Studie von BQ und GfK über das Kauf- und Konsumverhalten von Smartphone-Nutzern Laufzeit, Preis und Betriebssystem entscheiden

Redakteur: Wilfried Platten

Im Auftrag des Smartphone-Anbieters BQ hat die GfK im Frühjahr 2015 eine Befragung zum Kauf- und Nutzungsverhalten unter Smartphone-Besitzern in neun europäischen Ländern durchgeführt.

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Die entscheidenden Kriterien beim Smartphone-Kauf
Die entscheidenden Kriterien beim Smartphone-Kauf
(Bild: BQ)

Für 79 Prozent der deutschen Studien-Teilnehmer steht danach die Akkulaufzeit beim Kauf eines Handys unter den Entscheidungskriterien an erster Stelle. In der Präferenz-Skala folgen der Preis (72 Prozent), das Betriebssystem (71 Prozent) und die SIM-Freiheit (70 Prozent) auf den nächsten Plätzen.

Neben dem Smartphone besitzen 93 Prozent der Umfrageteilnehmer ein Festnetztelefon, 98 Prozent einen Desktop-Rechner und immerhin noch 57 Prozent ein Tablet. Die durchschnittliche Gesamtnutzungsdauer des Smartphones beträgt bei 37 Prozent der Befragten mehr als zwei Stunden pro Tag.

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Im Schnitt haben die Smartphone-Besitzer 296 Euro für ihre Geräte bezahlt. Bei einer Neuanschaffung wären sie bereit 303 Euro auszugeben. Dabei sind die Männer ausgabefreudiger als Frauen. Ihr neues Smartphone kostet durchschnittlich 332 Euro, bei Frauen sind es 292 Euro.

Smarthome

Die Studie untermauert den Trend zum Online-Shopping: 42 Prozent der Befragten kaufen ihr Smartphone über einen Webshop, 30 Prozent im Laden. Lediglich 17 Prozent beziehen ihr Smartphone noch über den Netzbetreiber im Rahmen eines Vertrages.

Trotz eines meist vorhandenen Festnetzanschlusses nutzen die Befragten das Smartphone vor allem zu Hause. Mit mehr als drei Stunden täglicher Nutzung verbringen junge Menschen zwischen 15 und 35 Jahren am meisten Zeit an ihrem Smartphone.

Rund 66 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass der wichtigste Vorteil ihrer Handys die Kamera sei – gefolgt von der Nutzung zur Kontaktpflege (58 Prozent) und zum Internetzugriff (57 Prozent). Dagegen kommen die sozialen Medien nur auf 35 Prozent. Nur 23 Prozent sehen ihr Smartphone als nützliches Arbeitsgerät – und das trotz vermehrter Diskussionen um Mobility und Bring-your-own-Device (BYOD) in der Arbeitswelt. Auch der Trend zum Mobile Payment scheint bislang nur eine untergeordnete Rolle zu spielen: nur 16 Prozent der Befragten bezahlen mit ihrem Smartphone.

Europäische Differenzen

Die GfK-Erhebung zeigt auch Unterschiede im Umgang mit Smartphones über die europäischen Ländergrenzen hinweg auf. Die Akkuleistung hat neben Deutschen auch für Briten, Schweden, und Österreicher den höchsten Stellenwert. Und wie hierzulande hat auch in Italien die SIM-Freiheit eines Smartphones große Bedeutung. In Deutschland, Österreich, Schweden und Großbritannien nutzen die Befragten ihr Smartphone wesentlich häufiger zuhause als in den anderen Ländern. Interessant auch: Die Deutschen, Österreicher und Schweizer legen vergleichsweise viel Wert auf die Videofunktion ihrer Geräte.

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