Partnerschaft IBM und Anthropic starten Enterprise-KI-Offensive

Von Marvin Djondo-Pacham 1 min Lesedauer

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IBM und Anthropic gehen eine Partnerschaft ein, um Künstliche Intelligenz (KI) für Unternehmen voranzutreiben. Im Zentrum der Partnerschaft stehen: Claude-Integration in Unternehmenssoftware, Frameworks für KI-Agenten sowie Werkzeuge für die Softwareentwicklung.

Künstliche Intelligenz im Dienst der Entwickler: IBM und Anthropic wollen zusammen die Effizienz in Softwareprojekten für Unternehmen steigern.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Künstliche Intelligenz im Dienst der Entwickler: IBM und Anthropic wollen zusammen die Effizienz in Softwareprojekten für Unternehmen steigern.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Mit der Partnerschaft zwischen IBM und Anthropic wird das Sprachmodell „Claude“ künftig in ausgewählte IBM-Produkte integriert. Den Anfang macht „Project Bob“, eine AI-First Integrated Development Environment (IDE). Diese Entwicklungsumgebung ist laut IBM für Enterprise-Teams konzipiert worden. Die Plattform begleite Entwickler über den gesamten Prozess – von der Planung bis zur Wartung von KI-Agenten. Zu den Kernfunktionen gehören:

  • automatisierte Upgrades und Framework-Migrationen,
  • Codeprüfung mit Verständnis für Architektur- und Compliance-Muster,
  • End-to-End-Orchestrierung über Entwicklungs-, Test- und Wartungsphasen
  • sowie Security-First-Workflows mit „Shift-Left“-Scans.

Die neue IDE ist derzeit in einer privaten Vorschau verfügbar. Über 6.000 Nutzer innerhalb von IBM berichten von Produktivitätssteigerungen um durchschnittlich 45 Prozent.

Leitfaden für sichere Enterprise-KI-Agenten

Parallel dazu veröffentlicht IBM den Leitfaden „Architecting Secure Enterprise AI Agents with MCP“. Dieser entstand in Zusammenarbeit mit Anthropic. Er unterstützt Entwickler beim sicheren Entwurf, der Implementierung und dem Betrieb von KI-Agenten.

Als Mitglied der Community von Model Context Protocol (MCP) liefert IBM zudem Ergebnisse aus Kundenprojekten. Dazu gehören Best-Practice-Guides, Referenzarchitekturen und Open-Source-Tools. Das soll offene Standards für Enterprise-KI fördern.

KI-Agenten und Orchestrierung mit Watsonx

Ein weiterer Schwerpunkt der Kooperation ist KI-Orchestrierung. Das Produkt „Watsonx Orchestrate“ soll hier als Herzstück fungieren. Es bündelt mehr als 500 Tools und Agenten von IBM und seinen Partnern. Laut IBM können Entwickler so KI-Agenten in beliebigen Umgebungen skalierbar bereitstellen und steuern.

Hinzu kommt „Agent Ops“, eine Observability- und Governance-Ebene. Diese soll Transparenz über den gesamten Lebenszyklus von Agenten bieten. Mit ihr können Nutzer Aktionen überwachen, Anomalien erkennen und Richtlinien durchsetzen. Zum Beispiel bei HR- oder Service-Agenten, die sensible Daten verarbeiten.

Zudem integriert IBM agentenbasierte Workflows für wiederverwendbare und standardisierte Abläufe. Damit sollen auch Nicht-Entwickler Agenten über eine visuelle Oberfläche per Drag-and-drop erstellen können. Beide Funktionen befinden sich derzeit in der Tech-Vorschau.

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