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Letzte Hürde
Im nächsten Projektabschnitt sollte das IP-Netz eingebunden werden. Alle Kliniken der neuen GmbH nutzten Omni-Switches von Alcatel-Lucent vom Typ 7xxx oder 6xxx. Controlware hatte die Aufgabe, die Geräte in das neue WDM-Konzept zu integrieren und das Zusammenspiel der Komponenten zu optimieren. Unter anderem forderte das Pflichtenheft eine Umschaltzeit für zeitkritische Laboranwendungen von unter vier Sekunden. Um diese Anforderungen zu erfüllen, verlagerte Controlware die Umschaltintelligenz vom WDM-Layer in den Routing-Layer.
Auf dieser Ebene setzte Thomas Meyer, Consultant bei Controlware, als Protokoll auf OSPF Equal Cost Multipath (Open Shortest Path First) mit optimierten OSPF-Timern. Rückblickend erwies sich die Implementierung der komplexen Sicherheitsanforderungen im Routing-Layer als größte Herausforderung innerhalb des Projekts. Eine große Konzeptionsleistung war erforderlich, um die Software-Parameter der Omni-Switches so zu definieren, dass die Leistungsfähigkeit des Netzes optimal genutzt werden konnte. Hier profitierte Controlware von der langjährigen Erfahrung ihrer Techniker mit den Systemen. Die Implementierungsdauer betrug schließlich insgesamt lediglich zwei Tage.
Ausblick
Das Städtische Klinikum München verfügt nun über ein sehr leistungsfähiges, zukunftssicheres MAN. Durch die hohe Verfügbarkeit und die schnelle Datenübertragung lassen sich betriebswirtschaftliche und medizinische Anwendungen gleichermaßen problemlos nutzen. Röntgenbilder und Befunde stehen überall sofort zur Verfügung, die Patienten werden optimal versorgt. Peter Pechtold plant schon die nächsten Schritte: Eine Erhöhung der Bandbreite auf zehn Gigabit sowie die Nutzung der freien Wellenlängen für VoIP-Anwendungen werden derzeit diskutiert.
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