Workloads und Daten Die Krux mit der Cloud-Migration

Von Dr. Stefan Riedl 2 min Lesedauer

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Bei der Migration von Daten und Workloads in die Cloud steckt der Teufel im Detail. Cloudera-Partner nehmen die Workloads genau unter die Lupe und erhalten Branchen-Zertifizierungen. Im Tagesgeschäft gewinnt Observability an Bedeutung.

Bei Cloud-Migrationen steckt der Teufel häufig im Detail.(Bild:  RAVI - stock.adobe.com)
Bei Cloud-Migrationen steckt der Teufel häufig im Detail.
(Bild: RAVI - stock.adobe.com)

93 Prozent der deutschen Unternehmen wollen laut einer von Cloudera in Auftrag gegebenen Umfrage in den nächsten ein bis drei Jahren mehr Daten in die Cloud migrieren. Gleichzeitig planen 74 Prozent ­Daten aus der Cloud in ihr eigenes Rechenzentrum zurückzuholen. „Dieser scheinbare Widerspruch zeigt auf, dass Daten ­differenziert betrachtet werden“, deutet Benjamin Bohne, Group Vice President ­Sales CEMEA bei Cloudera die Zahlen.

Daten effizient nutzen

Hintergrund ist wohl, dass die Speicherung von Daten in verschiedenen Cloud- und On-Premises-Umgebungen die Datennutzung erschwert, so dass vereinheitlicht wird. Immerhin 71 Prozent der Befragten selbst folgen dieser These. Die Firmen schätzen, dass sie rund ein ­Drittel ihrer Daten nicht effizient nutzen. Wird auf die Cloud gesetzt, kommt mehrheitlich (zu 74 Prozent) ein Multi-Cloud-Modell mit zwei oder mehr Hyperscalern zum Einsatz. Für das hinter den Zahlen stehende Paper „Evolve Data Study“ wurden von Coleman Parkes Research 200 deutsche IT-Entscheider aus Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern befragt.

In der Praxis sieht die Cloud-Migration so aus, dass sie beispielsweise 800 Applikationen in die Cloud verlagern wollen und bei 150 feststellen, dass diese gar nicht Cloud-ready sind.

Benjamin Bohne, Group Vice President Sales CEMEA, Cloudera

Detailarbeit

Benjamin Bohne, Group Vice President Sales CEMEA, Cloudera(Bild:  Cloudera)
Benjamin Bohne, Group Vice President Sales CEMEA, Cloudera
(Bild: Cloudera)

In der Praxis geht Cloud-Migrationen mit viel Detailarbeit einher, bei dem Cloudera-Partner ihre Kunden mitunter auf den ­Boden der Tatsachen zurückholen müssen, wenn beispielsweise in der Anfangsphase festgestellt wird, dass von 800 Applikationen in einem Unternehmen, die in die Cloud verlagert werden sollen 150 gar nicht Cloud-ready sind. Im Cloudera-Umfeld gelte bei solchen Betrachtungen die ­Devise „Workloads first, statt Cloud first". Bohne präzisiert, was damit gemeint ist: nämlich dass Workloads im Detail angeschaut werden sollten, um dann zu entscheiden, was mit den dahinter stehenden Daten am besten passieren soll. Im Channel ist an dieser Stelle Branchen-Knowhow gefragt, was sich seit ein paar Wochen auch im Partnerprogramm des Unternehmens widerspiegelt.

Branchenzertifizierungen

So wurde das Partnermodell erweitert: Branchenzertifizierungen sollen die grundlegenden Zertifizierungen für Vertriebs­experten und Entwickler ergänzen. Die ­Kurse für Telekommunikation, Finanzdienstleistungen und Fertigung sind bereits verfügbar. Zertifizierungen für Versicherungen, den Handel und das ­Gesundheitswesen werden später in diesem Jahr hinzukommen. Cloudera-Partner durchlaufen das Weiterbildungsprogramm in ihrem eigenen Tempo, so wie es das ­Tagesgeschäft zulässt und nach individuellem Lernbedarf, heißt es aus dem Unternehmen.

Die nun ausgerollten Zertifizierungen sind Teil des im Herbst vergangenen Jahres vorgestellten, neuen Partnerprogramms „Cloudera Partner Network (CPN)“. Das CPN kommt gestuft daher: Partner können Punkte sammeln, Kompetenzen erwerben und damit den Status „Member“, „Select“, „Premier“ oder „Strategic“ erreichen. Jede Stufe geht mit finanziellen und weiteren Vorteilen einher.

Observability gewinnt an Bedeutung

Produktseitig spielt Observability in ­Abgrenzung zum Monitoring eine zunehmend wichtige Rolle im Cloudera-Portfolio und dem Tagesgeschäft der Partner. „Das Thema haben wir in die CDP, die Cloudera Data Plattform integriert“, sagt Bohne und erläutert: „Bei unserem Observability-Verständnis, spielt die Kosten­perspektive eine wichtige Rolle und hilft IT-Verantwortlichen beispielsweise dabei, auch aus Kostensicht zu verstehen, ob ­Workloads besser für OnPrem oder die ­Public Cloud geeignet ist.“

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