Britische Tochter wird geschlossen Maxdata-Insolvenz fordert das erste Opfer
Nach übereinstimmenden Berichten der britischen Computerpresse ist die dortige Maxdata-Niederlassung geschlossen worden. Für die Kundenbetreuung ist trotz der Insolvenz gesorgt.
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Als die Maxdata AG am 25. Juni Insolvenz-Antrag stellte IT-BUSINESS berichtete, betraf das auch alle ausländischen Landesgesellschaften, außer in der Schweiz und den Niederlanden. Ein erstes Opfer der Insolvenz ist nun die britische Tochter, Maxdata UK Ltd. Die Niederlassung wurde geschlossen, 12 Mitarbeiter werden voraussichtlich ihren Job verlieren.
Für die Kunden wird trotzdem gesorgt. Laut einem Bericht von Personal Computer World werden Bestellungen und Kundenbetreuung ab sofort von der Niederlassung Maxdata Benelux B.V. in Belgien übernommen. Die Abwicklung der Servicefälle sei trotz der Insolvenz ebenfalls gesichert. Diese sei an eine dritte Firma vergeben worden, deren Namen allerdings nicht genannt wird.
Für den deutschen Markt ist noch keine endgültige Regelung in Sachen Gewährleistungen und Service gefunden. Dr. Dirk Andres vom Büro des Insolvenzverwalters konnte bislang nur eine Regelung für neue verkaufte Waren präsentieren (siehe Artikel »Maxdata-Garantien für neue Geräte gesichert«). Im Gespräch mit IT-BUSINESS betonte er, dass er darum wisse, wie wichtig das Thema für Reseller und Kunden sei. Es werde fieberhaft daran gearbeitet, zu einer Lösung zu kommen, die die Insolvenz überdauert. Details wolle er jedoch erst nennen, wenn alles in trockenen Tüchern ist. »Ich möchte hier keine Dinge verbreiten, die sich nachher vielleicht doch als nicht realisierbar herausstellen«, begründet Andres seine Zurückhaltung.
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