IT-Executive Summit 2023 Kaspersky setzt sich für Vertrauen und Transparenz ein

Von Michael Hase 4 min Lesedauer

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Cloud und KI sind für Kaspersky zwei Treiber der technologischen Entwicklung, wie Waldemar Bergstreiser, General Manager Central Europe, berichtet. Neben der Stärkung der Cyber-Resilienz widmet sich der Security-Anbieter sozialen und ökologischen Anliegen.

Im Berliner Spreespeicher findet am 4. und 5. Oktober der IT-Executive Summit 2023 statt.(Bild:  Vogel IT-Medien)
Im Berliner Spreespeicher findet am 4. und 5. Oktober der IT-Executive Summit 2023 statt.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Waldemar Bergstreiser, General Manager Central Europe bei Kaspersky, erkennt in Cloud und KI das Potenzial für ein höheres Schutzniveau. (Bild:  Kaspersky)
Waldemar Bergstreiser, General Manager Central Europe bei Kaspersky, erkennt in Cloud und KI das Potenzial für ein höheres Schutzniveau.
(Bild: Kaspersky)

Generative KI wird sich laut Gartner zur Allzwecktechnologie entwickeln, die ähnliche Auswirkungen auf die Wirtschaft haben wird wie die Dampfmaschine, die Elektrizität und das Internet. Welche Rolle spielt „GenAI“ für das Leistungsportfolio von Kaspersky?

Bergstreiser: KI ist gekommen, um zu bleiben. Aber als Allzwecktechnologie kann man sie – zumindest bisher – nicht bezeichnen. In einem Experiment haben wir die Fähigkeit von ChatGPT zur Erkennung von Phishing-Links getestet. Während das Tool zwar Phishing-E-Mails erstellen und Malware schreiben kann, zeigt es sich bei der Erkennung schädlicher Links nur eingeschränkt effizient. Dennoch kommen in unseren Produkten KI, aber auch Machine Learning bereits seit Jahren zum Einsatz. Denn durch sie ist es möglich, riesige Datenmengen in Sekundenschnelle zu analysieren und zu verarbeiten. So können Bedrohungen frühzeitig erkannt und behoben werden. Aber auch wenn KIs die Cybersicherheitslandschaft derzeit noch nicht revolutionieren, sind sie schon jetzt hilfreiche Tools für die Community.

Eine Schlüsselkonzept für das Business der nächsten Generation ist die Cloud. Erhöht sie das Sicherheitsrisiko oder können Cloud-Technologien zu mehr Sicherheit beitragen?

Bergstreiser: Zum einen vergrößert die Cloud zwar das Sicherheitsrisiko. Denn sie ist ein weiterer Perimeter eines Unternehmensnetzwerks, der als Einfallstor für Cyberkriminelle genutzt werden kann. Zum anderen bietet sie auch viele Vorteile – sowohl was Zusammenarbeit und Agilität in Unternehmen angeht, aber auch in puncto Sicherheit. So auch unser Kaspersky Security Network (KSN): Das KSN ist eine komplexe Infrastruktur, die Cloud-basierte Technologien in unsere Produkte integriert. Es analysiert automatisch Cybersicherheits-bezogene Datenströme, die Millionen freiwilliger Nutzer auf der ganzen Welt anonymisiert zur Verfügung stellen. So wird die schnellste Erkennung fortschrittlicher und bisher unbekannter Bedrohungen ermöglicht. Im Zuge dessen wird auch unsere Threat Intelligence bereitgestellt, wodurch ein konstant hohes Schutzniveau vor realen Cyberbedrohungen in Echtzeit gewährleistet ist.

Technologie hat häufig ethnische Implikationen in Bezug auf Gesellschaft und Natur. Wie stellt sich Kaspersky als IT-Anbieter dieser Verantwortung?

