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Kritik des Wirtschaftsvereins
Die Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein e.V. (DiWiSH) sieht durch die Anti-Facebook-Kampagne weitreichende negative Konsequenzen auf Unternehmen in Schleswig-Holstein zukommen.
Professionelles Facebook-Marketing erlaubt laut dem DiWiSH die gezielte Kommunikation zur Formung und Stärkung der eigenen Marke. Es könne Interessenten zu Kunden machen und Bestandskunden weiter binden. Diese Möglichkeiten würden durch das Verbot allein den Unternehmern in Schleswig-Holstein genommen – was sich zum enormen Standortnachteil für das nördlichste Bundesland entwickeln würde. Derart weitreichende Entscheidungen müssten abgestimmt mindestens auf nationaler oder europaweiter Ebene kommuniziert werden.
Darüber hinaus fehlt dem ersten Vorsitzenden der DiWiSH, Sören Mohr, zufolge in der Forderung ein ehrliches Abwägen datenschutzrechtlicher Bedenken mit dem Informationsinteresse der Bürger und dem Kommunikationsinteresse der Unternehmen: „Jeder Bürger hat die freie Entscheidung, ob er ein Facebook-Profil betreibt und einen Like-Button anklickt. Ich wünsche mir einen datenschutzrechtlich aufgeklärten Bürger und keine Datenschutzbestimmungen, die in dieser Form hanebüchen sind.“
Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche Vorschläge das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz macht und warum der „Gefällt mir“-Knopf auch nach diesen Ideen nicht hundertprozentig rechtssicher ist.
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