Anbieter zum Thema
HP will künftig mehr Innovationsgeist zeigen
Unterstützt wurde das Canalys Forum durch 25 Hersteller und zwölf Distributoren. Keynote-Sponsoren waren Cisco, Dell, HP und Lenovo. Prominenteste Sprecherin war HP-Chefin Meg Whitman, die sich in der ersten Keynote-Session den Fragen des Publikums stellte. Nach der Aufteilung des Unternehmens wird sie von November an Hewlett Packard Enterprise führen. Aus dem Split sollen nach den Worten der Topmanagerin zwei fokussierte, agile Unternehmen hervorgehen. „Wir werden den ‚Invent‘-Motor wieder zünden“, betonte sie.
Im Kern befasse sich Hewlett Packard Enterprise künftig „mit Lösungen für einen ‚new Style of Business‘, der durch IT ermöglicht wird“, führte Whitman aus. Konkret werde sich das Unternehmen auf vier Felder konzentrieren: den Aufbau hybrider Cloud-Infrastrukturen, den Schutz digitaler Güter, die Befähigung von Unternehmenskunden zu datenzentrischen Geschäftsmodellen und die Steigerung der Produktivität am Arbeitsplatz. Dabei bleibe das Unternehmen ein partnerorientierter Anbieter. Lediglich die 200 Topkunden würden direkt betreut. HP sei „die beste Channel-Company auf der Erde“, die in Zukunft sogar noch besser werde.
Die Aufgabe, den Keynote-Slot zwischen Steve Brazier und Meg Whitman zu bestreiten, übernahm David Goeckeler, General Manager der Security Business Group (SBG) von Cisco. Unter dem Titel „Threat-Centric Security for the Digital World“ forderte der Experte, dass sich IT-Sicherheit auf wachsende Bedrohungen und immer ausgefeiltere Angriffe einstellen und deshalb weiterentwickeln müsse. Die meisten Security-Tools, die Netzwerke und IT-Systeme schützen sollen, zielten auf den Zeitraum vor einer Attacke. „Das ist wichtig, aber nicht genug.“ Sicherheitsmaßnahmen müssten sich vielmehr auf das gesamte „Angriffskontinuum“, also auch auf den Zeitraum während und nach einer Attacke erstrecken.
Security-Intelligenz
Goeckeler wies darauf hin, dass Unternehmen im Durchschnitt erst nach 100 bis 200 Tagen bemerken, wenn ihre Sicherheitssysteme unterlaufen wurden. „In dieser Zeit kann viel passieren.“ Um erfolgreiche Angriffe aufzudecken und die Folgen einzudämmen, sei Security-Intelligenz erforderlich, die permanent Daten sammelt und analysiert. Außerdem müsse der Schutz der IT stärker bei der Architektur ansetzen als bei einzelnen Tools. Oft hätten größere Unternehmen 40 bis 60 verschiedene Security-Produkte im Einsatz. Cisco arbeite daher an einer offenen Plattform, in die sich die Produkte von Drittanbietern einbinden lassen, berichtete der Manager. Ziel des Herstellers sei es, künftig in erster Linie „als Security-Anbieter wahrgenommen zu werden, der auch Netzwerk-Ausrüstung verkauft“.
(ID:43650138)