IT-Trends 2024 Fünf Prognosen für den Channel

Von Ira Zahorsky 3 min Lesedauer

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Worauf sollte sich der Channel 2024 einstellen? Welche Geschäftsmöglichkeiten bieten sich den Partnern? Michael Allen, VP Worldwide Partners bei Dynatrace, Anbieter von Unified Observability und Security, gibt fünf Prognosen für die Channel-Landschaft 2024 ab.

Auf den Channel warten 2024 zahlreiche Chancen.(Bild:  MangKangMangMee - stock.adobe.com)
Auf den Channel warten 2024 zahlreiche Chancen.
(Bild: MangKangMangMee - stock.adobe.com)

Generative KI (GenAI) wird zunehmend dazu genutzt, um die Softwareentwicklung zu beschleunigen. Es wächst der Bedarf, das Risiko digitaler Serviceausfälle zu reduzieren. Der Channel wird eine wachsende Nachfrage erleben, die Kunden bei der Absicherung gegen dieses Risiko zu unterstützen.

Hintergrund: Ohne geeignete Leitplanken wird der Einsatz generativer KI in der Softwareentwicklung zu mehr Code von minderer Qualität in den Anwendungen führen und das Risiko von Serviceausfällen erhöhen. Die Kunden werden sich an ihre Vertriebspartner wenden, um solche Probleme zu erkennen und zu beheben. Doch KI-generierter Code ist schlecht dokumentiert und schwer zu entwirren. Folglich müssen die Partner Wege finden, um zu verhindern, dass minderwertiger Code überhaupt in die Anwendungen seiner Kunden gelangt.

Diese Dynamik wird eine neue Möglichkeit für den Channel schaffen, digitale Immunsysteme für Kunden zu entwickeln, die durch KI und Automatisierung unterstützt werden. Diese Systeme schützen die Anwendungen der Kunden von innen heraus, indem sie neuen Anwendungscode mit der vorherigen Version vergleichen und ihn automatisch zurücksetzen, wenn er die Benutzerfreundlichkeit beeinträchtigt.

Transparenz und Kontrolle über die Daten

Die Kunden werden sich 2024 an den Channel wenden, wenn sie Lösungen für eine intelligentere Automatisierung und schnellere Entscheidungsfindung suchen. Doch der Channel muss die Qualität der Daten garantieren können, die seine Kunden zur Durchführung von KI-gestützten Analysen und Automatisierungen verwenden.

Hintergrund: Mit dem wachsenden Datenvolumen wird es immer schwieriger, sicherzustellen, dass die Daten aktuell bleiben und keine Anomalien oder Duplikate enthalten. Das macht es für Kunden schwierig, die Automatisierung sicher und zuverlässig mit KI-Lösungen voranzutreiben. 2024 wird der Channel einen wachsenden Bedarf sehen, dieses Problem durch das Angebot von Lösungen mit integrierten Funktionen für die Data Observability anzugehen. Dadurch können Kunden leicht erkennen, welche Daten über verschiedene Silos und Cloud-Plattformen hinweg verfügbar sind und die darin enthaltenen Beziehungen und Abhängigkeiten verstehen. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Daten, die sie zur Automatisierung nutzen, von ausreichender Qualität sind.

Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz in der Cloud

2024 werden Kunden verstärkt auf den Channel setzen, damit dieser sie bei der Verbesserung ihrer Nachhaltigkeitsziele und der Bewältigung der steigenden Kosten von Cloud-Umgebungen unterstützt.

Hintergrund: Der zunehmende Einsatz von KI-Lösungen wird den Verbrauch von Cloud-Ressourcen erhöhen, da Unternehmen mehr Rechenleistung nutzen. Das vergrößert folglich auch ihren CO2-Fußabdruck. Durch die Anwendung von Observability-Daten auf neue Anwendungsfälle kann der Channel Kunden dabei helfen, diese Auswirkungen zu kompensieren und ihre Nachhaltigkeits- und Kosteneffizienz-Initiativen auf Kurs zu halten. So können Observability-Daten beispielsweise detaillierte Einblicke in ineffiziente Bereiche innerhalb von Cloud-Umgebungen liefern und zur automatischen Optimierung der Ressourcenzuweisung genutzt werden. Der Channel kann zudem dabei helfen, unnötigen Ressourcenverbrauch zu vermeiden und so die Kosten und Kohlenstoffemissionen von Cloud-Umgebungen zu reduzieren.

Channel wird für Kunden Anlaufstelle, um die Produktivität ihrer Entwickler zu verbessern

2024 wird die Entwicklung von Plattformen von entscheidender Bedeutung sein und Unternehmen werden sich verstärkt an den Channel wenden, um die Produktivität ihrer Entwickler zu verbessern und mit dem Innovationstempo Schritt halten zu können.

Hintergrund: Unternehmen erkennen, dass eine nahtlos funktionierende und sichere Software-Bereitstellung für die Geschäftskontinuität ebenso wichtig ist, wie die Qualität und Sicherheit der digitalen Services. Sie werden ihre Partner um Unterstützung bitten, um Interne Developer-Plattformen (IDP) aufzubauen, die einen Self-Service ermöglichen. Dafür müssen Tools und Prozesse verfügbar sein, die Software in besserer Qualität schneller liefern können. Die Partner benötigen hierfür Kenntnisse im Plattform-Engineering, um IDPs einfach erstellen zu können. Außerdem müssen sie diese Plattformen zu einer einzigen Quelle für Observability- und Security-Daten vereinheitlichen, damit Kunden ihre Entwicklungsprozesse auf der Grundlage eines präzisen Verständnisses ihrer digitalen Serviceumgebungen genau automatisieren können.

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Rückgang von SIEM-Lösungen als Chance

2024 werden immer mehr Kunden ihre alten SIEM-Systeme (Security Information and Event Management) durch Threat-Intelligence- und Analyselösungen der nächsten Generation ersetzen.

Hintergrund: Unternehmen werden zunehmend über die grundlegenden SIEM- und Protokollanalysetools hinausgehen, um den nötigen Einblick zu erhalten, der für eine schnelle und entschlossene Reaktion auf Sicherheitsbedrohungen erforderlich ist. Der Channel hat die einmalige Gelegenheit, diesen Bedarf zu decken, indem er Bedrohungsanalyselösungen anbietet, die mehrere Arten von KI kombinieren und detaillierte Zusammenhänge aus einer breiteren Palette von Datenquellen ermitteln.

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