Ex-Fujitsu-Manager Andre Kiehne verantwortet neue Einheit Dimension Data forciert Cloud-Geschäft mit neuer Business Unit
Dimension Data treibt das Cloud-Geschäft in Deutschland voran. Dazu hat der IT-Dienstleister eine neue Business Unit gegründet. Geleitet wird sie von Andre Kiehne, der von Fujitsu zu Dimension Data wechselt.
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Cloud Computing ist längst Tagesgeschäft für Dimension Data. Der Aufbau von Private-Cloud-Infrastrukturen und die Bereitstellung von Managed Cloud Services gehören zum Portfolio des IT-Dienstleisters. Jetzt bündelt der Netzwerk- und Infrastrukturspezialist seine Cloud-Kompetenz in Deutschland in einer eigenen Geschäftseinheit.
Geleitet wird die neue Cloud Business Unit von Andre Kiehne, der bisher beim IT-Konzern Fujtsu als Vice President für das Cloud-Geschäft in Zentraleuropa, dem Nahen Osten, Afrika und Indien verantwortlich war. Der Manager tritt seine neue Position bei Dimension Data mit sofortiger Wirkung an. Als Director Cloud Business ist der 38-Jährige zugleich Mitglied der deutschen Geschäftsleitung.
Kiehne arbeitete vor seinem Einstieg bei Fujitsu im Jahr 2006 in verschiedenen Management-Positionen bei Siemens. Seine Karriere begann der Wirtschaftsinformatiker in einem Systemhaus als Software-Entwickler. Bei Dimension Data startet der Manager zunächst gemeinsam mit Ulrich Baur und Arne Kemner, die ebenfalls von Fujitsu kommen und dort für Vertrieb und Design von Cloud-Lösungen zuständig waren.
Weitere Investitionen
Das Cloud-Team soll künftig um interne und externe Fachleute sowie um Vertriebsexperten und Lösungsarchitekten erweitert werden. Nach Auskunft von Herbert Bockers, Vorstand Dimension Data Germany, wird der Dienstleister „weiter konsequent in das Cloud-Geschäft investieren“, um dort bei Unternehmenskunden, Service-Providern und Carriern im deutschen Markt eine führende Rolle zu spielen.
Mit den neuen Strukturen bilde Dimension Data ein dediziertes Team, das für nachhaltiges Wachstum in einem strategisch wichtigen Geschäftsfeld sorgen soll, führt Bockers weiter aus. Der Dienstleister werde mit der Cloud-Unit in der Lage sein, „künftig noch schlagkräftiger im Markt zu agieren und für unsere Kunden zukunftsweisende, sichere und performante Cloud-Architekturen umzusetzen“.
Der neue Business-Unit-Leiter Kiehne setzt zunächst darauf, die bestehende Cloud-Expertise von Dimension Data weiterzuentwickeln. Mit seiner Managed-Cloud-Plattform besitze das Unternehmen bereits heute „Antworten auf viele Fragen und Bedenken der Kunden“, erläutert der Manager. Und mit seiner umfassenden Beratungskompetenz könne der Dienstleister „Cloud-Lösungen an die spezifische Geschäftssituation und die Herausforderungen der Kunden anpassen“. Um den Ausbau des Geschäfts voranzutreiben, möchte Kiehne unter anderem „ein Ökosystem mit Herstellern, Technologie- und Software-Partnern aufbauen“.
Netzwerkzentrisches Cloud-Design
In den vergangenen beiden Jahren hat Dimension Data weltweit in den Bereich Cloud Computing investiert. So übernahm der Dienstleister, der zum japanischen ITK-Konzern NTT gehört, die Cloud-Spezialisten Opsource und Bluefire, baute Managed-Cloud-Plattformen auf allen Kontinenten auf und gründete eine globale Cloud-Unit.
In dem Zusammenhang verweisen Bockers und Kiehne auf aktuelle Studien der Marktforscher von Tolly und Saugatuck. Beide Analystengruppen bescheinigen dem netzwerkzentrischen Cloud-Design von Dimension Data sowohl Performance- als auch Kostenvorteile gegenüber dem Wettbewerb.
Nicht zuletzt möchte Kiehne im Cloud-Geschäft „die Kräfte bündeln“ und künftig enger mit den anderen Unternehmen der NTT-Gruppe zusammenarbeiten. Auf diese Weise sollen neue Lösungen, etwa im Markt für Software as a Service (SaaS), entstehen. Zur NTT-Gruppe gehören in Deutschland auch der Security-Dienstleister Integralis, das SAP-Beratungshaus Itelligence und der Systemintegrator NTT Data (ehemals Cirquent beziehungsweise Softlab). □
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