Netzwerk-Redesign ohne Hämmern und Bohren über bestehende Koaxial-Kabel Lindner-Hotelgruppe stellt auf IPTV um
Die Lindner-Hotelgruppe macht ihre Häuser in Düsseldorf und Frankfurt per dLAN von Devolo fit für die digitale Zukunft. IPTV ist nur einer der vielen neuen Vorteile für Gäste und Management.
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Hotels heute: Fernsehen über Satellit, Spielfilme über Pay-TV, Gespräche über Analogtelefon und Internet in ISDN-Geschwindigkeit am öffentlichen Computer neben der Rezeption. Hotels morgen: digitales IPTV, Kinovergnügen mit Video on Demand, Telefonie über IP und breitbandiges Highspeed-DSL. Im Lindner Congress Hotel Düsseldorf und im Lindner Congress Hotel Frankfurt hat die digitale Zukunft bereits im Oktober 2007 begonnen. Ein großer Zeitsprung mit hohem Zeitaufwand? Im Gegenteil. Weil die Daten per »dLAN« von Devolo über die bestehenden Koaxial-Leitungen in die Zimmer geliefert werden, musste weder gebohrt und gestemmt noch der laufende Hotelbetrieb eingeschränkt werden.
Fernsehen ohne Flimmern
Seit Mitte der 90er Jahre beanspruchen die Hoteliers der Lindner-Hotelgruppe ein Etikett für sich, das in der Branche zunehmend an Bedeutung gewinnt: die Innovationsführerschaft in Sachen mobile Kommunikationstechnologie. Vorreiter war das Unternehmen schon, als es darum ging, Internet und Fax per Analogmodem und später per ISDN in jedes Zimmer seiner Businesshotels zu bringen.
Der nächste Schritt in Richtung Zukunft wurde im Sommer 2007 beschlossen: IPTV, Fernsehen über das Internet, in den Häusern in Düsseldorf und Frankfurt. Das einzige Problem war, bis zu 1.500 nationale und internationale Fernsehkanäle in hoher Qualität störungsfrei in die Zimmer zu liefern. Denn das bestehende WLAN taugt kaum dazu, derart umfangreiche Datenmengen zu transportieren. Zwar liegt die Bruttodatenrate bei 54 Megabit in der Sekunde, müssen die Funksignale jedoch Wände passieren, bleiben bestenfalls 50 Prozent der Ursprungsleistung erhalten. Ein klassisches LAN per Netzwerkkabel schied wegen des baulichen Aufwands aus. In Düsseldorf hätten Datenleitungen in 259 Zimmer gezogen werden müssen, in Frankfurt wären es 285 Zimmer und 18 Apartments gewesen. Um den Aufwand zu senken und die Nerven der Gäste zu schonen, entschied sich das Management für Devolo dLAN.
LAN ohne Lärm
»Von diesem Ansatz waren wir von Anfang an überzeugt«, erklärt Gunnar von Hagen, Leiter Operations und zentrales Projektmanagement bei Lindner. Die Lösung benötigt keine neue Infrastruktur, sondern nutzt einfach die bestehende – in diesem Fall die Coaxstränge, die bislang das Satelliten-TV in die Zimmer transportierten. Vor die Coaxverteiler, die jeweils drei bis sechs Zimmer mit digitalem Fernsehen beliefern, wurden die dLAN 200 AVpro i als Master geschaltet, die Ethernet-Daten für den Versand per Antennenkabel umwandeln und in Richtung Gästezimmer schicken. Dort formt ein dLAN 200 AVpro i im Slave-Modus die Daten wieder so um, dass sie ans IP-Fernsehgerät übergeben werden können.
Lesen Sie auf der folgenden Seite, wie die Netze konkret strukturiert wurden.
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