Geschäftsbetrieb läuft weiter Insolvenzverfahren für E&K Data eröffnet
Das Amtsgericht Mönchengladbach hat jetzt das Insolvenzverfahren für den Viersener Distributor E&K Data eröffnet und Rechtsanwalt Dr. Markus Kier zum Insolvenzverwalter berufen. Die Aussichten, das Unternehmen zu erhalten, seien sehr gut, so Kier. Der Geschäftsbetrieb wird fortgeführt – allerdings in drastisch reduzierter Form.
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Die Zeichen für den Fortbestand des Viersener IT- und Multimedia-Distributors E&K Data stehen gut: Gestern hat das Amtsgericht das Insolvenzverfahren eröffnet und den bisherigen Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Dr. Markus Kier in seiner Funktion bestätigt. Ihm ist es während des vorläufigen Insolvenzverfahrens gelungen, den Geschäftsbetrieb bei E&K Data zu stabilisieren.
Das Unternehmen hatte Anfang September beim Amtsgericht Mönchengladbach Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Man habe den Antrag frühzeitig gestellt, denn E&K Data sei zu diesem Zeitpunkt weder zahlungsunfähig gewesen, noch gab es Probleme bei den Gehaltszahlungen für die Mitarbeiter, wie E&K-Data-Vorstand Peter Stelter damals gegenüber IT-BUSINESS erklärte. Ursache für den Gang zum Amtsgericht war vielmehr, dass ein Kreditversicherer die Linien für das Unternehmen zurückgefahren hatte, und das Management kein Risiko eingehen wollte. Die Kaufzurückhaltung in der Unterhaltungselektronik und der Informationstechnologie sowie der Verfall der Gewinnspannen hatten das Unternehmen schwer belastet.
Portfolio und Mannschaft drastisch verkleinert
Im Rahmen der vom Insolvenzverwalter eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen wurde zum einen das Produktportfolio gestrafft, so dass sich E&K Data künftig auf die Produktbereiche Storage und MP3-Player nebst Zubehör konzentrieren wird. Damit entfällt ein großer Teil des Geschäfts, das der Distributor bislang im Bereich Grafikkarten und anderer PC-Komponenten aber vor allem auch im Notebook- und Monitor-Segment generierte. Ebenso trennen musste sich das Unternehmen vom Vertrieb der Navigationssysteme, die erst vor rund zwei Jahren ins Portfolio gewandert waren.
Für die Hälfte der ursprünglich 35 Mitarbeiter bedeutet diese Entscheidung die Freistellung von ihrem bisherigen Arbeitsplatz. »Hier wurden flexible Regelungen getroffen, um diesen Mitarbeitern den Übergang in ein neues Arbeitsverhältnis so einfach wie möglich zu machen«, heißt es in der offiziellen Erklärung des Insolvenzverwalters. »Ein Großteil dieser Mitarbeiter konnte auf diese Weise bereits wieder neue Arbeitsverhältnisse eingehen.«
Investoren gesucht
»Wir haben jetzt die wesentlichen Voraussetzung geschaffen, um dem Unternehmen langfristig wieder eine Perspektive zu geben«, sagt Kier. Der Insolvenzverwalter steht in Verhandlungen mit Interessenten, die an einer Übernahme des Geschäftsbetriebs interessiert sind. Die Verhandlungen mit diesen potenziellen Investoren sind bereits weit fortgeschritten. »Die Aussichten für einen Erhalt des Unternehmens sind gut«, resümierte Kier.
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