KI-Agenten als Gamechanger Mit KI gegen Offshoring und Fachkräftemangel

Von Agnes Panjas 3 min Lesedauer

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Steigende Kosten und Fachkräftemangel setzen Unternehmen zunehmend unter Druck. Schnelle Abhilfe verspricht der Einsatz von KI-Agenten. Doch können KI-Agenten wirklich Offshoring-Kosten senken, fehlende Fachkräfte ergänzen und Innovationszyklen beschleunigen?

Digitaler Mitarbeiter gegen Fachkräftemangel: Sind KI-Agenten wirklich die Lösung?(Bild:  Canva / KI-generiert)
Digitaler Mitarbeiter gegen Fachkräftemangel: Sind KI-Agenten wirklich die Lösung?
(Bild: Canva / KI-generiert)

Error 404: Mitarbeiter und Code nicht gefunden. Beide Probleme sind Unternehmen immer häufiger bekannt. Wenn IT-Strukturen veraltet und Fachkräfte Mangelware sind, können KI-Agenten Abhilfe schaffen. Im Gegensatz zu einfachen KI-Modelle bestehen sie aus verschiedenen KI-Anwendungen, die ineinandergreifen und autonom agieren. Dominik Beierschoder, Managing Director Cloud bei Slalom Germany, ist davon überzeugt, dass „KI-Agenten einen großen Teil der Aufgaben automatisiert erledigen können, die traditionell von Offshore-Arbeitskräften übernommen wurden.“ Beierschoder ist der Meinung, dass Unternehmen, die diese Technologien frühzeitig einsetzen und gleichzeitig in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren, künftig einen erheblichen Wettbewerbsvorteil erlangen werden. Dem Experten zufolge beschleunigen Investitionen in KI-Agenten auch die Innovationszyklen.

KI-Agenten als Schlüssel zu mehr Compliance und Innovation

Die Einsatzmöglichkeiten von KI-Agenten sind vielfältig und revolutionieren bereits heute zahlreiche IT-Prozesse. Besonders beeindruckend ist ihre Fähigkeit, autonom komplexe Probleme zu lösen:

  • Agenten analysieren selbstständig Codes, identifizieren Fehlerquellen und schlagen Optimierungen vor.
  • Interne Teams können hochkomplexe Systeme effizient verwalten. Die KI-Systeme lernen kontinuierlich aus ihren Analysen und verbessern ihre Problemlösungskompetenz stetig.

Dominik Beierschoder ist Managing Director Cloud bei Slalom Germany.(Bild:  Fotostudio Sauter / Slalom Germany)
Dominik Beierschoder ist Managing Director Cloud bei Slalom Germany.
(Bild: Fotostudio Sauter / Slalom Germany)

Laut Beierschoder haben KI-Agenten das Potenzial, Innovationszyklen zu verkürzen, indem sie hochkomplexe Aufgaben effizient bewältigen und sich kontinuierlich weiterentwickeln. Ein weiterer Vorteil sei ihre Fähigkeit, die Einhaltung von regulatorischen Anforderungen zu überwachen. „KI-Agenten können die Einhaltung regulatorischer Anforderungen überwachen, bei Abweichungen sofort Alarm schlagen und den Mitarbeitern Korrekturen vorschlagen“, betont Beierschoder. Dies reduziere die Abhängigkeit von externen Beratern bei Audits und Prüfungen und minimiere das Risiko kostspieliger Compliance-Verstöße.

Was sind KI-Agenten?

KI-Agenten sind Programme oder Systeme, die in der Lage sind, autonom zu arbeiten, um spezifische Aufgaben oder Ziele zu erreichen. Sie nutzen Algorithmen und Datenanalyse, um Informationen zu verarbeiten, Entscheidungen zu treffen und Aufgaben durchzuführen, oft auf eine Weise, die menschliches Entscheidungsverhalten simuliert. Wichtige Merkmale von KI-Agenten umfassen:

  • Autonomie: Sie können unabhängig handeln und ohne ständige menschliche Eingriffe Aufgaben erledigen.
  • Reaktivität: KI-Agenten können auf Veränderungen in ihrer Umgebung reagieren.
  • Proaktivität: Sie sind in der Lage, ihre eigenen Ziele und Aufgaben durch die Initiierung von Aktionen zu verfolgen.
  • Lernfähigkeit: Mithilfe von Techniken des maschinellen Lernens können sie aus Erfahrungen lernen und sich anpassen, um ihre Leistung im Laufe der Zeit zu verbessern.
  • Interaktivität: Sie können mit anderen Agenten oder Menschen interagieren und kommunizieren, um bestimmte Ziele zu erreichen.

Effizienz und Erneuerung: Der Mittelstand im Spannungsfeld alter Applikationen

Vor allem im deutschen Mittelstand sind die Applikationslandschaften über Jahrzehnte in verschiedenen Programmiersprachen gewachsen und immer komplexer geworden. Das Ergebnis: Große Teams an internen Mitarbeitern und vor allem Offshoring-Kräften, die die gewachsenen, ineffizienten und starren Applikationen unter Zeit- und Kostendruck lediglich verwalten und dabei Modernisierungsbedarfe vernachlässigen.

Gerade hier wird der Einsatz von KI-Agenten zum echten Gamechanger: Mit Einsatz der Technologie können kleine Teams mittel- bis langfristig die Leistung großer Offshoring-Teams erbringen, während Agilität und Innovation im Unternehmen stetig zunehmen. Damit treten strategische Partnerschaften, die gezielte Unterstützung für diese Reise bieten und sich auf Kollaboration fokussieren, künftig an die Stelle von Offshore-Firmen.

Dominik Beierschoder, Managing Director Cloud bei Slalom Germany

Die neue Währung: KI-Kompetenz für alle Mitarbeiter

Zum echten Gamechanger könnte laut Beierschorder der Einsatz von KI-Agenten jedoch erst durch die Kombination mit gezieltem Upskilling der Mitarbeiter werden. „Die Ausstattung von Mitarbeitern mit KI-Skills führt zur langfristigen Kultivierung von Expertise im Unternehmen und zur Begeisterung von Mitarbeitern. Dadurch sind diese in der Lage, Modernisierungsprojekte künftig selbst anzustoßen und durchzuführen", sagt Beierschoder. Unternehmen, die in die Weiterbildung ihrer Belegschaft investieren, profitieren doppelt: Sie nutzen die Effizienz der KI-Agenten und schaffen eine zukunftsfähige Unternehmenskultur, in der Mitarbeiter mit modernsten Technologien arbeiten.

Über Slalom

Slalom ist ein weltweit operierendes Technologieberatungsunternehmen mit Hauptsitz in Seattle (Washington, USA). Mit über 12.000 Mitarbeitern in 53 Büros in 12 Ländern bietet Slalom End-to-End-Lösungen in den Bereichen Cloud, Künstliche Intelligenz und Daten, um Kunden bei der Generierung von Geschäftswerten zu unterstützen. Seit 2022 ist Slalom Germany ein Partner großer und mittelständischer Unternehmen in der DACH-Region. An den Standorten München, Düsseldorf und Frankfurt am Main arbeiten rund 200 Mitarbeiter.

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