GenAI und Machine Learning sind für Santosh Wadwa, Channel-Verantwortlicher bei Fujitsu, die herausragenden Konzepte der Zeit. Neben den Chancen, die sich durch KI ergeben, müsse die IT-Branche aber die ethischen Implikationen der Technologie im Blick behalten.
Im Berliner Spreespeicher findet am 4. und 5. Oktober der IT-Executive Summit 2023 statt.
(Bild: Vogel IT-Medien)
Santosh Wadwa, Head of Product Channel Sales Central Europe bei Fujitsu, ist der Ansicht, dass sich Vertrauen durch Innovation schaffen lässt.
(Bild: Yves Krier Photography)
Generative KI wird sich laut Gartner zur Allzwecktechnologie entwickeln, die ähnliche Auswirkungen auf die Wirtschaft haben wird wie die Dampfmaschine, die Elektrizität und das Internet. Welche Rolle spielt „GenAI“ für das Leistungsportfolio von Fujitsu?
Wadwa: Wir alle sind Zeitzeugen einer technologischen Revolution. Laut einer Salesforce-Umfrage glauben 67 Prozent der Führungskräfte, dass generative KI sukzessive hohe Priorität bekommen wird. Diese Annahme teilen wir. Deshalb haben wir als einer der Technologieführer eine Fujitsu-eigene GenAI entwickelt, die wir intern bereits testen. GenAI fasziniert uns alle und macht Künstliche Intelligenz erfahrbar. Doch auf den zweiten Blick schlummert hier auch eine Herausforderung: Die Qualität der GenAI hängt maßgeblich an der Datenbasis, mit der sie gespeist wird. So kann eine inkorrekte Datengrundlage zu Verzerrungen oder gar zu falschen Informationen führen. Mit dem Fujitsu Way Code of Conduct haben wir bereits vor Jahren klare Business Regeln im Umgang mit Geschäftspartnern und Daten definiert. 2019 legten wir bindende KI-Regeln fest und gründeten das „Fujitsu Group External Advisory Committee on AI Ethics“, um eine objektive Bewertung durch neutrale Dritte zu gewährleisten. 2022 und 2023 haben wir weitere KI-Ethik-Technologien gelauncht, die vor der Einführung von KI-Modellen bis hin zum Launch Verzerrungen aufzeigen und verhindern sollen. Für uns ist digitale Ethik die Basis für gemeinsame Geschäfte.
Was sind weitere Schlüsseltechnologien und -konzepte, wenn wir über das Business der nächsten Generation in der IT-Branche reden, und warum sind sie von Bedeutung?
Wadwa: Ich denke, die herausragenden Konzepte werden sich im Bereich KI und Maschinelles Lernen entwickeln. Wir haben im April diesen Jahres mit Kozuchi eine cloudbasierte AI-Plattform gelauncht, die Lösungen zur automatischen Generierung von KI-Modellen, zum Testen der ethischen Fairness, zur Erkennung von Kausalität und zur Simulation wissenschaftlicher Erkenntnisprozesse enthält. Für den Wirtschafts- und Produktionssektor gewinnt der Digitale Zwilling immer stärker an Bedeutung. Wir brauchen in Zukunft performante und energieeffiziente Systeme zur Hochleistungsdatenverarbeitung bei gleichzeitiger Klimaneutralität. Es steht ein energieeffizienter Quantencomputer der neuen Generation in den Startlöchern mit der neuen von Fujitsu entwickelten CPU Monaka, die 2027 gelauncht werden soll. Zudem arbeiten wir an belastbaren, skalierbaren und energieeffizienten Plattformen sowie an Datenverbindungen, die zwischen verteilten KI-Knoten in Echtzeit kommunizieren und dabei Zukunftstechnologien nutzen. Für uns beginnt die Zukunft bereits heute.
Sie haben bereits die ethischen Implikationen von KI angesprochen. Wie stellt sich Fujitsu als IT-Anbieter generell der Verantwortung für Gesellschaft und Natur?
Wadwa: Bei Fujitsu werden genau diese Themen großgeschrieben. Unser Purpose ist es, durch Innovation Vertrauen in der Gesellschaft aufzubauen, um die Welt nachhaltiger zu gestalten. So haben wir uns mit der Unternehmensmarke „Uvance“ das Ziel gesetzt, bis 2030 klimaneutral zu sein. Wir konzentrieren uns auf sieben Schwerpunktbereiche, um das Wachstum des Kerngeschäftes mit entsprechenden Produkten, Lösungen und Services voranzutreiben. Vier davon bestehen aus branchenübergreifenden Themen, die sich auf globale Herausforderungen und gesellschaftliche Probleme beziehen: nachhaltige Produktion, positives Verbrauchererlebnis, gesundes Leben und vertrauenswürdige Gesellschaft. Diese Bereiche werden durch die drei Segmente Digital Shifts, Business Applications und Hybrid IT unterstützt.
