Gehaltsreport IT 2026 IT-Gehälter: Wer jetzt richtig verdient und wer verliert

Von Heidi Schuster 2 min Lesedauer

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Der IT-Arbeitsmarkt sortiert sich neu: Während spezialisierte Fachkräfte und Berater mit Business-Knowhow deutlich höhere Gehälter erzielen, geraten standardisierte Rollen unter Druck. Der Gehaltsreport IT 2026 zeigt, wer profitiert und warum.

Digitalisierung, Spezialisierung und neue Rollenprofile prägen den IT-Arbeitsmarkt und verändern Vergütungsperspektiven nachhaltig.(Bild:  ChatGPT / KI-generiert)
Digitalisierung, Spezialisierung und neue Rollenprofile prägen den IT-Arbeitsmarkt und verändern Vergütungsperspektiven nachhaltig.
(Bild: ChatGPT / KI-generiert)

Der deutsche IT-Arbeitsmarkt bleibt auch 2026 in Bewegung. Der Gehaltsreport IT 2026 von Amadeus Fire Group zeigt: Gefragt sind zunehmend spezialisierte IT-Fachkräfte mit hoher Business-Relevanz. Für sie steigen die Gehälter weiter, während standardisierte Rollen unter Druck geraten.

Grundlage des Reports sind mehr als 9.000 bereinigte, reale Gehaltsangaben aus dem Zeitraum Januar 2024 bis August 2025. Die Daten stammen aus Online-Gehaltschecks sowie aus dem laufenden Recruiting- und Vermittlungsgeschäft und bilden damit die tatsächliche Gehaltsrealität im deutschen IT-Arbeitsmarkt ab.

Consulting, Security und SAP führen das Gehaltsranking an

Zu den bestbezahlten Tätigkeitsfeldern zählen 2026 Consulting und Engineering, SAP- und ERP-Beratung, IT-Security sowie Projektmanagement. In diesen Bereichen liegen die Medianjahresgehälter häufig zwischen 75.000 und über 80.000 Euro. Führungspositionen wie CTO oder CISO erreichen – abhängig von Erfahrung, Unternehmensgröße und Verantwortung – deutlich sechsstellige Einkommen.

Demgegenüber stehen stärker standardisierte Tätigkeiten, etwa im Helpdesk oder in Teilen der klassischen IT-Administration, mit niedrigeren Gehaltsbändern. Der Report macht deutlich: Der IT-Arbeitsmarkt entwickelt eine zunehmend ausgeprägte Gehaltshierarchie.

Die Gehälter im Überblick.(Bild:  Amadeus Fire Group)
Die Gehälter im Überblick.
(Bild: Amadeus Fire Group)

Künstliche Intelligenz verändert Rollen und Karrierewege

Ein zentraler Treiber dieser Entwicklung ist der wachsende Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Routineaufgaben werden automatisiert, was insbesondere Junior-Positionen und standardisierte Tätigkeiten unter Druck setzt. Gleichzeitig gewinnen Rollen an Bedeutung, die technisches Know-how mit Beratungskompetenz, Prozessverständnis und strategischem Denken verbinden.

Unternehmen sind gefordert, neue Entwicklungswege zu definieren, etwa vom Entwickler zum Consultant oder Architekten. Gefragt sind IT-Experten, die Technologien nicht nur implementieren, sondern auch wirtschaftlich einordnen und in Geschäftsprozesse integrieren können.

Regionale Gehaltsunterschiede bleiben bestehen

Auch regional zeigen sich weiterhin deutliche Unterschiede. An der Spitze liegen Bayern und Baden-Württemberg, getragen von starken Industrie- und Technologiestandorten. Hessen profitiert vom Finanzplatz Frankfurt, Hamburg von seiner Rolle als Logistik- und Handelszentrum. Das West-Ost-Gefälle bleibt bestehen, auch wenn einzelne ostdeutsche Bundesländer positive Entwicklungen zeigen.

IT-Gehälter nach Region: Die Industriestruktur bestimmt die Vergütung.(Bild:  Amadeus Fire Group)
IT-Gehälter nach Region: Die Industriestruktur bestimmt die Vergütung.
(Bild: Amadeus Fire Group)

Für Arbeitgeber bedeutet das: Vergütungsmodelle müssen nicht nur marktgerecht, sondern auch standortgerecht ausgestaltet werden – insbesondere bei überregionaler oder hybrider Rekrutierung.

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