Clarkdale oder Lynnfield? Irritationen bei Intel-CPUs

Redakteur: Erwin Goßner

Chip-Hersteller Intel baut seine Core-i-CPUs auf zwei unterschiedlichen Plattformen auf. Bastian Fröhlig, bei Mainboard-Hersteller Gigabyte für Technisches Marketing verantwortlich, klärt auf.

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Ein neues Mainboard soll es sein. Auf Intel-Basis. Eine kurze Recherche im Internet führt den Kunden schnell zu den neuen Intel-Mainboards mit H55- und H57-Chipsatz. Sie versprechen große Leistung zum kleinen Preis. Schließlich soll neue Technik zum Einsatz kommen – und das möglichst leise im Wohnzimmer. Ein Mainboard mit neuestem Chipsatz und Onboard-Grafik für rund 100 Euro. Das war im Budget geplant. Auch der Prozessor soll in der mittleren Preislage liegen, und so entscheidet sich der Kunde für einen Intel Core-i5-Prozessor. Statt online zu bestellen, geht er zum Fachhändler um die Ecke und Minuten später wechseln einige Euro und die Hardware die Seiten. Zuhause werden die neuen Komponenten eingebaut. Dann ist es soweit. Monitor anschließen und PC einschalten. Nichts… Der Bildschirm bleibt schwarz. Kein Signal, egal, ob das Display an den HDMI-, DVI- oder Display-Port angeschlossen wird. Ist das Mainboard defekt?

Falsche Diagnose

„In den allermeisten Fällen nicht“, erklärt Bastian Fröhlig, für Technisches Marketing bei Gigabyte zuständig. Der Kunde hat den falschen Prozessor erwischt. „Leider reicht es nicht, nur auf den passenden Sockel und den Namen des Prozessors zu achten“, erklärt der Marketing-Mann. Mainboards mit den neuen H55- und H57-Chipsätzen von Intel verfügen über Monitoranschlüsse wie DVI oder HDMI. Wer diese allerdings nutzen will, benötigt den passenden Prozessor von Intel: einen Clarkdale-Prozessor. Der Knackpunkt dabei: in den Sockel 1156 passen auch andere CPUs – die Lynnfield-Prozessoren, die zudem die identischen Bezeichnungen i7, i5 oder i3 tragen. Sie arbeiten mit dem Chipsatz P55 zusammen.

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