IT-SECURITY MANAGEMENT & TECHNOLOGY Conference 2012 IT-Security: Wie die Schwachstelle Mensch wieder stärker wird
Auf der diesjährigen „IT-SECURITY MANAGEMENT & TECHNOLOGY Conference 2012“ der IT-BUSINESS Akademie stand der Mensch im Mittelpunkt: Als Ziel von Hacker-Attacken, aber auch als vernunftbegabtes Wesen mit hohem Security-Potenzial.
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Mit Tricksen, Täuschen und Lügen kommen viele Menschen im Arbeitsleben weiter: Das stellte Rechtsanwalt Wilfried Reiners in seiner Keynote zu Beginn der „IT-SECURITY MANAGEMENT & TECHNOLOGY Conference 2012“ fest. Der auf IT- und Management-Recht spezialisierte Münchner Anwalt wollte damit keineswegs zum unmoralischen Verhalten aufrufen. Vielmehr wollte er damit einen allgemeinen Sinneswandel in der Gesellschaft konstatieren, der schließlich auch handfeste Konsequenzen für die Konzepte in der Unternehmenssicherheit hat.
Der Mensch mit seinem Wissen, aber auch seinem Unwissen und seinen Begehrlichkeiten, sollte wieder mehr in den Mittelpunkt jeder IT-Security-Strategie rücken. Denn hier finden sowohl Dienstleister im IT-Security-Umfeld als auch IT-Verantwortliche und Administratoren in den Unternehmen selbst den stärksten Hebel zur Verbesserung – oder eben zur Verschlimmerung – der Sicherheitslage.
Unternehmen im Ungleichgewicht
Dass dies für Unternehmen jeder Größe gilt, zeigt eine aktuelle Studie des Bitkom. Ihr zufolge besitzen 30 Prozent der Mitarbeiter in den befragten Unternehmen in Deutschland keine Personal Firewall. Unglaubliche 28 Prozent nutzen nicht einmal Software zur Malware-Bekämpfung. Größe und Art der Unternehmen spiele dabei eine untergeordnete Rolle. Prof. Dr. Norbert Pohlmann, Direktor des Instituts für Internet-Sicherheit if(is) der Fachhochschule Gelsenkirchen, zeichnete in seiner Keynote das Bild der Sicherheitslage in kontrastreichen Farben weiter.
In seinem Vortrag „Paradigmenwechsel in der IT-Security“ setzt er der Nonchalance der Anwender die Raffgier der Angreifer gegenüber: „Man verdient als Hacker richtig viel Geld. Hinzu kommt der Kitzel der Herausforderung sowie ein Gefühl der persönlichen Bestätigung. Für manchen Kriminellen muss es ein wahnsinnig gutes Gefühl sein, ein Heer von 150.000 Zombie-Rechnern steuern zu können und für den Spam-Versand oder auch Denial-of-Service-Angriffe zu missbrauchen“, so Pohlmann.
Warum und wie Security neu gedacht werden sollte, lesen Sie auf der nächsten Seite.
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