Tipps für die Praxis aus der Praxis Erfolgsfaktoren für das digitale Klassenzimmer

Redakteur: Regina Böckle

Wie Systemhäuser erfolgreich Projekte an Schulen und Bildungseinrichtungen umsetzen können, erklärt Hans-Christoph Frommann, Geschäftsführer der Mobile IT Service GmbH im Interview mit IT-BUSINESS. Das Unternehmen ist bereits seit mehr als sieben Jahren erfolgreich im Education-Bereich tätig.

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ITB: Systemhäuser, die Klassenzimmer mit digitalen Medien ausstatten, starten ja nicht auf der „grünen Wiese“: Überall stehen die analogen Lehrmittel – Tafeln, Overheadprojektoren et cetera. Wie wichtig ist es Ihrer Erfahrung nach, bestehende Geräte in eine neue Lösung einzubeziehen?

Frommann: Wir versuchen in unsere Lösungen die vorhandenen analogen Lehrmittel zu integrieren. Ein Beispiel sind unsere Beamer-Koffersysteme und die mobilen Whiteboards. Dort können wir die grüne Tafel als Projektionsfläche nutzen. Unsere Partner im Software-Bereich können zudem Lehrblätter und ähnliches digitalisieren und zur Verfügung stellen. Vorhandene Beamer-Installationen lassen sich zu einem digitalen Whiteboard aufrüsten.

ITB: Was sind Ihrer Erfahrung nach die größten Hürden bei der Ausstattung von Schulen mit digitalen Lehrmedien?

Frommann: Auf Platz eins liegt dort die Finanzierung, gefolgt von der Problematik, dass die Lehrkräfte nicht gut genug auf den Einsatz mit den digitalen Medien vorbereitet werden. Bei der Finanzierung wird meiner Meinung nach zu wenig die örtliche Wirtschaft eingebunden. Denn dort, wo man diesen gemeinsamen Weg geht, laufen die Umsetzungen auch schneller an. Allerdings muss aufgepasst werden, dass sich die Politik beziehungsweise der Schulträger dann nicht aus der Verantwortung stiehlt. Bei der Ausbildung gehen wir den Weg, dass wir grundsätzlich für unsere Produkte Schulungen anbieten.

ITB: Mobile IT Service ist seit mehr als sieben Jahren als Systemhaus und Hersteller in diesem sehr speziellen Markt erfolgreich aktiv. Wie haben Sie die eben skizzierten Herausforderungen gemeistert?

Frommann: Wir haben immer darauf geachtet, dass wir für das jeweilige Institut auch eine an die Bedürfnisse angepasste Lösung finden und diese Lösungen dann auch weiterentwickeln.

ITB: Was empfehlen Sie Systemhäusern und Fachhändlern, die neu in das Education-Geschäft einsteigen wollen?

Frommann: Eine ausgereifte Idee mitbringen und dann die Schule „abholen“. Den Bedarf ermitteln und anpassen.

ITB: Ihr Unternehmen bietet eine ganze Bandbreite mobiler Produkte, die ursprünglich für den Industrie-Bereich entwickelt und vor vielen Jahren für den Einsatz an Schulen und für Präsentationszwecke angepasst wurden. Welche Lösungen kommen in den Bildungseinrichtungen vorwiegend zum Einsatz?

Frommann: Unsere Produkte für den Schulbereich lassen sich in drei Gruppen aufteilen, Notebook-Wagen, die bis zu 40 Notebooks, Drucker, Beamer, Sound und Netzwerktechnik aufnehmen, Notebook-Trolleys, in denen wir bis zu zehn Notebooks und W-LAN integrieren und Beamer-Koffersysteme.

Wie Mobile IT-Services Systemhäuser unterstützt, die in Schulprojekte einsteigen möchten, erläutert Hans-Christoph Frommann auf der folgenden Seite.

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