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Cryptalloy-Ausweishüllen für RFID-Skeptiker

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ITB: Was gibt die offizielle Kriminalstatistik zum Thema RFID-Missbrauch her?

Horvath: Schwer zu sagen, weil solche Fälle noch nicht gesondert in der Kriminalstatistik auftauchen. Außerdem: Wenn jemand zum Beispiel mit einem kopierten Sicherheitsausweis in ein Firmengebäude einbricht, dann hinterlässt das leider keinerlei Spuren. Ich gehe aber davon aus, dass in den Kriminalstatistiken der nächsten Jahre das Thema RFID-Missbrauch eine immer größere Rolle spielen wird.

ITB: Das Thema RFID-Missbrauch wird innerhalb der IT-Branche schon länger kontrovers diskutiert. Eine Minderheit ist sehr sensibilisiert für das Thema, während die meisten keine besondere Gefahrenlage erkennen. Außerhalb der Branche wissen viele gar nicht, was RFID überhaupt ist. Sehen Sie vor diesem Hintergrund tatsächlich ein gesellschaftliches Problem aufkeimen?

Horvath: Probleme gibt es immer dann, wenn mit RFID-Technologie leichtfertig umgegangen wird. RFID wurde ja eigentlich für den Logistikbereich entwickelt, und diese Technik ist halt – sagen wir mal: mitteilsam. Grundsätzlich kann man mit einem RFID-Chip kommunizieren, ohne dass sein Besitzer etwas davon mitbekommt. Er muss seine Karte nicht in einen Eingabeschlitz stecken oder durch ein Lesegerät ziehen. Frei verfügbare RFID-Reader haben nicht selten einen Erfassungsradius von mehreren Metern. Generell besteht also immer die Gefahr, dass Identitäten gestohlen oder Persönlichkeitsprofile erstellt werden.

ITB: Lehnen Sie RFID-Technologie grundsätzlich ab?

Horvath: Keineswegs, wir benutzen diese Technik ja selbst, hausintern in der Logistik. Setzt man RFID verantwortungsvoll ein, dann ist diese Technik auch sicher. Grundsätzlich sollte das Auslesen oder Ansprechen von RFID-Chips nur möglich sein, wenn der Betroffene dies ausdrücklich wünscht. Eine Abschirmung mit einer Spezialfolie wie Cryptalloy bildet eine nahezu unüberwindliche Barriere und ist die ideale Ergänzung zu RFID.

ITB: Was kostet eine Ausweishülle?

Die RFID-Schutzhülle für Personalausweise macht einen amtlichen EIndruck. (Archiv: Vogel Business Media)

Horvath: Eine einfache Schutzhülle für den Personalausweis kostet im Endkundenpreis 4,95 Euro. Händler zahlen 1,85 Euro, bei einer Abnahme von 100 Stück. Wer große Mengen kauft, bekommt noch weit bessere Konditionen. Wir bieten Cryptalloy in vielen Produkten an: Ausweishüllen, Brieftaschen, Geldbörsen und bald auch Schlüsseletuis. Ab 250 Stück kann die Hülle mit dem Logo des Kunden bedruckt werden. Im Sortiment sind auch schöne Lederwaren, die ihre Abschirmeigenschaften nach außen nicht verraten.

ITB: Welche Bezugsquellen für Händler gibt es dafür?

Horvath: Händler oder Distributoren können alle Cryptalloy-Produkte über uns beziehen. Wir sind außerdem auf der Suche nach weiteren Vertriebspartnern. RFID-Abschirmung mit Cryptalloy ist ein Zukunftsmarkt – ein erklärungsbedürftiges Produkt, das aber auch hohe Margen verspricht.

ITB: Wie unterstützen Sie ihre Reseller?

Horvath: Wer Cryptalloy in sein Sortiment aufnimmt, kann bei uns ein erklärendes Video bekommen, das wir auf Wunsch auch mit seinem Logo versehen. Wer Cryptalloy beim Kunden oder auf Messen vorführen möchte, kann sich von uns auch RFID-Lesegeräte leihen. Damit kann er zum Beispiel demonstrieren, dass Cryptalloy immer zuverlässig abschirmt – im Gegensatz zu einfacher Alufolie und so manchem Billigprodukt.

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