Cloud-Journey meistern Die Distribution als Brücke und Vermittler

Von Mihriban Dincel 4 min Lesedauer

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Die Reise in die Cloud ist mit Herausforderungen verbunden. Um die zu meistern, kommt die Distribution ins Spiel und vermittelt zwischen Hersteller und Channel, unterstützt mit Beratung, Trainings und weiteren Leistungen.

Bei Cloud-Migrationen kann die Distribution als Brücke dienen, indem sie zwischen Herstellern und Channel vermittelt. (Bild:  Shawn Hempel - stock.adobe.com)
Bei Cloud-Migrationen kann die Distribution als Brücke dienen, indem sie zwischen Herstellern und Channel vermittelt.
(Bild: Shawn Hempel - stock.adobe.com)

Laut einer Studie („Cloud-Migration 2023“) der Lufthansa Industry Solutions planen rund ein Drittel der befragten Unternehmen im nächsten Jahr Projekte zur Cloud-Migration. Dabei sehen sie sich mit Herausforderungen konfrontiert, wie der richtigen Infrastruktur oder der IT-Sicherheit. Doch rund 44 Prozent erhoffen sich durch die Wolke einen Digitalisierungsschub, mehr als ein Drittel erwartet Kostensenkungen und schnellere Prozesse. Um diese Ziele zu erreichen, ist eine optimale Cloud-Migration essentiell und es werden entsprechende Kompetenzen benötigt.

Partnern einen Mehrwert bieten

An dieser Stelle setzen die Leistungen der Distribution ein. „Die Beratung, Migrationsdienstleistung, unser Cloud-Marktplatz – das sind alles Bausteine, die einen großen Mehrwert bieten“, fasst Stefan Bichler, Director Security, Cloud & Software bei TD Synnex Deutschland, den Service des Distributors zusammen. TD Synnex unterstützt Partner bei Cloud-Migrationen mit Beratung, Lösungsentwicklung, Implementierung, Support im Betrieb sowie Value Added Services. Auch Trainings und Managed Services bietet der Münchner Broadliner. Dabei arbeitet dieser unter anderem mit AWS, Microsoft Azure, IBM Cloud und seit etwa einem Jahr als einziger Distributor in DACH mit Google Cloud zusammen. Auch herstellerübergreifende Lösungen sind ein Fokus von TD Synnex. So können beispielsweise Cloud-Instanzen mit Software-Produkten von Drittanbietern kombiniert werden, wie etwa für Data Management oder Security. Für deren Integration hat TD Synnex sowohl Cloud- als auch Storage-, Backup- und Security-Kompetenzen parat.

Unkompliziert Cloud-Umgebungen aufbauen

Beratung bieten auch die zertifizierten Mitarbeitenden von Ingram Micro Deutschland. Ein Alleinstellungsmerkmal sieht Atila Kaplan, Director Cloud, Software &Security bei Ingram Micro Deutschland, besonders in der Plattform Xvantage. Diese bringt Mitarbeitende, Hersteller sowie Partner zusammen und bildet das ganze Distributionsgeschäft ab: Hardware, Software, Dienstleistungen, Cloud und Lösungen. Die Plattform schafft eine Verknüpfung von Angebot und Nachfrage, „die einen durchgängigen Prozess von der Bereitstellung über den Vertrieb bis zur Endkundenansprache durch den Reseller ermöglicht“, beschreibt Kaplan. Der Onlineshop wurde ebenfalls integriert. So ist die Plattform sowohl Shop, Marketplace, als auch Info- und Collaboration-Portal. „Durch Xvantage verändert sich die Qualität der Zusammenarbeit, weg von der Transaktion und hin zur beratenden Interaktion“, erklärt der Director. Xvantage werde kontinuierlich weiterentwickelt und biete bereits neue Funktionen. So können nun Cloud- mit Hardware-Produkten kombiniert bestellt werden. „Wir erweitern die digitale Experience Plattform Xvantage Schritt für Schritt auf Hersteller und bieten diesen ein Dashboard mit Echtzeit-Transparenz über ihr komplettes Business mit Ingram Micro“, fügt Kaplan hinzu.

