Großrechner bei Fujitsu und IBM sind nicht nur IT-Geschichte

Der fitte Senior in der IT – der Mainframe und was man von ihm lernen kann

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Der Maßstab für Qualität und Verfügbarkeit

Zudem gibt es einen Qualitätsanspruch seitens der Hersteller, weiß der IBM-Manager: „Es gibt eine Technik, die funktioniert – das ist der Mainframe – und eine Technik, die müsste funktionieren – das ist alles andere.“ Deshalb stammen all die Sicherheitsfunktionen, die man mittlerweile auch von verteilten Systemen her kennt, etwa Error Correction Codes (ECC) oder Parity zur Fehlererkennung und –Korrektur aus dem Großrechnerumfeld.

IBM-Manager Roland Trauner: "Ein Mainframe funktioniert - ."
IBM-Manager Roland Trauner: "Ein Mainframe funktioniert - ."
(Bild: Ostler)

Darüber hinaus genießt der Mainframe traditionell eine gewisse Fürsorge, man „kümmert“ sich um ihn: Man untersucht genau, wie installiert wird, man kennt die Prozesse und weiß, wo man hinlangen muss.

„Der Mainframe ist eine wichtige Ressource in vielen großen Unternehmen – mindestens so wichtig wie das iPhone für die heutige Kommunikation“, positioniert Fujitsu-Manager Strotmann die Wertigkeit der Großsysteme. Das und die Tatsache, dass sich moderne Hacker nicht mit dem Mainframe-Betriebssystem auskennen, sind verantwortlich dafür, dass über Virusattacken auf die Rechenboliden kaum etwas bekannt ist.

PR/SM – Urvater aller Hypervisoren

Eine andere Technik, die aus der frühen Mainframe-Entwicklung stammt, ist die Virtualisierung. Beim Mainframe kam sie etwa seit 1987 zum Einsatz, als das Betriebssystem VM optimiert wurde. „Früher wurde direkt auf der Hardware aufgesetzt, dann aber umgestellt auf Hypervisor-Technik – und zwar komplett“, erinnert sich IBM-Manager Trauner.

Das bedeutet, dass man sich immer auf einer logischen Partition gegenüber der Hardware bewegt. Auch wenn nur eine Partition gefahren wird, liegt der Hypervisor mit dem Namen PR/SM (Processor Resource/System Manager) zugrunde. PR/SM virtualisiert alle internen Ressourcen und ist integraler Bestandteile von IBMs „z Series“.

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„Da fangen die Unterschiede im Vergleich zu den verteilten Systemen an: Der Virtualisierer ist vollständig in der Hardware integriert, läuft also nicht als aufgesetzte Softwarelösung wie etwa bei VMware“, erklärt Trauner einen der Unterschiede. Außerdem erlaubt es PR/SM, dass alle I/O-Einheiten für alle Partitionen erreichbar sind.

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