Strategien für die Zukunft: KI, Digitale Souveränität, Innovation IT-Executive Summit: Sichere Navigation in unsicheren Gewässern

Von Sylvia Lösel 3 min Lesedauer

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Beim IT-Executive Summit der Vogel IT-Akademie kamen IT-Entscheider zusammen, um drängende Fragen zur wirtschaftlichen Zukunft zu erörtern. Wie sichern Unternehmen ihre Digitale Souveränität in einer Welt voller Abhängigkeiten, und welche Strategien führen zum Erfolg?

Am 1. und 2. Oktober fand im Hotel Maximilians in Augsburg der 21. Strategiegipfel zum Motto „Navigation Uncertainty – Mit souveränen Strategien auf Kurs zu neuen Horizonten“ statt.(Bild:  Vogel IT-Medien)
Am 1. und 2. Oktober fand im Hotel Maximilians in Augsburg der 21. Strategiegipfel zum Motto „Navigation Uncertainty – Mit souveränen Strategien auf Kurs zu neuen Horizonten“ statt.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Wohin navigieren wir denn, wenn alle Gewässer unsicher sind? Das ist die große Frage, die sich in diesen Zeiten viele Unternehmenslenker stellen. Denn es geht um nicht weniger als die wirtschaftliche Zukunft. Sich für diese zu wappnen, den richtigen Kurs einschlagen, die passenden Tools an Bord zu haben, das ist essenziell.

Zwei Tage lang trafen sich die Top-Entscheider aus der IT-Branche auf dem Executive Summit der Vogel IT-Akademie in Augsburg und diskutierten darüber. Impulse gaben zudem zahlreiche Keynotes.

IT-Executive Summit 2025
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Bestandsaufnahme zu Digitaler Souveränität

Europa und speziell Deutschland ist in einer Situation der Abhängigkeit von externen Technologien und Investitionen gefangen. Dies betrifft insbesondere die Bereiche der Kapitalallokation und der Digitalen Souveränität, findet Christoph Bornschein, CEO TLGG, in seiner Eröffnungs-Keynote. Trotz vorhandener Innovationskraft fehlten in Europa große Kapitalsammelstellen, um strukturiert zu investieren und eigene Innovationen zu fördern. Besonders problematisch sei, dass europäische Unternehmen, die in globalem Maßstab erfolgreich sind, häufig von amerikanischen und chinesischen Investoren finanziert werden, was zu einem Verlust der Kontrolle über die eigene Zukunft führt. Um dies zu ändern, müssen Strategien entwickelt werden, die es ermöglichen, europäische Alternativen aufzubauen, regulatorische Rahmenbedingungen besser zu nutzen und europäische Technologie-Infrastrukturen zu stärken. Dies fordert Politiker, Policymaker und die Wirtschaft gleichermaßen heraus, aktiv zu handeln und nicht nur auf bestehende Abhängigkeiten zu reagieren."

Dass sich Souveränität nicht von heute auf morgen herstellen lässt, ist klar. Wichtiger sei es, diesen Prozess überhaupt erst einmal in Angriff zu nehmen. Prof. Dr. Martin Kaloudis, Bereichsvorstand bei Bechtle: „Wichtig ist, dass wir gemeinsam mit Kunden digital souveräne Architekturen etablieren. Und zwar offene Architekturen, um, wenn wir in eine Abhängigkeit geraten, in der Lage sind, zu reagieren und zu wechseln."

Alexander Rabe, Geschäftsführer des Eco-Verbandes weist auf einen weiteren Aspekt hin: „Es ist wichtig, dass Regulierungen so gestaltet werden, dass sie Innovation nicht behindern, sondern fördern. Dies setzt voraus, dass die Politik agiler und praxisorientierter wird, um den wachsenden technologischen Herausforderungen gerecht zu werden."

Kompetenz in Führungsetagen

Der schnelle technologische Fortschritt und die großen Umbrüche verlangen auch Unternehmen und ihren Mitarbeitern einiges ab. Während sich Technologien schnell entwickeln, verändern sich menschliche Verhaltensweisen langsamer. Diese Diskrepanz führt zu Herausforderungen, die Unternehmen und Gesellschaften bewältigen müssen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Diese Aspekte stellt Prof. Dr. Sita Mazumder in den Vordergrund ihres Vortrags. „Es ist wichtig, digitale Kompetenz bis in die Führungsetagen zu bringen. Viele Entscheidungsträger haben nicht ausreichend Verständnis für digitale Trends und deren Auswirkungen auf Prozesse und Geschäftsmodelle“, bemängelt sie. Gerade beim Einsatz von KI benötige man dieses Verständnis, um klare Business Cases identifizieren zu können. „Unternehmen tendieren dazu, auf Technologietrends aufzuspringen, ohne die Notwendigkeit oder die strategische Bedeutung für die eigene Geschäftsentwicklung zu erkennen.“ Es fehle oftmals an einem klaren Verständnis und an Kriterien zur Bewertung, welche digitalen Innovationen wirklich strategischen Mehrwert bieten.

Was hat das alles mit Unternehmenskultur zu tun?

Anpassungsfähigkeit als Schlüssel zum Überleben, das ist eine der zentralen Thesen von Dr. Katharina von Knop, CEO der Digital Trust Advisors bei der Abschluss-Keynote: Nur so könne man Chancen nutzen und Wachstum erzielen. Doch bei vielen Unternehmen wird Mut zur Innovation häufig durch die Angst vor Fehlern blockiert. Eine gesunde Fehlerkultur hilft, Innovationen zu fördern. Unternehmen sollten technologische Möglichkeiten erkennen und agil darauf reagieren. Firmen wie Apple, Netflix und Microsoft zeigen, dass Krisen durch technologische Anpassung und Neuausrichtung überwunden werden können. Ihr Erfolg beruht auf der Fähigkeit, Kernkompetenzen neu zu definieren und auf Marktbedürfnisse schnell zu reagieren. Andreas Baresel, CEO Datagroup bringt es auf den Punkt :„Für mich ist klar: Technologischer Fortschritt allein reicht nicht aus. Es braucht eine Kultur, die Offenheit fördert, Verantwortung ermöglicht und den Menschen in den Mittelpunkt stellt – gerade wenn es um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz geht.“

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