Seagate Exos M Mehr Speicherplatz: Seagates HAMR-Festplatten mit 36 TB

Von Klaus Länger 1 min Lesedauer

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Seagate hat die Mozaic-3+-Technologie weiterentwickelt und bringt nun 3,5-Zoll-SMR-Festplatten mit bis zu 36 TB Speicherkapazität auf den Markt, also 3,6 TB pro Platter. Im Labor laufen bereits Magnetscheiben mit einer Kapazität vom mehr als sechs TB.

Die Weiterentwicklung der HAMR-Technologie Mozaic 3+ von Seagate ermöglicht nun Exos-Festplatten mit 36 TB Kapazität. Sie werden zur Qualifikation an ausgewählte Kunden geschickt.(Bild:  Seagate)
Die Weiterentwicklung der HAMR-Technologie Mozaic 3+ von Seagate ermöglicht nun Exos-Festplatten mit 36 TB Kapazität. Sie werden zur Qualifikation an ausgewählte Kunden geschickt.
(Bild: Seagate)

Cloud-Anbieter und KI-Firmen lechzten nach Datenträgern mit höherer Kapazität bei gleichem Platzbedarf im Storage-System. Seagate hat nun die Speicherkapazität der HAMR-Festplatten mit 10 Plattern von 32 auf 36 TB gebracht. Damit ist es derzeit das einzige Unternehmen, das eine Flächendichte von 3,6 TB pro Magnetscheibe erreichen kann. Die neue 36-TB-Variante der Exos M erreicht ihre extrem hohe Kapazität allerdings durch die Nutzung des SMR-Verfahrens mit überlappenden Datenspuren, was die Schreibgeschwindigkeit vermindert. Bei der CMR-Variante der Exos M liegt das Limit weiterhin bei 30 TB.

Die 36-TB-Variante der HDD wird laut Seagate derzeit an ausgewählte Kunden zur Qualifizierung geschickt. Gleichzeitig baut das Unternehmen die Fertigung der 32-TB-SMR-Modelle für die Serienlieferung aus. Sie gehen momentan primär an Hyperscaler. Im Vergleich zu herkömmlichen 10-TB-HDDs wie der Exos X10 bietet die Exos M diesen Kunden 300 Prozent mehr Kapazität pro Rack mit einer gleichzeitigen Senkung des Stromverbrauchs um 60 Prozent pro Terabyte und 25 Prozent weniger Kosten pro Terabyte, so Seagate. Zu den ersten Herstellern, die Seagate Exos-M-Festplatten einsetzen, gehört Dell Technologies mit den Powerscale-Systemen für KI-Anwendungen wie RAG, Inferenz und agentengestützte Workflows.

Weiterentwicklung von Mozaic 3+

Der schematische Aufbau von Seagates Mozaic-3+-Plattform. Ein mikroskopisch kleiner Laser erhitzt mit Hilfe weiterer Komponenten einen wenige Nanometer großen Punkt auf der Plattenoberfläche mit einer Eisen-Platin-Legierung, was deren magnetische Eigenschaften verändert und das Speichern eines Bits auf einer geringeren Fläche ermöglicht. Das vergrößert die Flächendichte auf inzwischen 3,6 TB pro Magnetscheibe. Ein verbesserter Lesekopf und ein leistungsfähiger 12-nm-Controller sind weitere Bausteine.(Bild:  Seagate)
Der schematische Aufbau von Seagates Mozaic-3+-Plattform. Ein mikroskopisch kleiner Laser erhitzt mit Hilfe weiterer Komponenten einen wenige Nanometer großen Punkt auf der Plattenoberfläche mit einer Eisen-Platin-Legierung, was deren magnetische Eigenschaften verändert und das Speichern eines Bits auf einer geringeren Fläche ermöglicht. Das vergrößert die Flächendichte auf inzwischen 3,6 TB pro Magnetscheibe. Ein verbesserter Lesekopf und ein leistungsfähiger 12-nm-Controller sind weitere Bausteine.
(Bild: Seagate)

Die Basis für die Festplatten bildet die Mozaic 3+-Plattform, die branchenweit erstmalige Implementation der HAMR-Technologie. „Seagate bleibt weiterhin führend im Bereich der Flächendichte und bietet derzeit Laufwerke mit bis zu 36 TB an. Zudem setzen wir konsequent unsere Innovationsstrategie um und haben in unseren Testlaboren erfolgreich Kapazitäten von mehr als 6 TB je Scheibe demonstriert“, sagt Dave Mosley, CEO von Seagate, zu den neuen Exos-M-Modellen. Durch die Weiterentwicklung der HAMR-Technologie soll die Flächendichte zukünftig auf bis zu 10 TB je Scheibe erhöht werden.

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