Für den schnellen Aufbau von Cloud-Umgebungen hat Ingram letztes Jahr zudem den One-Click-CAF vorgestellt. Ein Cloud Adaption Framework, das den Einstieg in Microsoft Azure und den Aufbau einer Cloud Landing Zone erleichtern soll. „Das Template kann immer wieder verwendet werden. Wir haben ein Subscription-Modell aufgesetzt, mit einem kostenpflichtigen Starter-Workshop und einer monatlichen Gebühr für die Nutzung des Templates“, erklärt Igor Guss, Senior Manager IaaS bei Ingram Micro Deutschland. Das sei besonders für Partner mit einem gewissen Knowhow interessant. Der CAF wird in drei verschiedenen Größen angeboten – S, M und L. Bei diesen sind jeweils verschiedene Dienste aktiv. „Partner können daraus die benötigte Framework-Größe wählen und haben somit bereits einen Rahmen, an dem nur noch individuelle Anpassungen vorgenommen werden müssen“, so Guss. Das in Deutschland entwickelte CAF sei zudem eine 100 Prozent Zero Trust Architektur.

Das reibungslose Zusammenspiel zwischen Distribution, IT-Channel und Endkunde ist zwingend erforderlich, um die Anforderung und Herausforderungen, die die Cloud mit sich bringt, zu bewältigen.

Michael Bölk, Head of Professional Services DACH bei ADN

Die Distribution als „Umzugshelfer“

Das Cloud Geschäft entwickelt sich stetig weiter. Daher brauchen Partner laut Michael Bölk, Head of Professional Services DACH bei ADN, die Unterstützung der Distribution, um bei dieser Entwicklung mithalten zu können. Der indirekte Vertrieb über Partner für Cloud-Service-Anbieter spiele Bölk zufolge eine wichtige Rolle dabei. Denn im direkten Vertrieb allein seien notwendige Skalierungen nicht zu erreichen. „Das reibungslose Zusammenspiel zwischen Distribution, Channel und Endkunde ist zwingend erforderlich, um die Anforderung und Herausforderungen, die die Cloud mit sich bringt, zu bewältigen“, fügt Bölk hinzu. Und in Bezug auf die Cloud steht die Distribution für Weiteres in der Verantwortung. „Damit Reseller die Chancen von Cloud und Managed Services wahrnehmen können, ist es die grundlegende Aufgabe der Distribution, den Aufbau, das Management und das Controlling des Cloud-Business so einfach, kompetent und effizient wie nur möglich zu gestalten“, erklärt der Head of Professional Services.

Michael Bölk, Head of Professional Services DACH bei ADN.(Bild:  ADN)
Michael Bölk, Head of Professional Services DACH bei ADN.
(Bild: ADN)

ADN möchte das Geschäft für Partner unter anderem durch ein Managed-Services-Angebot vereinfachen. Dabei baut der VAD eine Infrastruktur auf, bei der Partner die Lösungen in der Cloud automatisiert ausrollen und bei Ressourcenengpässen auf das Managed-Angebot des Distributors zugreifen können. Zusammengefasst: „Partner können Lösungen bei ADN managen lassen, bis sie selbst dazu durch Trainings und Zertifizierungen in der Lage sind.“ Weiter bietet der VAD Partnern Hilfestellung, wenn es um Cloud-Service-Level-Agreements (SLAs) geht. Die Unterstützung für Partner sei hier wichtig, „damit sie Managed-Cloud-Services fachgerecht und rechtlich wasserdicht anbieten können“. Denn die neue rechtliche Situation bei Cloud Services müsse in Service-Level-Agreements klar geregelt sein.

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Das Thema mit der Datensicherheit

Beratung, Angebote und Services – aber wie schätzen Distributoren die Datensicherheit in der Cloud ein? Erhebliche Auswirkungen erkennt Bölk, wenn es um Themen wie KRITIS und NIS2 geht in Bereichen wie Healthcare, öffentliche Verwaltung oder das Energie- und Bankwesen. Den richtigen Provider und die richtige Infrastruktur zu finden, ist hier entscheidend. In Branchen wie dem Gesundheitsbereich wären Azure, AWS oder Google durch zusätzliche Regularien ungeeignet. Der VAD habe sich daher beim Managed-as-a-Service-Stack für Ionos entschieden, da Ionos alle datenschutzrechtlichen Vorgaben erfülle. Auch dem Ingram Micro Director Kaplan zufolge, ist Datensicherheit ein wichtiges Thema in Deutschland. Aber: „Die Cloud-Anbieter haben in diesem Bereich schon viel zur Verbesserung getan“, sagt Kaplan.

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