SOTI: Healthcare-Report KI läuft auf veralteten IT-Systemen

Von Susanne Ehneß 2 min Lesedauer

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Laut einer Studie von SOTI wird im Gesundheitswesen zwar vermehrt künstliche Intelligenz eingesetzt, doch die dahinterliegenden IT-Systeme sind nicht auf dem neuesten Stand – was sie angreifbar macht und Ausfälle verursacht.

Telemedizin und KI werden vermehrt genutzt, jedoch oft auf Basis veralteter IT-Systeme.(Bild:  KI-generiert)
Telemedizin und KI werden vermehrt genutzt, jedoch oft auf Basis veralteter IT-Systeme.
(Bild: KI-generiert)

Der aktuelle Healthcare-Report „Digitale Zwickmühle im Gesundheitswesen: Zwischen Innovationsdruck und Systemrisiken“ von SOTI legt den Finger in die Wunde: Die IT-Systeme im deutschen Gesundheitswesen sind demnach großteils veraltet. 96 Prozent der IT-Entscheider haben Legacy-Systeme im Einsatz, und 97 Prozent haben deshalb in irgendeiner Form Probleme bei der Nutzung von IoT- und telemedizinischen Endgeräten.

Die konkreten Zahlen zeigen, dass die Modernisierung des Gesundheitswesens durch veraltete IT-Infrastruktur ausgebremst wird. Demnach betreiben 60 Prozent der Befragten ihre vernetzten Geräte oder Telemedizin-Lösungen auf nicht integrierten, veralteten Systemen. Laut SOTI wirke sich dies negativ auf die Interoperabilität aus und erhöhe die Sicherheitsanfälligkeit. Die Studie ergab, dass 61 Prozent der Organisationen Ausfallzeiten aufgrund technischer Probleme verzeichnen. Und 37 Prozent der Befragten sehen sich nicht in der Lage, neue mobile Geräte oder Drucker bereitzustellen und zu verwalten. 17 Prozent sind der Ansicht, dass die Verwaltung der Sicherheit gemeinsam genutzter Geräte die größte Herausforderung sei.

„Obwohl die Einführung zukunftsweisender Technologien weltweit voranschreitet und der Einsatz von KI im Gesundheitssektor stark zunimmt, offenbart unser neuester Bericht noch immer erhebliche Herausforderungen beim Gerätemanagement und der Sicherheit von Patientendaten“, betont Stefan Mennecke, VP of Sales, Middle East, Africa & Central, Southern and Eastern Europe bei SOTI. „Veraltete Systeme behindern die Integration neuer Technologien und verursachen Compliance-Probleme. Um das Risiko für Patienten zu reduzieren und Behandlungsergebnisse zu verbessern, muss der Sektor deshalb in leistungsstarke Enterprise-Mobility-Management-Lösungen investieren, die volle Gerätetransparenz, operative Intelligenz und Fernwartung bieten, um die noch immer bestehende technologische Lücke zu schließen.“

Einsatz von KI

Die SOTI-Studie erfasste auch die aktuelle Nutzung von KI-Lösungen:

• 68 Prozent (weltweit 60 Prozent) nutzen KI zur Verarbeitung und/oder Analyse medizinischer Daten,
• 63 Prozent (weltweit 59 Prozent) zur Aktualisierung von Patientenakten,
• 44 Prozent (weltweit 46 Prozent) zur Planung des besten Behandlungsverlaufs,
• 41 Prozent (weltweit 45 Prozent) zur Personalisierung von Behandlungen,
• 40 Prozent (in Deutschland und weltweit) zur Diagnose von Erkrankungen,
• 37 Prozent (weltweit 45 Prozent) für andere administrative Zwecke.

Gerade bei der Nutzung neuer Technologien wie KI sei es laut SOTI wichtig, über gestärkte Backend-Systeme zu verfügen. „Gesundheitsorganisationen bewegen sich hinsichtlich der Modernisierung ihrer IT-Landschaften zwar zunehmend in die richtige Richtung“, heißt es dazu. Um jedoch neue Technologien wirklich uneingeschränkt nutzen zu können, müssten sie den Einsatz von Zeit und Ressourcen neu priorisieren und umverteilen. „Nur dann sind sie in der Lage, ihre technologische Infrastruktur wirklich konsequent und umfassend zukunftsfähig zu gestalten.“

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