Horváth-CIO-Studie IT unter Sparkurs – KI soll Effizienz sichern

Von Heidi Schuster 2 min Lesedauer

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82 Prozent der Unternehmen in der DACH-Region müssen sparen – oft auch in der IT. Laut Horváth CIO-Studie setzen viele auf Umschichtungen, KI und Automatisierung, um trotz knapper Budgets Effizienz, Innovationskraft und Personalaufbau zu ermöglichen.

KI soll in Unternehmen die Effizienz sichern.(Bild:  ChatGPT / KI-generiert)
KI soll in Unternehmen die Effizienz sichern.
(Bild: ChatGPT / KI-generiert)

Die wirtschaftliche und geopolitische Lage zwingt 82 Prozent der von Horváth befragten Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu Kostensenkungen. Mehr als die Hälfte (53 %) reduziert Ausgaben in der IT. In jedem vierten Unternehmen wird das Budget gekürzt, die Hälfte plant nur geringe, inflationsbereinigte Steigerungen von bis zu 3,6 Prozent jährlich.

Anstatt pauschaler Streichungen verlagern viele Firmen Gelder: Das Transformations-Budget sinkt im Schnitt um 6 Prozent, das Betriebsbudget steigt im gleichen Maß.

KI und Automatisierung als Hebel

Um den Spardruck abzufedern, setzen CIOs verstärkt auf Effizienzprogramme. Prozessautomatisierungen (43 %), Outsourcing (41 %), Personaleinsparungen (35 %) und Einkaufsoptimierungen (32 %) gehören zu den häufigsten Maßnahmen.

Besonders große Hoffnungen ruhen auf Künstlicher Intelligenz: Rund die Hälfte der Unternehmen plant den Einsatz von IT-Knowledge-Bots, etwa 40 Prozent wollen KI für Codegenerierung und -optimierung nutzen. Im Betrieb sollen KI-Lösungen vor allem Service-Desk-Prozesse, Dokumentation und System-Monitoring verbessern.

Leichter Personalzuwachs trotz Sparkurs

Trotz überwiegender Budgetkürzungen rechnen die befragten Unternehmen mit einem leichten Stellenaufbau von rund 1,5 Prozent. Ein Drittel plant dagegen einen Abbau. Externe Kräfte bleiben gefragt – vor allem für Projekte, die von der Transformation in den laufenden Betrieb übergehen, sowie für KI-Initiativen. Langfristig erwarten viele Firmen, dass Automatisierung und KI den Personalbedarf senken.

Trend zu dezentralen IT-Strukturen

Die Studie zeigt eine deutliche Verschiebung hin zu Misch- und dezentralen IT-Organisationen. Der Anteil rein zentral geführter IT-Einheiten sinkt in den nächsten drei Jahren um rund 20 Prozentpunkte. Fachbereiche übernehmen verstärkt eigene IT-Aufgaben, was eine straffere Governance und mehr Transparenz bei Kosten erfordert.

Parallel professionalisieren Unternehmen ihr Sourcing. Indien bleibt der wichtigste Offshoring-Standort, während beim Nearshoring Österreich, die Schweiz und Bulgarien aufholen.

IT als strategischer Partner

Die IT-Abteilungen entwickeln sich zunehmend vom Service-Provider zum Business-Enabler. Immer häufiger übernehmen sie Produktentwicklung (+11 %) und Produktverantwortung (+9 %). Damit wächst ihr Beitrag zum Geschäftserfolg.

CIOs sollten laut Studie gezielt Innovations-Use-Cases gemeinsam mit den Fachbereichen entwickeln und den Wertbeitrag der IT transparent machen, um die strategische Rolle nachhaltig zu stärken.

Fazit

Unternehmen begegnen dem Budgetdruck mit gezielten Umschichtungen, Effizienzprogrammen und verstärktem KI-Einsatz. Dezentrale Strukturen, klare Governance und strategische Partnerschaften sollen sicherstellen, dass IT auch in volatilen Zeiten innovationsfähig bleibt.

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