Synergieeffekte optimal nutzen durch homogene Netzinfrastruktur

Controlware saniert Klinik-Netz

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100 Kilometer Netz

Die technischen Anforderungen formulierte Angelo Pipia, Systemspezialist beim Städtischen Klinikum, in einem äußerst detaillierten Pflichtenheft. Die bestehenden Netze sollten in eine homogene Gesamtlösung mit hohen Sicherheitsanforderungen integriert werden. Die Controlware GmbH erhielt den Zuschlag, da sie unter anderem ein vollständiges und differenziertes Service- und Supportkonzept bot. Für einen gesicherten und performanten Zugriff auf die Patientendaten wurde ein optisches Kontrollsystem gefordert, das Manipulationen und Abhörversuche an der Glasfaser erkennt. Diese »Optical Intrusion Detection« realisierte Controlware mit der Funktion »Optical Power Level Drift Detect« von Last Mile.

Ein angemieteter Dark Fiber Ring mit einem Umfang von 100 Kilometern verbindet die einzelnen Kliniken miteinander. Bei dessen Vergabe wurden Maximalabstände definiert und auf eine redundante und kreuzungsfreie Anbindung der Übergabepunkte im Gebäude geachtet. Das darauf aufsetzende CWDM-Netz der Städtischen Kliniken München besteht im Kern aus zehn Multiplexern vom Typ »Fiber Pilot«. An jedem der fünf Standorte arbeiten in unterschiedlichen Gebäuden zwei Systeme, die auf einer hausspezifischen Wellenlänge zwei Gigabit Daten an unterschiedliche Rechenzentren adressieren. Im Normalfall ist pro Standort eine Bandbreite von vier Gigabit garantiert.

Gesundheitsmanagement

Oberhalb des WDM nutzen die Kliniken als Transportprotokoll Ethernet, so dass bei Bedarf Sprache und Video problemlos übertragen werden können. Unabhängig davon bieten die eingesetzten CWDM-Systeme die Möglichkeit, Fiber-Channel-Verbindungen mit einem oder zwei Gigabit pro Sekunde aufzubauen. Auch bautechnisch entsprach der Fiber Pilot den Vorstellungen der DV-Abteilung: Für alle Module existiert ein Rack, die Anzahl der Module ist übersichtlich, und sämtliche Komponenten verfügen über eine im Betrieb austauschbare Stromversorgung. Die Multiplexer unterstützen sowohl DWDM als auch CWDM. Ein Umstieg kann jederzeit einfach erfolgen. Für das Management der WDM-Systeme stehen zwei getrennte Arbeitsplätze zur Verfügung. Sie basieren auf dem Last-Mile-eigenen Netzwerkmanagement-System »See Miles«, das die Komponenten grafisch darstellt. Darüber hinaus integrierte das Projekt-Team zentrale Systeme in das bestehende Management-System »Nagios«. Der WDM-Ring selbst wurde zwei Monate nach der Auftragsvergabe im Dezember 2005 in Betrieb genommen.

Lesen Sie weiter, welche kritischen Punkte zusätzlich gemeistert wurden.

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