Unternehmens-Software MKS Goliath.NET macht ERP-CRM-DMS-Inseln zu Festland

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Dr. Stefan Riedl / Dr. Stefan Riedl

Schubladendenken fällt schwer bei der Software „MKS Goliath.NET“. Die ERP-Lösung ist gleichermaßen ein CRM-System sowie eine Collaboration- und Dokumentenmanagement-Lösung sowie Bürosuite und Ticketsystem für Systemhäuser. IT-BUSINESS sprach mit dem MKS-Vorstandsvorsitzenden Michael Kempf.

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MKS ist ein Mittelständler aus Friedrichshafen.
MKS ist ein Mittelständler aus Friedrichshafen.
(Bild: MKS)

Nachdem im Herbst vergangenen Jahres auf der MKS-Hausmesse (siehe Bildergalerie), der zweiten User Conference in Friedrichshafen, der Startschuss für „MKS Goliath-NET“ fiel, zog MKS-Vorstandsvorsitzender Michael Kempf im Gespräch mit IT-BUSINESS nun eine erste Bilanz: MKS Goliath.NET sei als Weiterentwicklung der Vorgänger-Versionen in Kooperation „mit Kunden, Partnern und Herstellern“ entstanden. Das Ergebnis könne sich sehen lassen, so der MKS-Chef nicht ohne Stolz.

2. MKS User Conference – Hausmesse

MKS Goliath.Net

Das ERP-System MKS Goliath.NET (32/64-Bit) basiert auf Visual Studio 2012, ist mehrmandantenfähig und benötigt keine Client-Installation mehr. Zu den Neuerungen zählt unter anderem die Möglichkeit, Word-Dokumente direkt aus MKS Goliath.NET zu erzeugen, kollaborativ gemeinsame Versionen zu bearbeiten oder PDF-Dokumente mit Hilfe von digitalen Stempeln zu signieren und freizugeben. Zentral ist die Gliederung in verschiedene Branchenlösungen, die für MKS Goliath.NET entwickelt worden sind, nämlich konkret folgende Varianten:

  • Systemhaus Edition
  • Production Edition
  • Food Edition
  • Copy & More Edition
  • Business Edition (flexibel und modular)

40 Mannjahre Aufwand

Den zeitlichen Aufwand bis zur Auslieferungsreife betrug immerhin 51 Monate Entwicklungszeit, so Kempf. „Das entspricht rund 85 000 Stunden, die mit etwa 40 Mannjahren gleichzusetzen sind, die wir für Entwicklung und den Feinschliff benötigten.“ Investiert hat das Unternehmen in die neue Lösung bis zur Vorstellung auf der Hausmesse etwa 2,7 Millionen Euro. Ein enormer Kraftaufwand für einen Mittelständler, wie der Unternehmer betont. „Zumal während der Entwicklungsphase das Tagesgeschäft der MKS AG ohne Unterbrechung weiter laufen musste.“

Integration von Inseln

Vom Selbstverständnis her, soll MKS Goliath.NET Insellösungen zu einer Gesamtlösung integrieren: CRM, Aufgabenplanung, Auswertungs-Center, Dokumentenmanagement, Auftragswesen, Mitarbeitereinsatzplanung, Zahlungsverkehr, Kampagnenmanagement, Vertragswesen, Schnittstellen für die Finanzbuchhaltung, Bestellwesen, Ticketing, Arbeitszeitabrechnungen, Anbindung mobiler Devices et cetera. Die vielstrapazierte Phrase „eierlegende Wollmilchsau“ drängt sich regelrecht auf und der Namen „Goliath“ scheint in Hinblick auf den Funktionsumfang zu passen.

Komplexität...

Allerdings dürften die große Funktionstiefe und Mächtigkeit der Unternehmens-Software auch mit einem erhöhten Schulungsaufwand einher gehen, spätestens dann, wenn Administratoren tief einsteigen, beispielsweise in das umfangreiche rollenbasierte Rechtesystem samt Gruppenrichtlinien.

...und Einfachheit

Michael Kempf, Vorstandsvorsitzender der MKS AG
Michael Kempf, Vorstandsvorsitzender der MKS AG
(Bild: MKS)
Für Kempf steht in diesem Zusammenhang der Endanwender im Vordergrund, der sich seinen Arbeitsbereich mit minimaler Komplexität einrichten kann – von der Benutzeroberfläche bis hin zu dymanisch generierbaren Dashboards mit den individuell wichtigen Informationen.

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