlässiges WLAN verbunden.

Der schematische Aufbau von Nokias MX Grid mit MX Grid Micro-Edge-Geräten, dem MXIE als zentralem Hub und der Nokia Digital Automation Cloud als verbindendem Element(Bild:  Nokia)
Der schematische Aufbau von Nokias MX Grid mit MX Grid Micro-Edge-Geräten, dem MXIE als zentralem Hub und der Nokia Digital Automation Cloud als verbindendem Element
(Bild: Nokia)

Ein Anwendungsbeispiel, das der Hersteller nennt, ist die Qualitätssicherung in der Fertigung. Echtzeit-Sensordaten und Videofeeds können durch Micro-Edges mit KI-Hilfe mit minimaler Latenz analysiert werden, um so eine sofortige Reaktion bei Abweichungen auszulösen. Eine tiefere Analyse der Echtzeitdaten für spätere Korrekturmaßnahmen kann dann in einem weiteren Schritt auf einem leistungsstärkeren MX-Industrial-Edge-Rechner erfolgen.

In Verbindung mit der MX-Grid-Anwendung Visual Position and Object Detection (VPOD), einer weiteren Neuvorstellung auf der Hannover Messe, werden industrielle Anlagen und Geräte in Echtzeit mit Videokamera-Feeds und der Hilfe lokal bereitgestellter KI-Algorithmen getrackt, ohne dass dafür Tags notwendig sind. So ist etwa ein schnelleres Tracking von Objekten in der Produktion möglich oder auch ein verbesserter Arbeitsschutz. Denn MX Grid kann laut Nokia die Position von Personen oder Fahrzeugen erfassen und so mögliche Kollisionen mit Robotern oder autonomen Fahrzeugen verhindern oder bei Unfällen Hilfe anfordern.

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