Der Channel ist für IT-Anbieter eine eminent wichtige Schnittstelle zum Kunden. Welche Skills und Qualifikationen brauchen Partner im IT-Geschäft der Zukunft über die technologische Kompetenz hinaus?
Wadwa: Machen wir uns nichts vor! Geschäftlicher Erfolg kommt heute nicht mehr nur von guten, leistungsfähigen Produkten. Vielmehr gehören auch komplett durchdachte Lösungsansätze, die auf den Kunden zugeschnitten sind, sowie passende und kompetente Partnerschaften dazu. Eine gute Vernetzung mit anderen Partnern, tiefe Erfahrung bei der Prozessoptimierung, ein guter Marktüberblick und der richtige Technologiehersteller an der Seite sind das A und O. An die Stelle des Ichs tritt daher zunehmend das Wir. Wir von Fujitsu sind hier der starke Partner für unsere Systemhäuser.
Wie stellt das Unternehmen sicher, dass Partner über die Fähigkeiten verfügen, die sie für die komplexer werdenden Aufgaben benötigen?
Wadwa: Wir bieten zum einen technologisch ausgereifte, zertifizierte Produkte und Lösungen, die auch in bestehende IT-Infrastrukturen integriert werden können. Wir haben zum anderen das nötige Knowhow und Fachpersonal, um Systemhäusern und ihren Kunden ein guter Berater vor Ort zu sein. Wir bieten darüber hinaus zahlreiche Plattformen an, um den Wir-Gedanken und damit die Wettbewerbsfähigkeit unserer Partner zu fördern – allen voran unsere Ecosystem-Platform, auf der gezielt Kooperationspartner gesucht werden können. In unseren Fujitsu Digital Transformation Centern (DTC) – unter anderem in München – praktizieren wir den Co-Creation-Ansatz gemeinsam mit Kunden und Partnern. In unserem Customer Experience Lab (CX-Lab) werden Kunden und Partner durch eine digitale Welt mit einer Vielzahl an branchenspezifischen Lösungen und Szenarien von Fujitsu geführt. Unser AI Test Drive bietet Partnern die Möglichkeit, die neueste, speziell entwickelte KI-Infrastruktur unter vollständiger Kontrolle und Nutzung ihrer eigenen Daten für Kurations-, Aufnahme- und Bereinigungszwecke zu testen. Wir unterstützen den Channel bestmöglich mit allen Skills, die für ein erfolgreiches Business notwendig sind.
Stand: 08.12.2025
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Zum IT-Executive Summit 2023
„Get Ready for the NextGen Business“ ist der diesjährige IT-Executive Summit der Vogel IT-Akademie überschrieben. Unter diesem Motto diskutieren die Teilnehmer über zukunftsweisende Technologien aus Feldern wie Künstliche Intelligenz, Cloud und Cybersecurity, aber auch über das makroökonomische und geopolitische Umfeld des IT-Markts sowie über neue Ansätze für nachhaltiges Wirtschaftshandeln.
Eingeladen sind Vorstände und Geschäftsführer der wichtigsten Systemhäuser, ITK-Dienstleister, Managed Service Provider und Distributoren. Im Mittelpunkt steht der Austausch mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft über Herausforderungen und Chancen des multiperspektivischen Generationenwechsels. Der diesjährige IT-Executive Summit findet am 4. / 5. Oktober im Spreespeicher Berlin statt. Unterstützt wird die Veranstaltung durch Fujitsu, Hewlett Packard Enterprise (HPE), HP Inc., Kaspersky und Lenovo.
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Zur Person
Santosh Wadwa zeichnet bei Fujitsu als Head of Product Channel Sales für das Partnergeschäft des Technologiekonzerns in Deutschland, Österreich und der Schweiz (Central Europe) verantwortlich. Ehe der Manager diese Position im April 2019 antrat, war er drei Jahre lang im Partnervertrieb des Unternehmens als Sales Director für die Region West zuständig. Zuvor nahm Wadwa bei dem IT-Anbieter verschiedene Vertriebsfunktionen wahr. Der Diplomkaufmann ist seit 2006 bei Fujitsu beschäftigt.