Unsicherheit bei Zöllen ist größte Herausforderung Lenovo hält an Produktion in China fest

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Trumps Importzölle treffen auch den chinesischen PC-Hersteller Lenovo. Dennoch will dieser an der Produktion in China festhalten. Die größte Herausforderung sei die momentane Unsicherheit, sagt Firmenchef Yang Yuanqing.

Die amerikanische Zoll- und Handelspolitik zwingt auch Lenovo zum Handeln. (Bild: ©  Miha Creative - stock.adobe.com)
Die amerikanische Zoll- und Handelspolitik zwingt auch Lenovo zum Handeln.
(Bild: © Miha Creative - stock.adobe.com)

Donald Trumps Importzölle haben den chinesischen PC-Hersteller Lenovo kalt erwischt. Doch der Konzern will sich anpassen. In Deutschland kommt jeder dritte PC von Lenovo. Der weltgrößte PC-Hersteller Lenovo will trotz der US-Importzölle an der Produktion in China festhalten. „China gibt uns eine Menge Vorteile bei der Fertigung“, sagte Firmenchef Yang Yuanqing dem ‚Wall Street Journal‘ und verwies auf Kosten und Effizienz.

Hohe Zollkosten

Im März habe die Verdoppelung der Zölle auf Waren aus China durch US-Präsident Donald Trump den chinesischen Konzern 15 Millionen Dollar gekostet, da man keine Zeit gehabt habe, sich darauf vorzubereiten. Im April schraubte Trump die China-Zölle auf 145 Prozent hoch, die Erhöhung ist aber inzwischen ausgesetzt. Lenovo hat zugleich Werke in verschiedenen Ländern - und Analysten erwarten, dass der Konzern PCs in die USA aus Vietnam liefern wird. Auch da ist allerdings noch offen, wie hoch die US-Zölle am Ende sein werden. „Die Herausforderung ist nicht der Importzoll an sich, es ist die Unsicherheit“, sagte Yuanqing. „Solange wir wissen, was das Endspiel ist, werden wir uns schnell anpassen.“ Die weitaus meisten PCs aller Hersteller werden in China gebaut.

Im vergangenen Quartal stieg der Lenovo-Umsatz im Jahresvergleich um 23 Prozent auf rund 17 Milliarden Dollar - und damit stärker als von Analysten erwartet. Unterm Strich fiel der Gewinn um 64 Prozent auf 90 Millionen Dollar.

Welche Rolle spielen Lenovo-PCs in Deutschland?

Im Deutschland erreichte Lenovo zuletzt nach einem Absatzplus von gut 14 Prozent einen Anteil von 33,4 Prozent am PC-Markt. Ein zentraler Treiber für das Geschäft ist das anstehende Ende der Unterstützung des Betriebssystems Windows 10 im Oktober, sagte Deutschlandchef Mirco Krebs. Darüber hinaus wachse das Geschäft mit sogenannten KI-PCs, die speziell für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz ausgerüstet sind. Ihr Anteil sei von 2,8 auf 7 Prozent gestiegen.

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