Im Gespräch mit Jan-David Brustik von HPE In Sachen VMware: „Im Hintergrund passiert viel“

Von Dietmar Müller 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

An der Übernahme von VMware durch Broadcom scheiden sich die Geister. IT-BUSINESS hat bei deutschen Partnern nachgefragt, wie sie die aktuelle Lage beurteilen. Jan-David Brustik, Channel Lead HPE Morpheus VM Essentials, Central Europe, HPE, weiß von Unruhe im Hintergrund zu berichten.

Jan-David Brustik ist Morpheus VM Essentials Channel Lead Central Europe bei HPE(Bild:  HPE)
Jan-David Brustik ist Morpheus VM Essentials Channel Lead Central Europe bei HPE
(Bild: HPE)

Jan-David Brustik ist bei HPE verantwortlich für die Zusammenarbeit mit großen Partnern in Deutschland, seit März kümmert er sich außerdem um die Channel-Markteinführung der HPE-Virtualisierungslösung HPE Morpheus VM Essentials. Naturgemäß ist er daher über die aktuellen Vorgänge in Zusammenhang mit der Übernahme von VMware durch Broadcom im Bilde. Die Situation im Herbst 2025 sei vergleichsweise turbulent.

Alternativen sind im Test

„Öffentlich ist es zurzeit relativ ruhig, im Hintergrund passiert viel – aber nicht in allen Kundensegmenten“, berichtet Brustik. Die meisten kleinen und mittelständischen Unternehmen testeten und unterstützten zurzeit „ernsthaft“ Virtualisierungs-Alternativen, dasselbe gelte für HPE-Partner, die dieses Kundensegment betreuen. „Nach einer Phase des Abwartens schreiten sie jetzt zur Tat, weil sie sehen, dass sich das gesamte Virtualisierungs-Ökosystem weiterentwickelt hat. Nicht nur gibt es inzwischen mehrere ausgereifte Alternativ-Plattformen – auch immer mehr Anbieter angrenzender Software, etwa für Backup und Recovery oder ERP-Software, unterstützen diese Alternativen.“

Anders verhalte es sich mit Großunternehmen, die viel VMware im Einsatz haben. Diese seien auf verschiedenste Features angewiesen, die über die klassische Virtualisierung hinausgingen. Zudem hat Brustik die Erfahrung gemacht, dass die große VMware-von den starken Preissteigerungen durch das neue Lizenzmodell weniger tangiert werden als die kleineren Anwender. „Nichtsdestotrotz sehen wir auch immer mehr Konzerne, die Teile ihrer Kern-VMware-Infrastruktur ersetzen und insbesondere in ihren kleineren Niederlassungen auf Alternativen setzen“, berichtet der Channel-Experte. „Wir werden bei den Großunternehmen mittelfristig unterschiedliche Entwicklungen sehen, je nachdem, ob sie den Weg von Broadcom/VMware in Richtung Private Cloud mitgehen oder alternative Strategien verfolgen.“

HPEs Verhältnis zu Broadcom

HPE selbst sei ein großer Partner von Broadcom/VMware, mit dem man vor allem „und auch weiterhin“ im Bereich der Großkunden kooperiere. Brustik beobachtet aber, dass sich die kleinen und mittelständischen Kunden dagegen zunehmend von VMware verabschieden: „Hier konzentrieren wir uns auf unsere eigene Plattform HPE Morpheus VM Essentials, arbeiten aber auch mit anderen Alternativen wie Nutanix, Azure Local oder Hyper-V.“

Für HPE stünde „natürlich“ das eigene Virtualisierungs-Produkt im Fokus, HPE Morpheus VM Essentials. Brustik berichtet von einer „extrem starken Nachfrage“, noch nie sei es so einfach gewesen, mit einem IT-Leiter einen Termin zu bekommen. „Alle unsere Platinum-Partner und der Großteil unserer Gold-Partner in Deutschland haben inzwischen Labs für VM Essentials eingerichtet, um mit Kunden Demos, Tests und Benchmarks durchzuführen. Und mehrere andere Hardware-Hersteller haben ihre Systeme für VM Essentials zertifiziert.“ Insofern hat die neue Partner-Politik von VMware seit der Übernahme durch Broadcom auch ein Gutes – zumindest für einen Teil des Partner-Netzwerkes.

(ID:50584794)

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung