Ionos Summit 2024 Das Ökosystem rückt zusammen

Von Alexander Siegert 3 min Lesedauer

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Auf dem diesjährigen Ionos Summit in Berlin drehte sich alles um Künstliche Intelligenz, Cloud Computing und Digitale Souveränität. Für die 500 Teilnehmer vor Ort gab es neben dem neuen AI Model Hub auch aus dem Partnergeschäft Neuigkeiten zu berichten.

Ionos diskutierte in Berlin mit über 500 Teilnehmern über die neuen Wege in die Cloud.(Bild:  Ionos)
Ionos diskutierte in Berlin mit über 500 Teilnehmern über die neuen Wege in die Cloud.
(Bild: Ionos)

Die europäische Digitalwirtschaft hinkt momentan den Konkurrenten aus China und den USA hinterher. Zwar geben innovative Leuchtturmprojekte viel Hoffnung, aber von einer Vorreiterrolle bei der Digitalisierung ist Deutschland weit entfernt. Die letzten Jahre zeigten, dass der Weg dorthin nur über die Cloud führt. Laut einer aktuellen Studie von Fortune Business Insights wird der globale Hyperscale-Cloud-Markt bis 2030 auf über 2.185 Milliarden US-Dollar anwachsen und dabei eine jährliche Wachstumsrate von etwa 38 Prozent erreichen. Die führenden Hyperscaler AWS, Google Cloud und Microsoft Azure dominieren bereits heute den Markt mit einem Anteil von 67 Prozent, der im Bereich der öffentlichen Cloud sogar auf 73 Prozent steigt. Diese Zahlen rufen Mitbewerber wie Ionos auf den Plan, die im Kontext des dynamisch wachsenden Cloud-Marktes gegensteuern möchten. Gemeinsam trafen sich zum vierten Mal in Folge Kunden und Partner auf dem Ionos Summit in Berlin, um Strategien und Lösungen zur Digitalisierung zu erörtern. Der Provider setzt auf die Säulen KI, Cloud Computing und Digitale Souveränität und möchte das eigene Ökosystem bestehend aus Kunden, Channelpartnern und ISVs noch enger zusammenrücken lassen. Damit Digitale Souveränität nicht zu einem Buzzword verkommt, möchte man weiterhin mit dem Argument der eigenen Datenhoheit überzeugen.

Channelgeschäft umgestellt

Neu aufgestellt hat man sich auch bei der Partnerbetreuung. Tim Kartali hatte in den letzten vier Jahren den Channel im DACH-Raum aufgebaut und bekleidet nun den Posten des Head of Global Partner Sales. Sein Team verantwortet seit Juli das globale Geschäft über alle Partnertypen hinweg. Das betrifft Distributoren, Reseller, Consulting- und Technologiepartner sowie ISVs, auf die in Zukunft ein besonderer Fokus gelegt werden soll. Ionos möchte die Synergien aus dem Ökosystem nutzen und nach dem Einstieg in Märkten wie den USA, UK und Frankreich den Partner vertrieb weiter ausbauen. In all diesen Ländern betreibt der Provider bereits Datacenter und ein lokales Vertriebsteam. Der Partnervertriebsweg soll nun zentral aus dem Headquarter in Deutschland gestaltet werden:

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Tim Kartali, Head of Global Partner Sales bei Ionos(Bild:  Ionos)
Tim Kartali, Head of Global Partner Sales bei Ionos
(Bild: Ionos)

„Mit der globalen Partnerstruktur stellst du sicher, dass du die anderen Länder nicht abhängst“, begründet Kartali die Umstellung. Den Standard, der in Deutschland in der Partnerbetreuung erreicht wurde, will er schnellstmöglich auch in den anderen Ländern aufholen. Hierzu fährt der Provider einen ISV-Ansatz, der auch das Thema KI berührt. Dass KI zwar nicht der Heilsbringer für die lahmende deutsche Wirtschaft ist, aber enormes Potenzial birgt, wurde in den diversen Keynotes betont. Vor allem der neue AI Model Hub soll die Vorzüge der KI-Technologie zeigen. Die Plattform ermöglicht Unternehmen den Zugang zu verschiedenen Open-Source-KI-Modellen, wird in deutschen RZ gehostet und legt besonderen Wert auf Datensicherheit und Digitale Souveränität. Kunden daten sollen nicht für das Training der KI-Modelle verwendet werden. „Unser Ziel ist es, Künstliche Intelligenz zu demokratisieren und diese Technologie auch kleinen und mittelständischen Unternehmen einfach und schnell zur Verfügung zu stellen“, sagt Ionos-CEO Achim Weiß über den Anspruch der Plattform. Gerade Unternehmen, die aus der Applikationsebene kommen und KI in ihre bestehenden Produkte integrieren, sollen adressiert werden. Die Nachfrage nach entsprechender Hardware und KI-Lösungen in der Cloud sei jedenfalls enorm. Viel Raum auf dem Summit nahm auch der Public Sector ein.

ITZBund-Deal mit Strahlwirkung

Insbesondere der Großauftrag des ITZBund zur Bereitstellung einer Cloud- Infrastruktur für die Bundesverwaltung sorgte kürzlich für Aufsehen. Auch für das Partnergeschäft hatte der Deal einen Nebeneffekt: „Für uns alle im Partner geschäft ist positiv, dass dies zum einen eine Strahlwirkung hat und zum anderen die Partner, die die Consulting- und Integrationsleistungen beim ITZ erbringen, jetzt aus unserem Kreis kommen“, erklärt Kartali die Nebeneffekte des ITZ-Deals. Verbesserungsbedarf sieht Ionos noch in der Customer Experience. Schnell nach gesteuert werden soll deshalb beim Preiskalkulator und beim Marketplace, um das gesamte Portfolio, die Endkundenpreise und Margen transparent abzubilden.

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