Nachwuchsinitiativen Her mit den Fachkräften!

Von Barbara Gribl 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Fachkräftemangel in IT-Berufen erreicht ein Rekordniveau. Es fehlen rund 149.000 IT-Profis – so der Bitkom im Dezember 2023. Damit dieser Arbeitskräftemangel kleiner wird, haben zwei Sicherheitsexperten attraktive Programme auf die Beine gestellt.

Die Zahlen an fehlenden IT-Fachkräften sprechen für sich. Immer mehr Unternehmen aus der Sicherheitsbranche werden nun aktiv und wollen Nachwuchs durch Aus- und Weiterbildungsprogramme fördern.(©  Nicola - stock.adobe.com)
Die Zahlen an fehlenden IT-Fachkräften sprechen für sich. Immer mehr Unternehmen aus der Sicherheitsbranche werden nun aktiv und wollen Nachwuchs durch Aus- und Weiterbildungsprogramme fördern.
(© Nicola - stock.adobe.com)

Der Fachkräftemangel ist in aller Munde und begleitet die Branche wohl noch eine Weile. Laut Bitkom sind es 12.000 offene Stellen mehr als noch vor einem Jahr (2022: 137.000). Dabei wächst laut Bitkom-Konjunkturprognose der Sektor Informationstechnologie und Telekommunikation um den Faktor drei bis vier stärker als die gesamtdeutsche Wirtschaft. Der Bedarf ist also da, die Profis nicht. Securepoint und das Institute for Security and Safety haben zur Fachkräfteförderung jeweils außergewöhnliche Programme ausgearbeitet.

Unternehmen sollten aktiv werden

„Der wachsende IT-Fachkräftemangel bremst die Potenziale der Digitalisierung auf allen Ebenen und zieht weiter Kreise. Was nutzt die beste Digitalisierungsstrategie, wenn mir als Unternehmen die Leute fehlen, um sie umzusetzen?“, erläutert René Hofmann, Geschäftsführer Securepoint. Er greift auf den Jahresbericht des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zurück. „Was es nun braucht, sind nicht weitere Beschreibungen eines bekannten Problems und Forderungen nach politischen Lösungen. Das ist beides auch wichtig. Jetzt kommt es darauf an, neue, vielfältige Ideen zu entwickeln. Das funktioniert erfolgreich, wenn Unternehmen selbst aktiv sind“, so Hofmann weiter.

René Hofmann, Managing Director bei Securepoint(Bild:  Securepoint)
René Hofmann, Managing Director bei Securepoint
(Bild: Securepoint)

Securepoint setzt auf gezielte Nachwuchsförderung. „Der beste Weg gegen den wachsenden Fachkräftemangel ist die Qualifizierung junger Menschen“, sagt der Geschäftsführer. Mit 44 Prozent macht die Duale IT-Berufsausbildung den Bitkom-Untersuchungen nach den größten Teil der nachkommenden Fachkräfte aus.

Der beste Weg gegen den wachsenden Fachkräftemangel ist die Qualifizierung junger Menschen.

René Hofmann, Geschäftsführer Securepoint

IT für Nachwuchs attraktiv machen

Mit dem Brainee-Programm will Securepoint „die Systemhauspartner beim Projekt Ausbildung unterstützen. Unser Weg ist das Know-how“, so Hofmann. Auszubildende haben die Gelegenheit, sich durch ein Online-Selbststudium in der Zukunftsbranche IT-Sicherheit weiterzubilden. Jedes Jahr starten im Brainee-Programm laut Securepoint mehr als 100 Interessierte. Von den Inhalten profitiere der Ausbildungsbetrieb direkt.

Weitere Informationen zum Programm sowie das Bewerbungsformular hier.

Mit dem Securepoint-Brainee-Programm erhalten IT-Azubis...

... ab dem ersten Ausbildungsjahr von
Systemhäusern und Fachhändlern für ein Jahr kostenfrei Zugriff auf die Kurse der Securepoint-Akademie
... die Möglichkeit, ein Operator-Zertifikat zu erreichen
... die Möglichkeit, eine dreijährige Ausbildung bis zum Professional-Zertifikat
... bei Fragen direkte Unterstützung vom Hersteller

Bewerbungsschluss ist der 1. Februar 2024. Die neuen Kurse starten im März 2024.

Fachkräftesicherung durch Frauen

Eines der größten Beschäftigungspotenziale zur Fachkräftesicherung sind Frauen. Das sagt das Bundeswirtschaftsministerium, aber auch Annika Wägenbauer, International Stakeholder Relations Officer beim Institute for Security and Safety in Mannheim. 70 Prozent der Belegschaft hier sind Frauen, 50 Prozent davon Mütter. Dabei bewegt sich das Unternehmen weg vom klassischen 9-to-5-Modell – mit Erfolg. „Ob ein Teammitglied neben ihrem schlafenden Kleinkind arbeitet oder ob sie nun mal eine Pause machen muss, um ihren Sohn aus dem Kindergarten abzuholen“, führt Wägenbauer aus. Diese Flexibilität gilt für alle Mitarbeiter. Nicht nur für Mütter, sondern auch für die sogenannte Gen Z und Folgegenerationen. Viele der Teammitglieder sind ausgebildet in Cybersecurity. Wägenbauer:„Wir wollen explizite Quereinstiege fördern – in der ganzen Sicherheitsbranche. Darum arbeiten wir derzeit an einem Trainingsprogramm speziell für Quereinsteiger und Quereinsteigerinnen.“

Annika Wägenbauer, International Stakeholder Relations Officer beim Institute for Security and Safety(Bild:  Desiree Reiling)
Annika Wägenbauer, International Stakeholder Relations Officer beim Institute for Security and Safety
(Bild: Desiree Reiling)

Zur Ausarbeitung des Traineeprogramms arbeitet das Unternehmen mit dem eurobits e.V. zusammen und bietet gemeinsam mit der eurobits women academy (ewa) eine Ausbildungsprogramm, das explizit den Frauenanteil in der Branche erhöhen soll. Außerdem will man insbesondere Quereinsteigerinnen aus anderen Bereichen fördern und ihnen im Rahmen einer Weiterbildung die wichtigsten Kenntnisse im Bereich Cybersicherheit vermitteln. Die ewa ist ein berufsbegleitendes Weiterbildungsprogramm mit einer Dauer von etwa einem Jahr – es reißt Frauen also explizit nicht aus ihrem bestehenden Anstellungsverhältnis und ist maximal mit Erwerbstätigkeit und Mutterschaft vereinbar.

Genauer erklärt Wägenbauer: „Neben von unserem Institut dozierten theoretischen Modulen durchlaufen die Teilnehmerinnen zwei je dreiwöchige Praktikumsphasen in Unternehmen.“ Der erste Programmstart ist im Mai, der zweite Durchgang erfolgt im August. Beide Lehrgänge sind für die Frauen kostenfrei. Anmelden können sich Interessierte hier.

(ID:49881507)

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung