Browser schnellstmöglich updaten! Zero-Day-Schwachstelle in Chrome aktiv ausgenutzt

Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

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Google warnt vor einer aktiv ausgenutzten Zero-Day-Schwachstelle in Chrome. Nutzer sollten sofort updaten, denn aktuelle Angriffe können die Ausführung von Schadcode und Umgehung von Sicherheitsfunktionen ermöglichen.

Google hat Cyberattacken über eine gefährliche Sicherheitslücke beobachtet und entsprechende Sicherheitsupdates veröffentlicht.(Bild:  Dall-E / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)
Google hat Cyberattacken über eine gefährliche Sicherheitslücke beobachtet und entsprechende Sicherheitsupdates veröffentlicht.
(Bild: Dall-E / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)

Nutzer von Google Chrome sollten ihren Browser schnellstmöglich aktualisieren, um mögliche Cyber­attacken zu verhindern. Google hat jüngst über eine Zero-Day-Schwachstelle informiert, die nun die Kennung CVE-2025-10585 erhalten hat. Ein offizieller CVSS-Score wurde zum jetzigen Stand noch nicht vergeben. Mit der Version 140.0.7339.185/­.186 für Windows und Mac sowie 140.0.7339.185 für Linux hat Google das Problem behoben. Doch die Sicherheitslücke wird nach wie vor aktiv ausgenutzt – wer also nicht patcht, bleibt verwundbar.

Vier kritische Sicherheitslücken in Chrome

Bei CVE-2025-10585 handelt es sich um eine Type-Confusion-Schwachstelle in der JavaScript- und WebAssembly-Engine V8. Das bedeutet, dass Chrome einen Wert oder ein Objekt fälsch­licherweise so behandelt, als gehöre es einem anderen Datentyp an. Wenn das Programm später mit einem anderen, inkompatiblen Typ auf die Ressource zugreifen will, kann dies zu logischen Fehlern, Speicherbeschädigungen oder im schlimmsten Fall dazu führen, dass Remote-Angreifer Schadcode ausführen können. Außerdem könnte ein erfolg­reicher Exploit dazu führen, dass ein Akteur die Sandbox von Chrome umgehen kann.

Neben dieser Zero-Day-Schwachstelle hat Google noch drei weitere Sicherheitslücken geschlossen:

  • CVE-2025-10500 ist eine Use-after-free-Schwachstelle in Dawn, eine Grafik/Rendering-Bibliothek in Chrome.
  • CVE-2025-10501 ist ebenfalls eine Use-after-free Schwachstelle, aber in WebRTC, einer Open-Source-Technologie, die direkte Echtzeit-Kommunikation für Audio, Video und Daten zwischen Browsern und Apps ohne zusätzliche Plugins ermöglicht.
  • CVE-2025-10502 beschreibt einen Heap-Pufferüberlauf in Angle, eine Grafik-Engine-Schicht im Chrome-Browser, der Grafikbefehle übersetzt.

Die Google Threat Analysis Group hat die Sicherheitslücken entdeckt und gemeldet. Alle vier Schwachstellen wurden von Google selbst mit dem Schweregrad hoch eingestuft. Die Sicherheitslücken werden mit dem Sicherheitsupdate von Google geschlossen.

Chrome wird häufig angegriffen

CVE-2025-10585 ist nicht die erste Zero-Day-Sicherheitslücke in diesem Jahr. 2025 hat Google außerdem fünf weitere Schwachstellen geschlossen, die bereits aktiv ausgenutzt wurden, noch bevor ein Patch vorhanden war. Diese sind:

CVE ID Schwachstellentyp Aktiv ausgenutzt
CVE-2025-10585 Type Confusion Ja
CVE-2025-6558 Fehlerhafte Eingabevalidierung Ja
CVE-2025-6554 Type Confusion Ja
CVE-2025-5419 Out-of-Bounds Zugriff Ja
CVE-2025-2783 Sandbox-Umgehung Ja
CVE-2025-4664 Unzureichende Richtliniendurchsetzung Ja

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