Lünendonk-Studie Digitalisierungserfolg hängt von Datenqualität ab
Ist das Stammdatenmanagement eine unterschätzte Herausforderung für die moderne Unternehmensführung? Lünendonk ist dieser Frage in einer Studie nachgegangen.
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Der Lünendonk-Studie „Revival der Stammdaten – Behindert mangelnde Datenqualität die Digitale Transformation?“ zufolge, scheint der Erfolg bei der Optimierung des Master-Data-Managements häufig auszubleiben.
Lediglich 15 Prozent der für die Studie befragten 155 deutschen Unternehmen aus Fertigung, Handel und anderen Branchen sieht sich im Stammdatenmanagement sehr gut aufgestellt. Im Hinblick auf den Erfolg der gesamten Digitalen Transformation mit Industrie 4.0, Logistik 4.0, Internet of Things (IoT) und anderen digitalen Geschäftsmodellen fehlt damit ein wichtiges Fundament. Denn Digitalisierungsprojekte ohne eine hohe Datenqualität sind zum Scheitern verurteilt, so Lünendonk.
Während sich 58 Prozent der Befragten bei den IT-Prozessen als sehr gut beziehungsweise gut aufgestellt sehen, wird die Positionierung bei der „Entwicklung von datenbasierten Geschäftsmodellen“ von 54 Prozent als nur mittelmäßig oder sogar schlecht bezeichnet. Auch die Stammdatenqualität im eigenen Unternehmen hat für 60 Prozent der Studienteilnehmer nur „Mittelmaß“. Allerdings zeigen sich laut Lünendonk auch positive Entwicklungen. Ein gutes Viertel der Befragten stuft die Datenqualität heute als sehr viel besser ein als noch vor fünf Jahren, 47 Prozent als viel besser, 23 Prozent sehen nur minimale Verbesserungen.
Einfluss der Datenqualität auf den Geschäftserfolg
„Dabei nimmt die Datenqualität einen sehr großen Einfluss auf den Geschäftserfolg eines Unternehmens. Ohne gute Daten keine erfolgreiche Marktposition“, kommentiert Mario Zillmann, Partner bei Lünendonk und Studienautor. „Auch digitale Geschäftsmodelle brauchen nicht entwickelt zu werden, wenn die Stammdatenqualität nicht gut ist.“ Das sehen auch die Studienteilnehmer so. Keiner der Befragten schätzt den Einfluss der Datenqualität auf den Geschäftserfolg als gering oder sehr gering ein. „Vielmehr erwarten 84 Prozent der Befragten, dass bereits in zwei Jahren die Datenqualität einen sehr hohen Einfluss auf den Geschäftserfolg haben wird“, so Zillmann weiter.
Positive Auswirkungen
82 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass auf Grundlage der Stammdaten schnellere Analysen durchzuführen und gute Entscheidungen zu treffen sind. Auch die Verkürzung der Durchlaufzeiten in der Produktion und der Lieferkette aufgrund einer Optimierung des Stammdatenmanagements erfährt eine deutliche Zustimmung (77 Prozent). Dass ein verbessertes Stammdatenmanagement und daraus resultierende angepasste Wiederbeschaffungszeiten, optimierte Losgrößen und Mindestbestellmengen sowie Lieferantenoptimierungen das gebundene Kapital reduzieren, bestätigen 71 Prozent aller Befragten. Hier zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede zwischen dem Handel mit knapp zwei Drittel Zustimmung und der Fertigungsindustrie, die zu vier Fünftel (81 Prozent) dieser Ansicht ist.
Zur Studie
Für die Lünendonk-Studie „Revival der Stammdaten – Behindert mangelnde Datenqualität die Digitale Transformation“ wurden 155 Führungskräfte aus Fachbereichen und IT in den Branchen Fertigung, Handel und anderen Branchen befragt. Sponsoren der Studie sind die Beratungs- und Software-Unternehmen KPS, Salt Solutions und ZetVisions.
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