KPMG, IT-Systemhäuser und die Unternehmens-Digitalisierung Hoher Beratungsbedarf bei Security und Cloud

Von Sylvia Lösel 2 min Lesedauer

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Flexibilität, Innovation und die Digitalisierung unter einen Hut zu bringen ist für Unternehmen gar nicht so leicht. Es braucht Beratung und eine strukturierte Umsetzung. Hier entsteht ein neuer Markt, den inzwischen nicht nur Systemhäuser bedienen.

Damit die Digitalisierung für Unternehmen eine runde Sache wird braucht es Beratung, Erfahrung und eine strukturierte technische Umsetzung.(Bild:  photon_photo - stock.adobe.com)
Damit die Digitalisierung für Unternehmen eine runde Sache wird braucht es Beratung, Erfahrung und eine strukturierte technische Umsetzung.
(Bild: photon_photo - stock.adobe.com)

Mit Beratungsleistungen sind die Big Four, PwC, EY, KPMG und Deloitte, groß geworden. Erfahrungen, die ihnen nun zu Gute kommen. Denn bei der Digitalisierung braucht es vor allem eines: eine sinnvolle Orchestrierung von IT, Services und Geschäftsprozessen. Mehr und mehr Unternehmen haben in diese Richtung Beratungsbedarf, den nicht jeder klassische IT-Dienstleister bieten kann. Mit Managed Services, Security und Cloud-Themen hat sich KPMG in den vergangenen Jahren im IT-Umfeld einen Namen gemacht.

Von der Beratung zur Umsetzung

Christian Nern ist Partner Financial Services bei KPMG(Bild:  KPMG)
Christian Nern ist Partner Financial Services bei KPMG
(Bild: KPMG)

„Cloud ist unsere DNA, und folglich sind es auch Cybersecurity und IT-Compliance“, beschreibt Christian Nern, Partner Financial Services bei KPMG. Zum Portfolio gehören darüber hinaus Beratungs- und Entwicklungsleistungen rund um IT-Architektur und Strategie, Cloud- und Data Management, ESG- sowie zur Finanzierung. „Mit Frameworks, Methoden und Projektmanagement unterstützen wir Kunden, sich agil zu transformieren und Innovationen zu entwickeln.“ Mit dem ergänzenden Angebot von Managed Services zu Identity Access Management, Legislation Monitoring und Sicherheitsratings gibt es ein weiteres Standbein. Damit steht das Beratungshaus teilweise im Wettbewerb zu Systemhäusern, „Aber wir arbeiten zum Teil auch mit Systemhäusern zusammen“, so Nern. „Hier wählen wir jeweils nach Kunden- und Projektbedarf und Einzelfall aus unserem Netzwerk und auf Basis unserer Marktkenntnis aus. Bei der Cloud konzipieren und realisieren wir Lösungen auf Basis aller großen Cloud-Anbieter.“

Allianzen mit Systemhäusern und Herstellern

In Nerns Verantwortung liegen die Financial Services. Zu den Kunden dort gehören Banken, Fintechs, Versicherungen und Immobilienunternehmen. KPMG Deutschland legt den Fokus auf Familienunternehmen aller Branchen sowie die Öffentliche Hand und positioniert sich als End-to-End-Anbieter. „Zu unserem Portfolio gehört heute auch die strategische und Implementierungsberatung zum Customer Lifecycle, also: Wie wird ein Versicherer oder Asset Manager zum datengetriebenen, kundenzentrierten Unternehmen?“ Deshalb wird auch die technische Umsetzung im Portfolio ständig ergänzt. „Vieles bilden wir mit unseren Allianzpartnern Microsoft, IBM, ServiceNow, CyberArk oder, unter anderem, SailPoint ab. Mit Blick auf Security fokussiert sich KPMG auf IAM, CIAM und Cloud-Architektur, vor allem auch im Rahmen großer IT- und Data-Transformationen. Dazu gehören dazu auch Themen rund um IoT oder Industrial Security.

SOC und Managed Services im Aufwind

Ohne die Cloud geht es nicht mehr, davon sind inzwischen auch Kunden aus der Finanzindustrie überzeugt. Und so steigen Budgets für die Cloud-Transformation, ebenso wie der Bedarf an Managed Cloud Services. „Auf Managed Security Services greifen 84 Prozent zurück oder planen, das in naher Zukunft zu tun, hat unsere Branchenumfrage unter Entscheidern der Finanzindustrie ergeben“, nennt Nern Zahlen. Denn die Bedrohungslage hält an und die Angriffe werden immer professioneller. „Bei SOCs ist der Trend ebenfalls ungebrochen und wird sich fortsetzen. Mehr als die Hälfte plant laut unserer Studie, SOCs aufzubauen.“

Der Wille ist also vielerorts da, das technische und beraterische Angebot ebenfalls. Dennoch gibt es einige Hürden und Herausforderungen:

  • Fachkräftemangel verlangsamt Umsetzung und Prozesse
  • zunehmende Komplexität durch Regulierung: ESG, DORA, FISG u.v.m.
  • erhöhte Cyber-Bedrohungslage durch geopolitische Spannungen
  • Konjunkturschwäche, Zinsen, Inflation: steigende Kosten und gleichzeitig Kostensenkungsdruck
  • Wettbewerbsdruck von bereits datengetriebenen Unternehmen
  • Kundenzentrierung / neue Zielgruppen und Nutzungs-/Kaufgewohnheiten

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