KI-Strategie von Fujitsu Mensch und KI sind am Zug

Von Alexander Siegert 2 min Lesedauer

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Die KI-Strategie von Fujitsu verschreibt sich ganz der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Künstlicher Intelligenz. Als ersten Schritt plant der Hersteller, Fujitsu Data Intelligence PaaS als Teil seines Uvance-Portfolios anzubieten.

Auch bei Fujitsu macht man sich über die nächsten Schachzüge auf dem KI-Spielbrett Gedanken.(Bild:  whyframeshot - stock.adobe.com)
Auch bei Fujitsu macht man sich über die nächsten Schachzüge auf dem KI-Spielbrett Gedanken.
(Bild: whyframeshot - stock.adobe.com)

Fujitsu hat den nächsten Schachzug bei der firmenweiten KI-Strategie gemacht und erste Details bekannt gegeben. Man will sich vornehmlich um Datenintegration und den Ausbau generativer KI-Fähigkeiten kümmern. Fujitsus Vision malt sich die KI als einen zuverlässigen Verbündeten aus, der Produktivität und Kreativität steigern soll. Ab März 2024 will man daher spezielle Beratungsservices für KI und verwandte Technologien anbieten. Das Uvance-Portfolio wird mit Fujitsu Data Intelligence PaaS erweitert und ist zunächst für Anwender in Japan und ab April 2024 für den globalen Markt verfügbar.

Im April 2023 stellte Fujitsu bereits seine eigene cloudbasierte KI-Plattform Kozuchi vor. Die Plattform ermöglicht es Anwendern, den Einsatz von KI-Technologien selbst zu testen. Der Hersteller plant, KI-Funktionen in Lösungen für die vier branchenübergreifenden vertikalen Bereiche von Fujitsu Uvance zu integrieren. Zusätzlich wird Data Intelligence PaaS auch Track and Trust, das Blockchain-Angebot des Unternehmens, umfassen. Dieses soll die Verknüpfung und Rückverfolgbarkeit von Daten über Unternehmen und Branchen hinweg ermöglichen und Unterstützung für Datenplattformen wie Palantir und Microsoft Azure bieten.

Zusätzlich zur Forschung und Entwicklung einer verteilten Trainingsmethode für maschinelles Lernen mit dem Supercomputer Fugaku hat Fujitsu im Dezember 2023 ein spezielles Modell für maschinelles Lernen auf der Basis von Open LLM entwickelt, um die Leistung im Japanischen zu verbessern. Das Unternehmen will also beim Thema Künstliche Intelligenz weiter Druck ausüben.

Generative KI-Mischtechnologie

Der Hersteller treibt auch die Entwicklung seiner eigenen generativen KI-Technologie voran, die sich auf Bild- und Code-Generierung spezialisiert. Zusätzlich arbeite man an einer generativen KI-Mischtechnologie, die es ermöglicht, generative KI-Modelle mit denen von Partnerunternehmen zu integrieren, ohne dass ein erneutes Trainieren erforderlich ist. Die Genauigkeit der Modelle und eine verbesserte Kosteneffizienz sollen bei der Entwicklung im besonderen Fokus stehen.

Des Weiteren kombiniert Fujitsu die Knowledge-Graph-Technologie, die die Überprüfung von Beziehungen über mehr als einer Milliarde Knoten ermöglicht, mit generativer KI und vertrauenswürdiger Internettechnologie. So will man Nutzern die Gelegenheit zu geben, die Zuverlässigkeit von Daten zu bestimmen. Die Entwicklung einer generativen KI-Vertrauens-Technologie soll sicherstellen, dass der Output auch gesetzliche und interne Vorschriften einhält.

Ab April 2024 plant man, diese generativen KI-Mischtechnologien, die generative KI-Vertrauens-Technologie und LLMs, die sicher in lokalen Umgebungen eingesetzt werden können, registrierten Nutzern über dasFujitsu Research Portal anzubieten.

Um kreatives Experimentieren und die Weiterentwicklung von KI-Technologien zu fördern, setzt Fujitsu seit Mai 2023 aktiv auf KI für die interne Nutzung in Bereichen wie Codegenerierung und die Erstellung interner Berichte. So sollen Potenziale generativer KI erforscht und letztlich neue kommerzielle Lösungen für Kunden gefunden werden. Denn auch bei Fujitsu ist man sich sicher: Die KI-Partie endet nicht hier. Es sind lediglich Auftaktbewegungen zu einem enormen Geschäft.

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