Innere Sicherheit, Zugangslösungen, BI-Anwendungen Neue Märkte auf dem Radar

Von Dr. Stefan Riedl 3 min Lesedauer

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Beim Spezialisten für Videoüberwachung und Perimeterschutz, Axis Communications, geht es schon lange nicht mehr ausschließlich um ­„schnöde“ IP-Kameras. Zukunftsthemen sind unter anderem Zugangs­lösungen, Deep-Learning, KI und Radarüberwachung.

Nächtlicher Vandalismus auf Spielplätzen wird in NRW mit Radartechnik bekämpft.(Bild:  Andriy - stock.adobe.com)
Nächtlicher Vandalismus auf Spielplätzen wird in NRW mit Radartechnik bekämpft.
(Bild: Andriy - stock.adobe.com)

Eskalierende Silvesterfeiern voller Zerstörungswut und Vandalismus, bei denen auch Rettungskräfte und Polizisten angegriffen wurden, empören noch Tage nach den Ereignissen. Möglichkeiten, hier Beweise zu sichern und Chaoten zu stoppen bevor es eskaliert, bietet ein in die breite wachsendes Portfolio von Axis Communications.

Auch im Gesundheitsbereich tragen Mitarbeiter zunehmend Body-Cams.(Bild:  Axis Communications)
Auch im Gesundheitsbereich tragen Mitarbeiter zunehmend Body-Cams.
(Bild: Axis Communications)

Maximilian Galland, Manager Sales DACH des Unternehmens, erläutert die Marschroute: „Axis widmet sich neuen Märkten und Themen, beispielsweise mit Body-Worn-Solutions, also Kameras die am ­Körper getragen werden, in der Regel per Clip an Hemd oder Jacke befestigt. An­gesprochen werden hier vor allem Kunden der ­öffentlichen Hand, wie Polizei oder ­Sanitäter, aber auch privater Objektschutz steht im Fokus.“

Radartechnik trifft auf Videoüberwachung

Perimeterschutz per Radar-Funktion: Axis Communications geht technisch neue Wege.(Bild:  Axis Communications)
Perimeterschutz per Radar-Funktion: Axis Communications geht technisch neue Wege.
(Bild: Axis Communications)

Eine Radar-Video-Fusions-Kamera, die Radar- und Videofunktionalität in einem ­Gerät vereint und nun das Portfolio ergänzt, schlägt in diese Kerbe. „Radar kann beispielsweise nachts eingesetzt werden, um anstelle von visuellen Bildern mithilfe von Radartechnik zu erkennen, ob Personen auf einem Spielplatz unterwegs sind“, so ­Galland. In Gelsenkirchen überwacht zum Beispiel das Ordnungsamt mithilfe von ­Radar bereits DSGVO-konform solche Bereiche zur Vandalismus-Prävention und kann entsprechend präventiv Ordnungs­hüter schicken.

Maximilian Galland, Manager Sales DACH, Axis Communications(Bild:  Axis Communications)
Maximilian Galland, Manager Sales DACH, Axis Communications
(Bild: Axis Communications)

Der Hersteller für IP-basierte Überwachungstechnologie arbeitet hier mit der hauseigenen Analysefunktion „Axis Object Analytics“. Hiermit können Objekte lokalisiert und klassifiziert werden, wobei im Informatik-Kontext auch Menschen zur Klasse „Objekt“ zählen.

So können zum Beispiel rennende Menschen oder verdächtig langsam vorbeifahrende Fahrzeuge eruiert werden. Diese präzise Objektklassifizierung („Mensch“ mit der Eigenschaft „rennend“ oder „Fahrzeug“ mit der Eigenschaft „verdächtig langsam fahrend“) basiert auf Künstlicher Intelligenz, Deep Learning sowie Entfernungs- und Geschwindigkeitsmessung. Sie reduziert die Anzahl der Falschalarme im laufenden Betrieb und damit die Gesamtbetriebskosten des Systems.

Deep Learning auf der Kamera

Der Artpec-8-Chip von Axis bringt Edge-Computing in die Kameras.(Bild:  Axis Communications)
Der Artpec-8-Chip von Axis bringt Edge-Computing in die Kameras.
(Bild: Axis Communications)

Mit dem Artpec-8 hat Axis hat einen eigenen Chip patentiert, mit dem Analyseanwendungen auf Grundlage von Deep Learning samt Entscheidungsfindung direkt auf der Kamera ablaufen können. Auch können ­Videoaufnahmen, die beispielsweise zur ­Beweissicherung dienen, fälschungssicher mit einem Wasserzeichen versehen werden.

Nächtliche Besäufnisse auf Spielplätzen hinterlassen unschöne Spuren.(Bild:  singulyarra - stock.adobe.com)
Nächtliche Besäufnisse auf Spielplätzen hinterlassen unschöne Spuren.
(Bild: singulyarra - stock.adobe.com)

In diesem Zusammenhang können – beispielsweise in Kombination mit BI-Auswertungen – in Supermärkten Schlangen vor Kassen erkannt werden, damit schnell weitere geöffnet werden. „Generell sind BI-Projekte in Kombination mit Kameratechnik immer mehr im Kommen. Neueste Anfragen gehen in Richtung Big Data, KI und BI in Verbindungen mit Auswertungen auf Basis von Azure- beziehungsweise AWS-Technologien“, erläutert der Sales-Chef. „Insbesondere im Projektgeschäft ergeben sich neue Möglichkeiten, die für ITK-Reseller mit IP-Knowhow interessant sind.“ Häufig geht es dabei darum, unter Einbindung von ­Kameratechnik, Prozesse zu automatisieren. Beispielsweise haben Axis-Partner einige automatisierte Zugangslösungen zu Firmengeländen umgesetzt. Hier werden die Kennzeichen von LKWs per Kamera erfasst, mit einer Whitelist abgeglichen und Schranken entsprechend automatisch geöffnet.

Brot- und Buttergeschäft

Doch auch wenn Projekte tendenziell hin zu ausgefuchsteren Lösungsszenarien tendieren, gibt es nach wie vor das Brot- und Buttergeschäft: ein Firmengelände und eine passende Anzahl an passenden IP-Kameras mit Aufnahme-Software und Archivierung. Dafür hatte Axis vor geraumer Zeit eine eigene Produktlinie am Start. „Auch wenn es die Produktlinie so nicht mehr gibt – die Grundidee der Companion-Line bleibt erhalten, nämlich ITK-Reseller und -Dienstleister dazu zu befähigen, kleinere Projekte mit bis zu fünf Kameras plus Software einfach aus einer Hand zu stemmen.“

Hier bietet sich der S3008-Rekorder aus dem Axis-Portfolio in Kombination mit einer Reihe möglicher Kameras aus dem Axis-M-Segment und der hauseigenen Videomanagement-Software an. Partner können mit dem „Axis Site Designer“ softwaregestützt die passenden Produkte für das laufende Projekt herausfinden. Mit dem Tool kann über eingegebene Eckdaten das gesamte Projekt geplant werden – vom Entwurf bis zum Projektabschluss.

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