Bergstreiser: Unsere Mission besteht darin, den digitalen Raum durch Cyber-Immunität widerstandsfähiger gegen Bedrohungen zu machen. Als globales, sozial verantwortliches Unternehmen gehen wir aber auch andere Herausforderungen an; dazu gehört die Reduzierung unseres CO2-Fußabdrucks, die Bekämpfung des Mangels an Cybersicherheitsgrundlagen und Cyberhygiene, die Verringerung des Gender Gaps und die Einführung von Transparenz in der Cybersicherheit – und all das tun wir durch unterschiedliche Initiativen und Projekte. Um die Themen Vertrauen und Transparenz anzugehen, haben wir unsere Globalen Transparenzinitiative – kurz GTI – ins Leben gerufen. Damit wollen wir die breitere Informationssicherheitsgemeinschaft und andere Interessengruppen in die Validierung und Verifizierung der Vertrauenswürdigkeit unserer Produkte, internen Prozesse und Geschäftsabläufe einbeziehen. Dazu gehören unter anderem die unabhängige Überprüfung des Quellcodes des Unternehmens, Software-Updates und Bedrohungserkennungsregeln, die sichere Entwicklung der Lifecycle-Prozesse sowie der Strategien zur Risikominimierung in der Software-Entwicklungskette.

Der Channel ist für Hersteller eine eminent wichtige Schnittstelle zum Kunden. Welche Skills und Qualifikationen brauchen Partner im IT-Geschäft der Zukunft über die technologische Kompetenz hinaus, und wie unterstützt Kaspersky sie dabei?

Bergstreiser: Partner beziehungsweise Reseller sowie Distributoren müssen sich klar als Experten im Bereich Security positionieren können und als erste Anlaufstelle für alle Belange ihrer Kunden etablieren. Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, dass er von den Lösungen und Services, die er verkauft, überzeugt ist. Hierfür ist auch eine Portion Marketing-Talent unabdingbar. Der Channel sollte daher regelmäßig an Trainings und Schulungen zu den Produkten und Services – sowohl etablierten als auch neuen – teilnehmen, damit sie diese in- und auswendig kennen. Im Rahmen unseres Partnerprogramms bieten wir Cybersicherheitsprodukte für unterschiedliche Bedürfnisse und Anforderungen von Unternehmen, aber auch Trainings und Schulungsmaterialien sowie dedizierte Veranstaltungen für unsere Partner. Weiterhin unterstützen wir sie durch Up- und Cross-Selling-Möglichkeiten, beim Marketingmaterial und durch finanzielle Vorteile, die sich aus unserem Partnerprogramm ergeben. Dabei sind wir jederzeit im engen Austausch mit unseren Partnern und stehen ihnen bei jedem Schritt unterstützend zur Seite.

Zum IT-Executive Summit 2023

„Get Ready for the NextGen Business“ ist der diesjährige IT-Executive Summit der Vogel IT-Akademie überschrieben. Unter diesem Motto diskutieren die Teilnehmer über zukunftsweisende Technologien aus Feldern wie Künstliche Intelligenz, Cloud und Cybersecurity, aber auch über das makroökonomische und geopolitische Umfeld des IT-Markts sowie über neue Ansätze für nachhaltiges Wirtschaftshandeln.

Eingeladen sind Vorstände und Geschäftsführer der wichtigsten Systemhäuser, ITK-Dienstleister, Managed Service Provider und Distributoren. Im Mittelpunkt steht der Austausch mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft über Herausforderungen und Chancen des multiperspektivischen Generationenwechsels. Der diesjährige IT-Executive Summit findet am 4. / 5. Oktober im Spreespeicher Berlin statt. Unterstützt wird die Veranstaltung durch Fujitsu, Hewlett Packard Enterprise (HPE), HP Inc., Kaspersky und Lenovo.

Sie haben Interesse an der Agenda des IT-Executive Summit 2023, an Informationen zum Event oder zur Teilnahme? Dann kontaktieren Sie uns bitte per Mail.

Zur Person

Waldemar Bergstreiser hat bei Kaspersky zum 1. Juli dieses Jahres die Position des General Manager Central Europe übernommen und verantwortet damit das Geschäft des Security-Anbieters in der DACH-Region. Zuvor war der Manager bei dem Unternehmen seit Oktober 2022 als Head of B2B Germany und seit April 2020 als Head of Channel Germany tätig. Der gelernte Industriekaufmann stieg im Mai 2016 als Leiter des Vertriebsinnendienstes bei Kaspersky ein. Ehe er dorthin wechselte, arbeitete Bergstreiser sieben Jahre lang als Director Sales Eastern Europe bei Lab4style.

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