Teles AG steigt zum Jahresende aus dem TWBI-Segment aus Endgültiges Aus für Sky-DSL

Redakteur: Sylvia Lösel

Wie die Teles AG jetzt bekanntgab, wird sie das Sky-DSL-Geschäft zum Jahresende einstellen. Betroffen sind davon etwa 24.000 Kunden. Dennoch bedeutet die Schließung durch die Teles AG noch nicht das endgültige Aus für den Dienst. Wie der Geschäftsführer der Teles skyDSL GmbH Andreas Krüger im Gespräch mit IT-BUSINESS betonte, gibt es bereits Gespräche mit Interessenten, die den Dienst weiterführen könnten, wobei das Ergebnis noch offen ist.

Anbieter zum Thema

Nach wochenlangen Gerüchten und Absichtserklärungen steht jetzt fest, dass die Berliner Teles AG ihr Sky-DSL-Geschäft zum Jahresende stilllegen wird. Das geht aus einer Ad-hoc-Mitteilung des Unternehmens hervor.

Davon betroffen sind die etwa 24.000 Kunden die Teles für Sky-DSL begeistern konnte. Um profitabel wirtschaften zu können, hätte man weit mehr Vertragsabschlüsse benötigt. Dass dies nicht erreicht wurde, führt der Geschäftsführer der Teles skyDSL GmbH Andreas Krueger im Gespräch mit IT-BUSINESS auch darauf zurück, dass terrestrisches DSL deutlich verbessert wurde und damit weit mehr Kunden erreicht würden, als dies noch zum Start des Sky-DSL-Dienstes von Teles im Jahr 1999 absehbar war.

»Die Kunden sind«, so Krueger, »auf jeden Fall bis Ende des Jahres versorgt«. Bis dahin sei er guter Hoffnung, dass der Dienst in die Hände eines anderen Gesellschafters gelegt und weitergeführt werden könne. Gespräche mit diesem Ziel laufen bereits. Gleiches gelte auch für die von der Schließung betroffenen Arbeitsplätze.

Das Unternehmen Teles ist in die drei Segmente TIPR, TCS und TWBI aufgeteilt. TIPR beschäftigt sich mit der Durchsetzung der VoIP-Patente, TCS vermarktet Router und Switches für die so genannten Next Generation Networks und war vor allem für den Umsatzanstieg des Gesamtunternehmens im Jahr 2006 verantwortlich. Dagegen wirtschaftete der TWBI-Bereich 2006 defizitär. Als Folge schloss man dann auch den Rückzug aus diesem Geschäftsbereich im jetzt laufenden Geschäftsjahr nicht mehr aus. Der Trend aus dem Jahr 2006 setzte sich im ersten Quartal 2007 fort. Dieser Tendenz versuchte man mit einer neuen Preis- und Produktgestaltung sowie einer Forcierung des Auslandsgeschäfts entgegenzuwirken. Wie sich nun zeigt aber ohne Erfolg.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:2007901)